Wer seinen Hund beim Gassi gehen an der Leine führt, ist auf der sicheren Seite.

Peitinger Landwirt appelliert

Hunde an die Leine und nicht auf die Felder

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Endlich Frühling: Das denken sich derzeit auch viele Hundebesitzer, die die Sonnenstrahlen mit ihrem Vierbeiner beim Spaziergang genießen. Felder und Wiesen sind dabei jedoch tabu, woran sich freilich längst nicht jeder hält. Im Marktgemeinderat sah sich deshalb Landwirt Andreas Barnsteiner jetzt zu einem dringenden Appell genötigt.

Peiting– Andreas Barnsteiner ist im Marktgemeinderat für seine sehr direkte Art bekannt. Wenn ihn etwas stört, dann hält der BVP-Rat mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg, auch wenn die ab und an für Stirnrunzeln bei seinen Ratskollegen sorgt. In der letzten Sitzung freilich löste Barnsteiners Beitrag nur zustimmendes Nicken im Gremium aus. Der Appell des Landwirts, er richtete sich an die örtlichen Hundehalter. Er gönne jedem seinen Vierbeiner, sagte Barnsteiner, der einen Hof mit Milchvieh betreibt. Doch ab Mitte April bis Oktober hätten Hunde auf den Feldern und Wiesen nichts verloren. „Leider sind es von Jahr zu Jahr mehr, die sich nicht daran halten und ihre Hunde frei laufen lassen“, ärgerte sich der Landwirt.

Das Problem ist in diesem Fall weniger das Laufen ohne Leine als die Hinterlassenschaften der Vierbeiner. Denn der Hundekot kann schlimme Folgen haben. So können Hunde mit Parasiten befallen sein, die für sie selbst keine Gefahr darstellen, wohl aber für Kühe. Kommen diese mit dem Hundekot über infiziertes Futter in Berührung, kann dies zu Unfruchtbarkeit, Fehl- und Totgeburten führen. Auch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten mahnt deshalb alle Hundebesitzer, ihre Tiere von April bis Oktober nicht über Felder und Wiesen laufen zu lassen und verweist auf das Bayerische Naturschutzgesetz. Dort heißt es in Artikel 30: „Landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Flächen dürfen während der Nutzzeit nur auf vorhandenen Wegen betreten werden. Als Nutzzeit gilt die Zeit zwischen Saat oder Bestellung und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses.“

Dass sich längst nicht alle Hundebesitzer an diese Vorschrift halten, konnte auch Bürgermeister Michael Asam aus eigener Erfahrung bestätigen. Ihm fehle jegliches Verständnis für ein solches Verhalten, betonte der Rathauschef, der Barnsteiners Appell deshalb voll unterstützte. „Das kann man nicht oft genug zum Thema machen.“

Forderung nach mehr Entsorgungsstationen für Hundekot

Genauso wie den Umgang mit den Hinterlassenschaften. Denn die werden teils einfach liegen gelassen, oder die Beutel mit dem Hundekot landen nicht im Müll, sondern in der Landschaft. Norbert Merk (CSU) regte deshalb an, das Netz an entsprechenden Entsorgungsstationen zu ergänzen. „So wäre die Verschmutzung sicher geringer.“ Auch Michael Deibler (CSU) sprach sich für mehr Sammelstellen aus.

Herbert Salzmann (SPD) hingegen hielt davon nichts. Es gebe genügend Behälter. Und im Fall der Fälle sei es „zumutbar, dass man den Beutel mitnimmt und nicht irgendwohin schmeißt“. Das sah auch Asam so. Zumal der Aufbau weiterer Stationen auch eine Kostenfrage sei: „Dann brauchen wir im Bauhof mehr Personal, um die Behälter zu leeren.“

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