Mit sechs Mundartliedern begeisterten die Peitinger Klösterle-Singkinder unter Leitung von Marianne Baab und Monika Kirchbichler nicht nur die vielen anwesenden Alpenvereinsmitglieder, sondern vor allem auch das neue Ehrenmitglied Hans Tausch, der sich sichtlich wohl in dieser Gruppe fühlte. Foto: alpenverein

Jahresversammlung des Alpenvereins

Der Peitinger Hans Tausch ist nun DAV-Ehrenmitglied

Nach einem Bericht über das abgelaufene Jahr kam der Peitinger Alpenvereins-Vorsitzende Herwig Skalitza gleich auf den Punkt des Abends: Alle Mitglieder stimmten dem Vorschlag des Vorstandes zu, Hans Tausch aufgrund seiner zahlreichen Verdienste und jahrzehntelangem Einsatz zum Ehrenmitglied des Peitinger Alpenvereins zu ernennen.

Peiting – Ein Ehrenmitglied, wie es im Buche steht: Neben Tourenführer, Feldernalm, Brunnenbau, diversen Sanierungsmaßnahmen, Seniorentouren und Mitglied in der Vorstandschaft, hat der Peitinger Hans Tausch schon immer jede Arbeit erledigt, ohne da lang rumzureden. „Die Art, wie er mit Menschen umgeht, und sein Engagement zeichnen ihn aus“, sagte Peitings Alpenvereins-Chef Herwig Skalitza jüngst noch vor der Corona-Krise im Rahmen der Mitgliederversammlung.

Der scheidende Bürgermeister Michael Asam schloss sich in seinem letzten Grußwort an seinen Vorredner an, bedankte sich beim Verein für die vielen Aktivitäten und freute sich, dass am Abend alle drei ehemaligen Vorsitzenden anwesend waren. Zu Ehren von Hans Tausch und Michael Asam sangen die Peitinger Klösterle-Singkinder unter Leitung von Marianne Baab und Monika Kirchbichler viele herrliche Mundartlieder, darunter ein Lied was so in Peiting am Hauptplatz alles los ist, und luden mit dem Lied „Bergvagabunden“ zum Mitsingen ein.

Berichtet wurde bei der Versammlung auch über die aktuelle Klettersituation, nachdem in der Sporthalle der Herzogsägmühle die älteste Wand aufgrund zu hoher Ersatzinvestitionen abgebaut werden musste. Informationen gab es auch zu den bisher erfolgten Umbaumaßnahmen in den DAV-Geschäftsräumen und die Fortführung dieser Maßnahme mit Sanitär-, Elektrik-, Decken- und Schreinerarbeiten in diesem Jahr. Für diese Maßnahmen wurde ein Budget in Höhe von 30 000 Euro beschlossen.

Daran fügten sich die Berichte aller Referenten und Vorsitzenden der Ortsgruppen an, die einen aktuellen Sachstand in ihren Bereichen gaben. Da war es schon für alle sehr erstaunlich, was da alles im Tourenbereich, bei der Jugend, in der Ausbildung, auf der Feldernalm und vieles mehr so passiert und geleistet wird.

Ein ungeliebtes Thema war die notwendige Beitragserhöhung um sieben Euro (A-Mitglied) ab dem kommenden Jahr. Die Vorstandschaft hatte dies nach dem Beschluss der DAV-Hauptversammlung schon umfangreich diskutiert. „Diese Erhöhung kommt nicht wegen örtlicher Bedürfnisse, sonder aus Notwendigkeiten für eine Digitalisierungsoffensive, um für alle Sektionen einheitliche Maßstäbe im Internetauftritt zu setzen“, erklärte Skalitza. „Und um die Sektionen zu unterstützen, die hohe Sanierungskosten bei der Bewirtschaftung der Berghütten haben, und für die Einführung einer Klimaabgabe.“ Aber allen war auch klar, dass diese Themen Notwendigkeiten sind, Geld kosten und nur durch Umlagen finanzierbar sind.

Skalitzas Dank galt anschließend der ganzen Vorstandschaft, den Ortsgruppen, den Tourenführern, der Bergwacht, der Jugend und allen Helfern, „die das ganze Jahr über aktiv sind“. Stellvertretend für alle überreichte der zweite Vorsitzende Eberhard Boerboom Blumensträuße an die Frauen in der Vorstandschaft.

Der krönende Abschluss der Alpenvereins-Versammlung war ein Vortrag von Mitglied Veronika Hofmann, die mit dem DAV-Expeditionskader in Indien war (wir berichteten). Bilder und Hofmanns Erzählungen dazu beeindruckten alle Anwesenden, denn sie konnten sich kaum vorstellen, wie diese steilen Berge mit ihren abweisenden, steilen Wänden, erklettert werden konnten. Dies dazu noch in Höhen von über 5000 Metern und bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen.

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