Keine Stände, kein adventliches Treiben: Wegen Corona macht der Peitinger Weihnachtsmarkt heuer Pause.
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Keine Stände, kein adventliches Treiben: Wegen Corona macht der Peitinger Weihnachtsmarkt heuer Pause.

Vereine und Organisationen sprechen sich gegen Durchführung aus

Peitinger Weihnachtsmarkt fällt heuer aus

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Es hatte sich abgezeichnet, seit Mittwochabend ist es Gewissheit: In diesem Winter müssen die Peitinger auf ihren Weihnachtsmarkt verzichten.

Peiting – Bei einem Treffen mit Vertretern der beteiligten Vereine und Organisationen sei einstimmig die Entscheidung gefallen, wegen der aktuellen Pandemie-Situation auf die Durchführung zu verzichten, teilte Bürgermeister Peter Ostenrieder gestern mit.

Dass ein Weihnachtsmarkt wie in den Jahren zuvor heuer nicht durchführbar sein würde, hatte der Rathauschef schon in der vergangenen Woche durchblicken lassen. Als mögliche Alternative schlug Ostenrieder vor, die Veranstaltung auf alle vier Adventswochenenden zu verteilen. Durch weniger Stände pro Wochenende ließe sich so die Zahl der Besucher besser steuern, so die Idee.

Beim Treffen am Mittwochabend, zu dem Ostenrieder die Vertreter der Vereine und Organisationen geladen hatte, die einen Stand am Weihnachtsmarkt betreiben, sei der Vorschlag zwar prinzipiell gut angekommen, berichtete der Rathauschef. Allerdings: Ein „echtes Weihnachtsmarkt-Feeling“ würde sich mit weniger Ständen und den geltenden Hygienevorschriften wohl nicht einstellen, lautete die Befürchtung, die auch Ostenrieder natürlich verstehen konnte.

„Ein Weihnachtsmarkt lebt ja davon, dass man zusammenstehen kann, Menschen trifft und dabei ein bisschen einkauft oder sich unterhält. Das wird durch die zwingenden Einbahnregelungen, Abstandsregeln und Besucherbeschränkungen eigentlich unmöglich gemacht.“ Hinzu komme, dass gerade auch für die Vereine schon beim Aufbau, aber auch beim Betrieb der Stände ein immenser Mehraufwand notwendig sei, um Gesundheitsrisiken auszuschließen.

So blieb am Mittwochabend nur die Hoffnung darauf, dass der Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr wieder normal über die Bühne gehen kann. Ostenrieder: „Wenn man etwas Gutes an der ganzen Sache finden möchte, dann könnte das sein, dass man langsam merkt, wie sehr uns doch bestimmte Veranstaltungen fehlen.“  

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