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Die Obere Straße ist wieder frei gegeben, die Zufahrt zum Hauptplatz bleibt gesperrt.

Ortsdurchfahrt Peiting

Baustelle verdirbt das Geschäft

Langsam aber sicher kommend die Arbeiten in der Peitinger Ortsmitte voran. Die Obere Straße ist wieder für den Verkehr freigegeben, die Asphaltierung fehlt noch. Die Ortsdurchfahrt über den Hauptplatz bleibt dagegen noch gesperrt. Nicht nur die Geschäftsleute hoffen auf ein baldiges Ende der Baustelle.

Peiting „Das ist doch nur noch ärgerlich, schimpft eine Autofahrerin am Hauptplatz. Wie seit einigen Wochen wollte sie über die Müllerstraße Richtung Schongau fahren und stand unvermittelt vor einem Umleitungsschild. Die Ortsdurchfahrt über den Hauptplatz bleibt noch bis mindestens 13. Mai komplett gesperrt, wie Gerhard Habersetzer vom Marktbauamt mitteilt. „Die Bauarbeiten gehen plangemäß voran, die Asphaltierung könnte sich aber aufgrund der Wetterlage um etwa zwei Tage verzögern, gibt er Auskunft. Spätestens zum 15. Mai sollte der Ortskern wieder komplett befahrbar sein. Allerdings ändert sich die Vorfahrtsregelung am Hirschvogeleck. Die Obere Straße wird laut Habersetzer zwischen Donnerstag und Freitag auch noch einmal gesperrt sein. Die Asphaltierung fehlt noch.

Für die anliegenden Geschäfte geht dann eine Durststrecke zu Ende: „Es wird Zeit, dass die Baustelle wieder aufgelöst wird“, sagt Gabriele Geiger von Betten Weißenbach. Ihr Geschäft am Hauptplatz war zeitweise fast komplett abgeriegelt und verzeichnete deutlich weniger Kundenfrequenz. Gut findet sie es, dass der Bürgersteig an ihrem Haus zur Schongauer Straße hin verbreitert wurde.

Ebenfalls komplett von der Zufahrt abgeriegelt war Optik Bock. „Wir merken die Baustelle sehr. Kunden müssen große Umwege in Kauf nehmen und wir selbst haben Probleme, einen Parkplatz zu finden“, meint Mitarbeiterin Monika Herles. Hinzu kommt, dass der neue Inhaber kurz nach der Neueröffnung und erst einen Tag vor der Sperrung davon erfahren hatte. „Er hätte dann den Umbau ganz anders geplant“, weiß Monika Herles.

Auch bei Glas Schmölz bleiben seit der Sperrung die Kunden aus. „Es ist ein Einschnitt, das merkt man deutlich“, sagt Mitarbeiterin Bianca Berkmüller. Ihr Chef Rainer Hirschvogel sehnt das Ende der Baustelle herbei. Vor allem auch, weil die Anlieferungen schwierig sind. Zweimal pro Woche muss der Lkw mit der Glaslieferung zur Firma gelotst werden.

„Die Kunden meiden die Ortsmitte, wir sind froh, wenn es wieder offen ist“, klagt auch Gaby Pischel von Kids & Style. „Das wird jedes Geschäft in Peiting merken“, meint sie. Davon kann Stefanie Bertram Kempf von der Buchhandlung am Bach in der Meierstraße ein Lied singen. Auch sie bemerkt einen Kundenrückgang seit Beginn der Baustelle. „Die Kunden zögern, in den Ort zu fahren“, beobachtet sie. Zudem spielt sich zu Stoßzeiten vor ihrem Geschäft ein Verkehrschaos ab. Lkw blockieren den Verkehr, in der Ammergauer Straße staut es sich auf der Rechtsabbiegerspur, die Parkplätze vor ihrem Geschäft sind kaum erreichbar. „Der Schwerlastverkehr wird sich auch nach Öffnung des Hauptplatzes vermehrt in der Meierstraße abspielen“, befürchtet Stefanie Bertram-Kempf. Wenn alles nach Plan läuft, ist laut Habersetzer zumindest für die Baustelle ein Ende abzusehen. Wie sich der Verkehr im Ortskern weiterentwickelt, bleibt abzuwarten.

Ursula Fröhlich

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