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Anna Gast-Wendland beherrscht die Kunst des Korbflechtens und gestaltet schöne Accessoires zur Zierde von Haus und Garten.

Peitinger Museumsnacht

Vielfältige Künstler- und Handwerkerszene

„Die Museumsnacht hat schon ein besonderes Flair, da schauen wir immer wieder gerne her.“ Wie Brigitte Schlögel denken viele, und so konnte selbst die kalte Witterung die über 350 begeisterten Besucher nicht abhalten vom Ausflug in die Vergangenheit.

Peitjng – Wie immer ist die Museumsnacht in Peiting kombiniert mit besonderen Schmankerln kulinarischer Genüsse und edlem künstlerischen Handwerk. Angefangen von den Gaumenfreuden der katholischen Landjugend bis hin zu edelsten handgedrechselten Schreibgeräten.

„Wir sind froh, dass wir in und um Peiting eine vielfältige Künstler- und Handwerkerszene besitzen.“ Hausherr Klaus Hilgner zeigte sich erfreut, dass man den Gästen der Museumsnacht alljährlich ein vielfältiges Programm bieten kann, bei dem sich nichts wiederholt. Außer dem geselligen Hoagart im historischen Kellergewölbe, bei dem es bis nach Mitternacht jedes Mal zünftig zugeht.

Anlässlich des 50. Jahrestages der Schließung der Schachtanlage wollten heuer viele die neue Attraktion, den Stollennachbau, sehen. Einzigartig ebenso die von Xaver Bader aufbereiteten über 90 Fotos vom Alltag im Bergbau. Leider war er wegen Krankheit verhindert, und so sprang Alfred Braun in die Bresche. Bei seinen profunden Vorträgen in der Lentnerstube herrschte stets ein großer Andrang.

Bei Günther Gladiator wurden dabei Erinnerungen wach. Durfte er doch selbst noch als junger Lehrer 1967 in die Grube einfahren und viele Kinder der Bergleute in der Schule unterrichten. Leidenschaftlich einmal mehr die Schilderungen von Rudi Hochenauer vom Knappenverein.

Im Europäischen Kulturerbejahr und dem „Jahr der Biene“ wartete Wolfgang Turansky in der Imkerabteilung wiederum mit einem Quiz auf. Nun darf man gespannt sein, wer von den über 100 Teilnehmern das Gewicht eines Wachsstockes (8450 Gramm) richtig erraten hat.

Während sich die Geigenschüler von Helmut Spindler und die Singkinder von Marianne Baab ein mit viel Sonderapplaus bedachtes „Stell-dichein“ gaben, konnte man den Handwerkern über die Schulter schauen. Beispielsweise Anna Gast-Wendland aus Hohenfurch beim Korbflechten. Welche Fingerfertigkeiten notwendig sind, um Blumenblüten aus Lacken zur Zierde von Trachtenhüten oder Flechtfrisuren entstehen zu lassen, zeigte die Hohenfurcherin Anna-Lena Gerbl (zu sehen bei Trachten Stöger).

Das Metier von Astrid Bartsch aus Schongau und Petra Wohlfahrt aus Sachsenried sind individuelle Glückwunschkarten und Geschenkeschachteln mit besonderer Note. Die komplette Kollektion ist im Lieblingsladen zu bestaunen. Ebenso wie der kreative Cadochon-Schmuck (Ringe, Anhänger und Ketten aus Stoff oder Beton) von Madame Chic Chic (Stefanie Schlüter).

Staunende Bewunderung gab es für die von Alois Steidele (Bernbeuren-Reisgang) handgedrechselten Schreibgeräte. Er verwendet dafür edle Hölzer, jedes Stück ist ein Unikat und freut den Besitzer ein Leben lang.

,Wir kommen wieder’

Um die Jüngsten kümmerte sich bei der Museumsnacht indes Alex Zila mit seinem Team. Voll besetzt waren stets die Basteltische, wo Lutscher-Schmetterlinge, Ostereier aus Papier oder Osternester entstanden. Auch durfte nach Herzenslust gemalt werden. „Wir kommen im nächsten Jahr wieder“, waren sich alle einig.

Gerhard Heiß

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