Pinscher-Hündin „Fly“ geht es wieder besser – zur Freude von Brigitte Lindemann.
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Pinscher-Hündin „Fly“ geht es wieder besser – zur Freude von Brigitte Lindemann.

Tierklinik hat schlimmen Verdacht

Peitingerin bangte tagelang um das Leben von Pinscher-Hündin „Fly“: War ein Giftköder schuld?

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Peiting – Es die Horrorvorstellung für jeden Hundebesitzer: Tagelang bangte die Peitingerin Brigitte Lindemann jüngst um das Leben von Pinscher-Hündin „Fly“. In der Tierklinik, wo das Tier erfolgreich behandelt wird, gibt es einen bösen Verdacht: War ein Giftköder schuld?

Den vergangenen Freitag wird Brigitte Lindemann so schnell nicht vergessen. Schon am Tag zuvor war es der Pinscher-Hündin ihrer Tochter Tamara nicht gut gegangen. „Sie hatte Durchfall“, berichtet die Peitingerin. Mit Schonkost versuchte Lindemann den Verdauungstrakt der Hündin zu beruhigen. „Es ist dann auch besser geworden.“ Doch am Freitagmorgen verschlechterte sich der Zustand des Tieres dramatisch. Der Kot war voller geronnenem Blut. Sofort brachte die Peitingerin die Hündin nach Garmisch in die Tierklinik, wo die Ärzte mit Infusionen und Medikamenten um das Leben von „Fly“ kämpften. Die Behandlung schlägt an, mittlerweile ist die Hündin über dem Berg – sehr zur Erleichterung von Brigitte Lindemann.

Tierklinik hat bösen Verdacht

Doch was führte zur plötzlichen Erkrankung der Hündin? In der Tierklinik hat man einen bösen Verdacht. „Alles deutet auf Rattengift hin“, sagt die Peitingerin. Wann „Fly“ es aufgenommen habe, lasse sich schwer eingrenzen. Weil das Gift nicht sofort wirke, sondern zeitlich verzögert, „kann es irgendwann in den letzten drei Wochen passiert sein“, so Lindemann.

Und auch die Frage nach dem Ort ist nicht einfach zu beantworten. Schließlich ist die Peitingerin, die im Klausenweg wohnt, mit der Hündin ihrer Tochter und ihrem eigenen Vierbeiner öfter beim Gassigehen auf verschiedenen Routen in der ganzen Marktgemeinde unterwegs. „Es kann am Eisstadion, am Gumpen, auf der bekannten Hundemeile oder auch am Ost- oder Nordbahnhof passiert sein.“

Warnung wurde bei Facebook bereits 70 Mal geteilt

Auch wenn die Vermutung naheliegt, dass es ein Giftköder war, beweisen kann es Lindemann nicht. Ihr bleibt deshalb nur, an die Peitinger Hundebesitzer zu appellieren, wachsam zu sein beim Spazierengehen mit ihren Vierbeinern. Bei Facebook ist Lindemanns Warnung bereits über 70 Mal geteilt worden – verbunden mit zahlreichen Genesungswünschen für „Fly“. „Vielleicht ist ja auch schon jemand anderes betroffen oder jemand hat etwas Ungewöhnliches beobachtet“, hofft sie, dass man dem womöglichen Übeltäter bald auf die Spur kommt.

Über dessen Beweggründe kann die Peitingerin nur spekulieren. Sie könne verstehen, wenn jemand sich über die nicht ordnungsgemäß entsorgten Hinterlassenschaften ärgere. „Aber warum bestraft man die Hunde, die Besitzer gehören bestraft.“

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Auf diese Nachricht hatte man in Peiting sehnlichst gewartet: Der Bund übernimmt im Rahmen eines Förderprogramms ein Drittel der veranschlagten sechs Millionen Euro für die Generalsanierung des Peitinger Eisstadions. Schon im kommenden Jahr können damit die Arbeiten beginnen.

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