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Zurück aus der Corona-Zwangspause: Am Wochenende rollen wieder die Oldtimer

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Von: Christoph Peters

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Oldteimer Saab 96, Baujahr 1973
Die Brüder Georg und Rupert Kröner zählen mit ihrem Saab 96, Baujahr 1973, zu den regelmäßigen Teilnehmern der Pfaffenwinkel-Classic. © Veranstalter

Eigentlich hätte die 9. Pfaffenwinkel-Classic turnusgemäß bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen. Aber sie fiel, wie andere Veranstaltungen, der Corona-Pandemie zum Opfer. Heuer stehen die Vorzeichen besser. Am Samstag fällt in Peiting der Startschuss zur zweitägigen Oldtimerrallye.

Peiting/Schongau – Bereits im Februar hatten die Organisatoren um den Peitinger Hannes Hirschvogel vom Lions-Club Schongau-Pfaffenwinkel sich ein Herz gefasst und entschieden, dass die 2021 ausgefallene 9. Auflage der Pfaffenwinkel-Classics heuer stattfinden soll. Die Pause, sie war auch so schon lang genug. Zuletzt ging die Oldtimerrallye, die 2005 ihre Premiere feierte, 2019 über die Bühne, denn turnusgemäß wird nur alle zwei Jahre gefahren. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei Organisatoren und Teilnehmern. „Jeder ist froh, dass es wieder losgeht“, sagt Hirschvogel.

Immerhin 70 Oldtimer-Besitzer werden an diesem Samstag in ihren Raritäten auf den Hauptplatz in Peiting rollen, wo ab 14 Uhr Bürgermeister Peter Ostenrieder die ersten Teilnehmer auf die Strecke schickt. Zu bewältigen ist als erstes ein Rundkurs in der Marktgemeinde mit einer Durchfahrtskontrolle vor dem Rathaus. Anschließend geht’s in Richtung Ammersee und zurück über Weilheim und Huglfing, ehe die Autos ab 16 Uhr wieder am Hauptplatz in Peiting erwartet werden.

Am Sonntag wird in Schongau gestartet

Am Sonntag heißt es dann Ortswechsel, los geht’s nun an der MöbelCentrale in der benachbarten Lechstadt. Um 9 Uhr gibt diesmal Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman den Startschuss. Gleich danach erwartet die Teilnehmer die erste Prüfung in der Altstadt. Anschließend geht’s für die Fahrer weiter in Richtung Rottenbuch, über Schwaigsee, Wildsteig, Wieskirche, Steingaden, Langenried, Riesen bis Roßhaupten. Dort beginnt die letzte Etappe am Vormittag, Ziel ist das Golfhotel „Auf der Gsteig“.

Nach dem Mittagessen starten die Teilnehmer um 13 Uhr zum Auerberg, der von Süden her befahren wird, bis es über Bernbeuren, Ingenried, Epfach, Kinsau und Birkland zurück nach Schongau geht. Dort werden die historischen Autos gegen 15.30 Uhr vor dem Ballenhaus erwartet, wo auch die Siegerehrung stattfindet.

Für den Sieg ist nicht die Geschwindigkeit entscheidend

Auch wenn das Wort Rallye anderes vermuten lässt, geht es für den Sieg übrigens nicht darum, wer den heißesten Reifen fährt. Zwar gebe es vorgegebene Zeiten für die Etappen, doch die seien problemlos einzuhalten, erklärt Hirschvogel. „Die meisten sind eher zu früh da und müssen warten, bis sie weiterfahren können.“ Wer am Ende ganz vorn stehen will, muss sein Geschick vor allem bei den unterschiedlichen Wertungsprüfungen beweisen, wo es darauf ankommt, eine Strecke möglichst genau in einer Zeit und mit vorgegebenem Schnitt zu absolvieren.

Der Sunbeam Alpine Mark 1
Der Sunbeam Alpine Mark 1 von Rudolf King ist mit Baujahr 1953 das älteste Fahrzeug im Feld. © Veranstalter

Überhaupt stehen natürlich die Oldtimer im Mittelpunkt der Veranstaltung, und da können sich die Zuschauer und Fans auf viele Höhepunkte freuen. Etwa den ältesten Wagen im Feld, ein Sunbeam Alpine Mark 1, Baujahr 1953 mit 69 PS. „Es handelt sich um ein echtes Hollywood-Fahrzeug, das früher dem Regisseur Elia Kazan gehörte, von dem der Film ,Jenseits von Eden’ stammt“, verrät Hirschvogel. Heute sei das Auto im Besitz von Rudolf King, der den Sunbeam durch den Pfaffenwinkel steuern werde.

Weil Oldtimer nicht als Nachhaltigkeitswunder gelten, dieser Aspekt aber immer wichtiger wird, hat sich der Lions-Club heuer etwas überlegt. Pro Fahrzeug werde man im Herbst zwei Bäume pflanzen und so einen ökologischen Beitrag leisten, kündigt Hirschvogel an.

Erlös kommt gutem Zweck zugute

Damit am Rallye-Wochenende alles reibungslos funktioniert, sind rund 30 Helfer des Lions-Clubs im Einsatz. Unterstützung erhalten sie von einem Team des MSC Bayerischer Rigi, das sich um die Zeitmessung kümmert. Ein großer Aufwand, doch der lohnt sich. Denn der gesamte Erlös der Veranstaltung kommt einem sozialen Zweck zugute. In der Vergangenheit habe man so bereits das Hospiz in Polling oder auch das Kinderheim in Böbing unterstützen können, sagt Hirschvogel. Wohin das Geld diesmal fließt, steht noch nicht fest. „Das entscheiden wir nach der Rallye.“

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