Auf der orange markierten Fläche soll der neue Kindergarten in Peiting entstehen. Grafik: Gemeinde Peiting

Gespräch im Rathaus

Peitings Kindergarten-Pläne werfen Fragen bei den Eltern auf

  • schließen

Es ist eines der großen Bauprojekte, die die Gemeinde Peiting in den nächsten Monaten vorantreibt: der Kindergarten-Neubau an der Jägerstraße. Das Vorhaben jedoch sorgte zuletzt für Unruhe unter den Eltern. Bei einem Gespräch im Rathaus konnte der Bürgermeister jetzt in einem wichtigen Punkt Entwarnung geben.

Peiting – Es war im November, als Bürgermeister Michael Asam im Gemeinderat öffentlich vorstellte, wie der Markt dem Mangel an Kinderbetreuungsplätzen begegnen wolle. Ein wichtiges Puzzleteil war dabei neben der Erweiterung der Kinderkrippe um eine Gruppe der Bau eines neuen Kindergartens an der Ecke Uhrerskreuzweg/Jägerstraße. Von einer „tollen Geschichte“ war damals die Rede.

Bei den Eltern der Kinder im Therese-Peter-Haus allerdings löste die Nachricht mehr Fragen aus, als sie beantwortete. „Viele waren verunsichert“, sagt Carolin Fürst vom Elternbeirat der Einrichtung. Besonders eine Ankündigung des Bürgermeisters sorgte für Unruhe. Mittelfristig sei geplant, das Therese-Peter-Haus für Kinder in eine reine Krippeneinrichtung umzuwandeln, in dem die Kindergartengruppen in den Neubau umziehen, hatte Asam in der Gemeinderatssitzung in Aussicht gestellt. Würde dies umgesetzt, könnten Geschwisterkinder, die Krippe und Kindergarten besuchen, nicht mehr unter einem Dach betreut werden. „Wir haben deshalb den Bürgermeister um ein Gespräch gebeten, um die Sorgen der Eltern zu schildern und offene Fragen zu klären“, sagt Fürst.

Bei Asam rannte der Elternbeirat damit offene Türen ein. „Ich bin froh, dass sie auf uns zugekommen sind“, sagt der Rathauschef, der von einem „guten Gespräch“ berichtet. Beim Thema Trennung von Krippe und Kindergarten konnte Asam die Eltern beruhigen. Dies sei eine Überlegung für die Zukunft, die längst nicht unter Dach und Fach sei. Durch den geplanten Anbau einer zusätzlichen Krippengruppe an das Haus für Kinder stelle sich die Frage nach einem darüber hinaus gehenden Ausbau der Krippenplätze erst einmal nicht. „Wichtig ist, dass wir neue Kindergartenplätze schaffen“, betont der Bürgermeister. Schließlich braucht die Gemeinde dringend Ersatz für den in die Jahre gekommenen Rathaus-Kindergarten. Um flexibel zu bleiben, soll der Neubau sowohl für die Unterbringung von Kindergarten- als auch für Krippenkinder genutzt werden können.

Auch die weiteren Bedenken der Eltern, etwa, dass das Grundstück an der Jägerstraße für einen fünfgruppigen Kindergarten zu klein sei, habe man ausräumen können, sagt Asam. Bei Bedarf könnten zwei der benachbarten Tennisplätze hinzugenommen werden. Die Leitungen der betroffenen Kindergärten seien zudem seit Beginn in alle Überlegungen eingebunden.

Genaue Pläne, wie das Gebäude aussehen soll, gibt es noch nicht. In seiner jüngsten nichtöffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat die Planungsleistung an ein Architekturbüro vergeben, das jetzt ein Konzept erarbeiten soll. Denkbar wäre eine U-Form, um eine möglichst große Freifläche und eine gute Aufteilung im Inneren zu erreichen. Derzeit sei man auf Besichtigungstour durch andere Gemeinden, um sich einen Überblick über die verschiedenen architektonischen Möglichkeiten zu verschaffen, sagt Asam.

Rathauschef gibt Eltern ein Versprechen

Auch ein Versprechen hat der Rathauschef den Eltern gegeben. „Wenn es Entwürfe zum Neubau gibt, werden wir die Details in einer Informationsveranstaltung vorstellen.“ Für Fürst und ihre Mitstreiterinnen eine beruhigende Nachricht. Auch sie zieht ein positives Fazit des Gesprächs: „Wir haben viele Missverständnisse ausräumen können.“

Lesen Sie auch:

Alternativstandort offenbar vom Tisch: Neubau des Marienheim am Bühlach oder nichts

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Appell der Landrätin - „Bleiben Sie an Ostern zuhause“
Die Zahl der an Coronavirus-Erkrankten im Landkreis Weilheim-Schongau steigt weiter. In diesem News-Ticker finden Sie immer alle aktuellen Informationen.
Coronavirus im Landkreis Weilheim-Schongau: Appell der Landrätin - „Bleiben Sie an Ostern zuhause“
Pfarrer fährt mit Pick-Up zum Osterkörbe-Segnen: Glaube und Gottesdienste in Zeiten von Corona
Gottesdienste finden wegen Corona nur noch nichtöffentlich statt. Eine schwierige Situation für Gläubige. Doch sie bleiben zumindest im Gebet miteinander verbunden. 
Pfarrer fährt mit Pick-Up zum Osterkörbe-Segnen: Glaube und Gottesdienste in Zeiten von Corona
Marienheim am Bühlach: Rat macht den Weg frei
Nach langem Ringen um einen neuen Standort für das Peitinger Marienheim hat der Peitinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Weg freigemacht für einen Neubau auf …
Marienheim am Bühlach: Rat macht den Weg frei

Kommentare