+
Unterwegs in Riedhof nahe Bernbeuren war diese Gruppe Radler.

Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt

1500 Radler unterwegs im Voralpenland

Das kann sich sehen lassen: Rund 1500 Teilnehmer haben sich mit Rennrädern, Nostalgie-Fahrrädern oder ganz modern mit E-Bikes an der Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt beteiligt. Start und Ziel war wie immer am Peitinger Eisstadion.

Peiting – In organisierter Form auf Schusters Rappen unterwegs zu sein, ist nicht mehr so beliebt, was sich an der rückläufigen Zahl von Wandertagen in der Region ablesen lässt. Das Durchqueren der Natur auf zwei Rädern erfreut sich dagegen steigender Beliebtheit: Bei der 34. Auflage der Pfaffenwinkel-Radwanderfahrt mit Start und Ziel am Peitinger Eisstadion begrüßten die Veranstalter knapp 1500 Teilnehmer im Alter zwischen acht und 80 Jahren.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Zuspruch“, sagte Uwe Flad vom Organisationsteam der Radsportfreunde Pfaffenwinkel, dem Zusammenschluss der Vereine RC Altenstadt, RC Peiting, SC Huglfing und SV Söchering. Die Vereine haben mit rund 120 Helfern für den reibungslosen Ablauf der Großveranstaltung gesorgt.

Pause an der Auerberghalle: Von den Teilnehmern wurde die Verpflegung besonders gelobt.

Bereits am frühen Morgen standen die ersten Radfreunde vor der Peitinger Eishalle, um sich an- oder noch nachzumelden. Am beliebtesten war die 120 Kilometer lange Tour, die über Hohenfurch, Ingenried, Stötten, Prem, Wildsteig und Böbing wieder zurück nach Peiting führte. Knapp 600 Starter, die bis aus Hamburg oder aus Borken in Nordrhein-Westfalen angereist waren, wählten diese Route, die immerhin gut 1200 Höhenmeter aufwies.

Für die ganz ausdauernden Radler gab es die 165 Kilometer lange Strecke, die noch einen zusätzlichen Schlenker über Schöffau, Oberhausen, Peißenberg, Wessobrunn und Birkland machte. Daneben wurden auch die etwas kürzeren Varianten mit 85 und 55 Kilometern angeboten.

Letztere Distanz nahmen zwei Teilnehmer aus Weilheim und Raisting in Angriff, die mit Nostalgierädern, die über 100 Jahre alt waren, antraten. „Mal schauen, wer zuerst bricht, das Radl oder ich“, zeigte sich der in historischem Outfit angereiste Weilheimer vor dem Start noch gut gelaunt. Der Großteil der anderen Mitradler setzte dagegen auf das Rennrad, auch wenn der E-Bike- Anteil im Vergleich zu den vergangenen Jahren weiter zugenommen hat.

Egal auf welchem Gefährt die Teilnehmer auch unterwegs waren, an insgesamt drei Verpflegungsstationen konnten sie sich unterwegs versorgen. „Die 1000 Bratwürste waren schon kurz nach 10 Uhr aus“, berichteten die Helfer an der Pausenstation Auerberghalle in Bernbeuren. An der sind zudem 900 Wurst- und Käsesemmeln sowie 900 Liter Getränke an die hungrige und durstige Radlerschaft ausgegeben worden.

Unter den Teilnehmern waren mit Alina und Severin auch zwei Geschwister, die am Veranstaltungstag ihren 13. und 10. Geburtstag zusammen mit ihrer Mutter auf zwei Rädern feierten. Sie ließen sich wie alle anderen Radler den Imbiss schmecken, der ausdrücklich gelobt wurde. „Die Verpflegung ist hervorragend“, war mehrfach zu hören.

Geburtstagskinder: Severin und Alina feiert ihren 10. bzw. 13. Geburtstag auf dem Fahrrad.

Auch an der Ausschilderung der Strecken – an allen Abzweigungen waren große Schilder mit roten Dreiecken angebracht, die die richtige Fahrtrichtung anzeigten – gab es nichts zu meckern. Die Radlerschar fand so bei angenehmen sommerlichen Temperaturen ohne Probleme ins Ziel zurück. „Ich spüre meinen Hintern“, gestand danach eine Radlerin. Ansonsten hielten sich die Blessuren aber in Grenzen.

Als Erinnerung durften alle Teilnehmer nach der Zielankunft ein Stirnband und viele schöne Bilder aus dem Alpenvorland mit nach Hause nehmen. Einen großen Pokal gab es zudem für das Team, das die meisten Kilometer gesammelt hat. Hier hatte das „Radteam One Hirschvogel und Friends“ mit 10 335 Kilometern klar die Nase vorn. Vor dem Post SV Weilheim und dem Team „BikeIt“ aus Starnberg, die auf 2590 bzw. 2325 Kilometer kamen.

Roland Halmel

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mitten in Peiting: Plötzlich war eine Schildkröte im Teich
Nur zwei auf zwei Meter ist der kleine Gartenteich des Peitinger Ehepaars Kehrer groß, doch seit einigen Wochen fühlt sich dort eine Schildkröte pudelwohl. Nur: Sie …
Mitten in Peiting: Plötzlich war eine Schildkröte im Teich
Burggener Bürgermeister zeigt Verdienstmedaillenträger an
In Burggen lässt es sich gut leben. Die Leute kennen sich, man versteht sich – doch diese Idylle ist getrübt: Zwischen Bürgermeister Joseph Schuster und Bruno Faller, …
Burggener Bürgermeister zeigt Verdienstmedaillenträger an
Schongauer CSU will Expressbus nach Augsburg
Die Schongauer CSU will beim geplanten Neubaugebiet Schongau-Nord am Ball bleiben und fordert von der Stadt einen Projektbeauftragten, der sich des Themas besonders …
Schongauer CSU will Expressbus nach Augsburg
Schreiben ist für Simon Schmitt ein schöner Ausgleich
Als Schwabniederhofener Entertainer  Nr. 1 wurde  Simon Schmitt  schon betitelt. Mit einem Programm „Schmitt happens“ und seinen aberwitzigen Geschichten hat er die …
Schreiben ist für Simon Schmitt ein schöner Ausgleich

Kommentare