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Feierlich verabschiedet wurde Kirchenpfleger Franz Xaver Bertl (Bildmitte mit Ehefrau Maria) bei einem festlichen Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Egg.

Pfarrei St. Michael Peiting

Kirchenpfleger Franz-Xaver Bertl mit viel Lob verabschiedet

Für die Pfarrei St. Michael war es ein Glücksfall, dass sich Franz Xaver Bertl nach seiner Pensionierung ab 2007 als Kirchenpfleger zur Verfügung stellte. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn leider, aus der Kirchenverwaltung auszuscheiden. In der Wallfahrtskirche Maria Egg, die ihm sehr ans Herz gewachsen ist, wurde er jetzt bei einem feierlichen Gottesdienst gebührend verabschiedet.

Peiting – In den Dankesreden kam deutlich zum Ausdruck, dass er sich wie ein sorgender Hausvater stets mit viel Engagement für das Wohl aller einsetzte. Von den Buben und Mädchen im Kindergarten über die Gruppen der Pfarrei bis hin zu den Seelsorgern. So war ihm zuletzt der Umbau des Pfarrhofs ein Herzensanliegen, und er freute sich mächtig, dass der neue Pfarrer Robert Kröpfl („Mir gefällt es, da bleib i“) vorhat, hier länger zu bleiben.

Die Wertschätzung, die sich Franz Xaver Bertl als Kirchenpfleger in den vergangenen elf Jahren erworben hat, kam in der großen Anzahl von Gläubigen zum Ausdruck, die sich zu seinem Abschied eingefunden hatten. Viele mussten beim Gottesdienst deshalb mit einem Stehplatz vorlieb nehmen. Seine ruhige und ausgleichende Art war nicht nur während der siebenjährigen Renovierungsphase von Maria Egg mit teilweise aufregenden Themen sehr gefragt, wie Max Fuchs von der Kirchenverwaltung hervorhob. Auch im normalen Tagesgeschäft im Umgang mit diözesanen Stellen, Behörden oder Auftragnehmern zeigte sich Franz Xaver Bertl stets kompetent und umsichtig.

Dazu bestach seine Rednergabe immer wieder sowohl bei Begrüßungen und Verabschiedungen von Pfarrern, Kaplänen und Mitarbeitern in der Seelsorge wie auch den verschiedensten Einweihungen und Jubiläen. Höhepunkte waren die Weihe des neuen Volksaltares von Maria Egg durch Kardinal Reinhard Marx (2013), die Segnung der Jocher-Orgel (2015) und die Gründung des Pfarrverbands mit Hohenpeißenberg (ebenfalls 2015).

„Deine kameradschaftliche Art wird uns im Team der Kirchenverwaltung fehlen“, blickte Max Fuchs wehmütig zurück und wünschte ihm für seinen zweiten Ruhestand alles Gute. Als kleinen Dank überreichte er ihm eine Fotodokumentation und seiner Ehefrau Maria einen Blumenstrauß.

Ein herzliches Vergelt´s Gott sagten auch Diakon Dietmar Pohl und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Claus Gindhart. Er hatte eine witzige Collage zusammengestellt, und Martina Kölbl vom Kindergarten überreichte die Erzählung „Tomte Tummetott“ von Astrid Lindgren. „Tomte ist der gute Hausgeist des Bauernhofs“, schilderte sie in bewegten Worten, „der über Eltern und Kinder wacht“. Die Fabelfigur habe einen weißen Bart wie Bertl, „der sich stets um unser Wohlergehen bemühte“.

Die von Martina Kölbl geleitete musikalische Gruppe trug mit zur Bereicherung des Gottesdienstes bei. Pfarrer Robert Kröpfl sagte auch im Namen seiner beiden Vorgänger Helmut Kraus und Hans Speckbacher einen herzlichen Dank aus und überreichte Urkunde und Korbiniansmedaille der Erzdiözese.

Franz Xaver Bertl bedankte sich bei allen hauptamtlichen Mitarbeitern und ehrenamtlich engagierten Bürgern für die gedeihliche Zusammenarbeit zum Wohle der Pfarrgemeinde. Dank der großen Spendenbereitschaft und dem „Anpacken“ der Gläubigen konnten viele große und kleine Vorhaben bewältigt werden. Für Bertl rückt Erwin Walk in die Kirchenverwaltung nach.

Gerhard Heiß

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