Freuen sich über das Erscheinen des neuen Pixi-Bilderbüchleins „Schatzsuche zwischen Weihnachtsbäumen“: Autor Peter Geiß (2.v.l.) mit Sohn Stefan (ganz links) sowie Mitarbeiter von örtlichen Kindergärten und die Bürgermeister von Peiting und Hohenpeißenberg, Peter Ostenrieder (4.v.r.) und Thomas Dorsch (2.v.r.).
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Freuen sich über das Erscheinen des neuen Pixi-Bilderbüchleins „Schatzsuche zwischen Weihnachtsbäumen“: Autor Peter Geiß (2.v.l.) mit Sohn Stefan (ganz links) sowie Mitarbeiter von örtlichen Kindergärten und die Bürgermeister von Peiting und Hohenpeißenberg, Peter Ostenrieder (4.v.r.) und Thomas Dorsch (2.v.r.). Foto: sala

„Tannen Geiß“-Chef diesmal als Autor

„Pixi“-Buch zu Weihnachtsbaum aus regionaler Zucht

  • vonRafael Sala
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Die Mühe, für den idealen Weihnachtsbaum aus regionaler Zucht zu werben, hat sich gelohnt: Peter Geiß aus Peiting-Hohenbrand hat es geschafft, den berühmten Carlsen-Verlag für sein Projekt zu gewinnen. Das Ergebnis: ein neuer „Pixi“-Band der Kult-Bilderbuch-Serie.

Hohenbrand – Der Erfolg kam völlig unerwartet – im März dieses Jahres, kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie und des anschließenden Lockdowns. Zudem war es ein Freitag, der 13. Gefährliches Virus, Stillstand des öffentlichen Lebens, schicksalsträchtiges Datum: alles keine vielversprechenden Zeichen.

Doch Peter Geiß, Inhaber von „Tannen Geiß“ in Peiting-Hohenbrand, brachten sie offenkundig Glück. An diesem Tag war er beruflich in Norddeutschland unterwegs und hatte immer noch keinen Kooperationspartner für das von ihm geplante Bilderbuch „Schatzsuche zwischen Weihnachtsbäumen“ gefunden.

Nach halbem Jahr das Ergebnis in der Hand

Er fuhr nach Hamburg zum prominenten Kinderbuchverlag „Carlsen“ – und stieß dort mit seinem Anliegen gleich auf offene Ohren: „Meine Schilderungen scheinen überzeugt zu haben“, freut sich Geiß, der auch Vorsitzender der „Interessensgemeinschaft der Jungweihnachtsbaumanbauer“ (IGW), im Rückblick.

Ein gutes halbes Jahr später konnte er jetzt das Ergebnis der halbjährigen Arbeit präsentieren: ein 24-seitiges Pixi-Bilderbuch aus der gleichnamigen Kultserie eben dieses Verlags. Ein Ereignis mit Magnetwirkung: Zahlreiche Besucher strömten kürzlich auf das Areal von Tannen Geiß, um sich eines der beliebten Heftchen, das mit einer Auflage von rund 38 000 Stück gedruckt wurde, zu sichern.

Obendrein schenkte der Hausherr allen Kindergärten der beiden Gemeinden Peiting und Hohenpeißenberg, die einen entsprechenden Wunsch angemeldet hatten, einen Weihnachtsbaum.

Auch pädagogische Absichten

Selbst die Lokalprominenz ließ es sich trotz Corona und kalten Temperaturen nicht nehmen, auf dem Gelände vorbeizuschauen: Glückwünsche überreichten die Bürgermeister von Peiting und Hohenpeißenberg, Peter Ostenrieder und Thomas Dorsch (beide CSU). Doch als reine Weihnachtsgaudi zum Vergnügen der kleinen Leserschaft, die nun an der Lektüre des Büchleins ihre Freude haben, war die Aktion nicht geplant.

Geiß verfolgt mit der Herausgabe des Heftes auch pädagogische Absichten: Er will zeigen, was ein Naturbaum ist, der mit viel Liebe und Fachwissen gezüchtet wurde, und was ihn von einem herkömmlichen Allerweltexemplar unterscheidet.

Die Form des Baumes, Ast-Stabilität, Nadelfestigkeit: Nicht alle Baumsorten, unter denen an Heiligabend die Geschenke liegen, erfüllen die anspruchsvollen Kriterien einer guten Zucht. Die hat vor allem ökologische und nachhaltige Aspekte im Blick und setzt ganz auf Regionalität. „Wir wollen über unsere Arbeit informieren“, erklärt Geiß die Idee zum neuen Pixi-Buch.

Standzeit bis zu 13 Jahre

Denn viele Leute denken, dass die Anbauer von Weihnachtsbäumen im Dezember einfach in den Wald gehen und daraus wahllos Bäume holen. „So einfach ist das nicht“, klärt der Baumexperte auf. „Vielmehr werden alljährlich Setzlinge gepflanzt und sorgsam gepflegt.“ Denn nach drei Jahren misst ein Weihnachtsbaum gerade einmal rund 25 Zentimeter.

Erst am Ende der Standzeit von bis zu 13 Jahren weiß der Waldbauer, ob sich der Aufwand gelohnt hat. Hinzu kommen die ständigen Gefahren durch Trockenperioden oder anhaltenden Frost, die einen beträchtlichen Schaden in der Pflanzkultur anrichten können. „Eben genau das zu vermitteln, ist uns wichtig“, führt Geiß aus. „Mit dem Pixi-Buch wenden wir uns an den Kunden von morgen.“

Seit 1954 mehr als 480 Millionen Büchlein

All’ das veranschaulicht das Buch anhand einer ebenso spannend wie unterhaltsam erzählten Geschichte, in der der Lausbub Felix und seine besonnene ältere Schwester die Hauptrollen spielen. Dass ein schön gewachsener Lichterbaum das Ergebnis ständiger Pflege über etliche Jahre hinweg ist – genau das ist die Information, die die beiden Kinder bei ihrer Suche vermitteln.

Übrigens: Pixis „Lach- und Sachgeschichten“ sind älter als die „Sendung mit der Maus“. Seit 1954 wurden nach Angaben des Carlsen-Verlags, der auch die deutschsprachigen Harry-Potter-Bände herausgegeben hat, mehr als 480 Millionen Büchlein zu unzähligen Themen verkauft. Der Preis blieb mit einst 50 Pfennigen und heute 99 Cent so klein wie das Format von zehn mal zehn Zentimetern.

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