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Pfaffenwinkel Classic lockte die Oldtimer-Fans nach Peiting und Schongau

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Von: Rafael Sala

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Mit knapp 90 Jahren dürfte Günther Kortmann (r.) mit der älteste Teilnehmer der Oldtimer-Rallye in Peiting gewesen sein. Er fuhr zusammen mit Alfred Reigel.
Mit knapp 90 Jahren dürfte Günther Kortmann (r.) mit der älteste Teilnehmer der Oldtimer-Rallye in Peiting gewesen sein. Er fuhr zusammen mit Alfred Reigel. © Rafael Sala

Er geht auf die 90 Lenze zu, ist aber immer noch weitgehend fit – und leidenschaftlicher Autofahrer. Vielmehr Oldtimer haben es ihm angetan. Günther Kortmann aus Penzberg war am Wochenende mit seinem BMW 320i, Baujahr 1990, bei der Pfaffenwinkel Classic einer von 67 Teilnehmern.

Peiting – Von seinem Wohnort Penzberg aus hat sich Kortmann am vergangenen Samstag nach Peiting auf den Weg gemacht, um an dem Ereignis Pfaffenwinkel Classic teilzunehmen, das den hiesigen Oldtimer-Fans seit Wochen auf den Nägeln brennt: Die vom Lions-Club Schongau-Pfaffenwinkel organisierte Oldtimer-Rallye quer durch den Landkreis.

67 Teilnehmer hatten sich dafür angemeldet, die auf insgesamt zwei Etappen angelegte Strecke führte am Samstag, ausgehend vom Peitinger Hauptplatz, über Hohenpeißenberg, Forst, Rott, Dießen, Raisting, Stillern, Zellsee, Weilheim, Eberfing und Huglfing zurück nach Peiting. Um 14.01 Uhr brauste am dortigen Hauptplatz das erste Auto, gefahren von Andreas Ranft aus Hohenpeißenberg, los. Sein Fahrzeug: ein Trabant-Kübel aus dem Jahr 1961.

Tags drauf lautete der Zielort Roßhaupten im Ostallgäu, los ging es in Schongau. Die Ortschaften dorthin: unter anderem Rottenbuch, Morgenbach, Wies, Steingaden und Trauchgau.

Kortmann fährt bis zu 10.0000 Kilometer im Jahr mit seinem Oldtimer

Für den Mit-Organisator Hannes Hirschvogel aus Peiting war es ein bewegendes Ereignis – konnte die beliebte Veranstaltung nach der zweijährigen Corona-Zwangspause heuer endlich wieder stattfinden: „Alle waren in den Startlöchern, alle drängte es ans Steuer“, freute er sich 20 Minuten vor Beginn im Gespräch mit den Schongauer Nachrichten.

Was ist es, was einem das Herz höher schlagen lässt, wenn von Oldtimern die Rede ist? Kortmann musste über diese Frage nicht lange nachdenken. Seine Überzeugung: Die Gefährte von damals sind viel robuster und stabiler als die mit Elektronik vollgestopften Autos von heute.

„Die sind unverwüstlich. Die Fahrzeuge aber, die heute vom Band laufen, wird es in 50 Jahren nicht mehr geben.“ Die Elektronik sei anfällig, viele Teile so programmiert, dass sie bald nicht mehr funktionieren.

Kortmann selbst ist mit seinem Gefährt viel unterwegs, bis zu 10 000 Kilometer können es jährlich werden. Und: „Ans Aufhören denke ich noch lange nicht.“ Dabei ist sein Auto noch vergleichsweise „jung“, 32 Jahre sind es her, seit es vom Band lief. Das älteste Fahrzeug auf der Tour stammte aus dem Jahr 1953.

Erlös kommt gutem Zweck zugute

Auch Dani und Stefan Pantel aus Schwabbruck waren mit von der Partie – mit einem altehrwürdigen Dodge Charger. Das ist eines der amerikanischen Autos, die zwischen 1968 und 1974 produziert wurden. Ein wenig nervös sei sie, bekannte Dani Pantel lachend, „wir nehmen das erste Mal teil“. Doch die Freude überwog: „Ich hoffe, wir halten durch. Dann bin ich glücklich.“

Zahlreiche Besucher staunten am Wochenende – hier vor dem Start in Peiting – sowie nach der Zieldurchfahrt in Schongau über die alten Fahrzeuge.
Zahlreiche Besucher staunten am Wochenende – hier vor dem Start in Peiting – sowie nach der Zieldurchfahrt in Schongau über die alten Fahrzeuge. © Rafael Sala

Auch heuer wird der aus den Startgebühren und den Sponsorengeldern zustande kommende Erlös wieder für einen guten Zweck gespendet. Welchen, das konnte Hirschvogel noch nicht sagen. Man denke darüber nach, wenn die Summe genau feststeht. Die letzten Male kamen die Gelder dem Hospiz Polling, dem Kinderheim in Böbing und dem gemeinnützigen Verein „Weißer Ring“ zugute.

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