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DFB-Pokal: Viertelfinale abgesagt! Corona-Fälle bei Überraschungs-Team verhindern historisches Spiel

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Mit Hilfe der Drehleiter bringen zwei „Engelchen der Feuerwehr“ die Lichterketten an.
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Mit Hilfe der Drehleiter bringen zwei „Engelchen der Feuerwehr“ die Lichterketten an.

Christbaum ist traditionell am Hauptplatz aufgestellt worden

Peitinger Nordmanntanne läutet Advent ein

Auch Peiting hat seinen Christbaum: In knapp zwei Stunden haben die Arbeiter des Bauhofs den wunderbar gewachsenen Baum in der Bergmannstraße abgeschnitten und nach dem Transport durch die Gemeinde in Sichtweite vom Rathaus aufgestellt.

Peiting – Niklas (14) und Hannes (8) hätten an diesem Vormittag viel gegeben, vom Schulunterricht in den Vormittagsstunden fern zu bleiben. Ein nicht alltägliches Ereignis im Hause Huber in der Bergmannstraße wäre der Grund gewesen. Der dicht gewachsene Nadelbaum im Grundstück der Großeltern sollte gefällt werden und in diesem Jahr am Hauptplatz als Christbaum Verwendung finden.

Aber Fehlanzeige. Die Jungs müssen die Schulbank drücken. Doch die beiden haben ihre technisch versierte Großmutter Marianne, die alles mit dem Handy festhält. Die ist mit dem Smartphone schon in Lauerstellung, als der Trupp des Peitinger Bauhofs um 8 Uhr anrückt.

Nahe Leitungen für die Straßenbeleuchtung

Im Schlepptau, wie könnte es anders sein, taucht auch Konrad Gruber mit seinem Autokran auf. „Der fünfte Baum in den vergangenen Tagen“, hört man ihn nur murmeln, als er die Stützen seines Fahrzeugs ausfährt. In sicherer Entfernung hat sich auch ein Mitarbeiter der Lechwerke eingefunden, der die Arbeiten beobachtet. Sicher ist sicher, denn die Leitungen für die Straßenbeleuchtung gehen haarscharf am Baum vorbei.

Gute Vorarbeit am Stamm ist wichtig, damit der Baum später gut in die Halterung rutscht. 

Michael Huber (81), der vor 35 Jahren den Baum in sein Grundstück gepflanzt hat, schaut dem ganzen Treiben gelassen zu. Huber erzählt, dass er damals die junge Pflanze bei der örtlichen BayWa erstanden hat. Genauer gesagt eine Nordmanntanne. Aber jetzt ist sie ihm zu hoch gewachsen.

„Wenn ein Sturm kommt, können entweder das Haus, oder die Straßenbeleuchtung Schaden nehmen“, ist Hubers Befürchtung. Also weg damit, auch wenns nicht leicht fällt. Aber Huber schiebt gleich nach, dass am gleichen Platz wieder ein Tannenbaum gepflanzt werden wird.

Nur wenige Zentimeter Spielraum

Vor Ort geht alles schnell: Man merkt, dass das Team vom Peitinger Bauhof die Sache nicht zum ersten Mal macht. Fast vergessen, aber immens wichtig: Die Drehleiter der Feuerwehr ist auch mit von der Partie. Unbedingt notwendig, denn durch den sehr dichten Wuchs der Äste hätte man ohne die Leiter keinen Haltegurt um den oberen Bereich des Baumes befestigen können.

Gruber geht leicht auf Spannung, dann wird der Baum gekappt. Natürlich erst, als die Rundung am Stamm ganz unten herausgearbeitet ist. Als ob die Männer an einem Drehbuch für einen Film gearbeitet hätten. Genau zum 9 Uhr-Glockenschlag der Pfarrkirche wird die Nordmanntanne von der Lafette hochgehoben und zwei Minuten später der Stamm in das vorgesehene Fundament eingelassen. In die wenigen Zentimeter Spielraum werden abschließen noch Holzkeile eingeschlagen.

Dann kommt die Drehleiter der Feuerwehr erneut zum Einsatz. Der Haltegurt muss ausgehängt werden, dann steht der Peitinger Christbaum und wartet nur noch darauf, mit einer Lichterkette geschmückt zu werden.

Hans-Helmut Herold

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