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Dramatische Entwicklungen: (v.l.) Gabi und Wolfgang Schäller als Senta und Bertl Geißhofer, Herbert Zimmert als Nepomuk Stutz, Georg Multerer als Deifi Sparifankerl und Hermann Brennauer als Ferdi Graf von Falkenklamm.

Premiere von „Deifi Sparifankerl“

Höllisches Vergnügen im Sündenpfuhl

Filmreife Küsse, erotische Anspielungen und teuflische Verwicklungen: Mit dem Stück „Deifi Sparifankerl“ bereiteten die Peitinger Theat’rar dem Publikum bei der gelungenen Premiere in der voll besetzten Schloßberghalle ein wahrhaft höllisches Vergnügen.

Peiting – Wenn der Teufel seine Finger im Spiel hat, läuft nichts mehr, wie es soll. Diese Erfahrung müssen Senta Geißhofer und ihr Bruder Bertl machen, die auf einem Geißen-Bauernhof ein ärmliches Leben fristen. Ein geheimnisvoller Fremder taucht bei ihnen auf und mietet sich im Hof ein. Was sie nicht wissen: Es ist der Teufel persönlich, der im Auftrag seiner Großmutter den Bertl zu einer Untat anstiften soll. Der Break-Even-Point im diabolischen Jahresbericht ist nämlich noch nicht erreicht. Mit der Aussicht, dem Höllenfraß zu entkommen und bayerische Küche genießen zu können, kommt die Aufgabe dem Deifi Sparifankerl grade recht. Nur vor Spiegeln und Schnaps muss er sich in Acht nehmen. Die zeigen nämlich sein wahres Gesicht und lassen die teuflischen Kräfte schwinden.

Was er nicht weiß: Die Höllen-Oma hat ihn in einen wahren Sündenpfuhl geschickt. Zwischen Spitzbuben, Heimlichtuern und tolldreisten Weibern sollte die Erfüllung des Auftrags eigentlich ein Kinderspiel sein. Oder etwa nicht?

Die Ungerin hat’s schriftlich: In ihrem Kopf stimmt was nicht. Annemarie Fürst als Ungerin, Alexandra Stiglmeier als Blechhoferin und Frida Schmid als Goldtalerin (v.l.).

Mit viel Spielfreude, einer wirklich ansprechenden Kulisse und gut sorgsam gewählten Kostümen brachten die Theat’rar des Trachtenvereins Alpenrose unter der Leitung von Gabi Schäller und Alexandra Stiglmeier das unterhaltsame Stück aus der Feder von Ralph Wallner auf die Bühne und ernteten immer wieder Lachsalven aus dem Publikum. Allen voran Georg Multerer in der Titelrolle als leicht trotteliger Teufel. Gabi Schäller als resolute Ziegenbäuerin und Wolfgang Schäller als ihr Bruder Bertl beeindruckten ebenfalls in ihren Rollen.

Eine wahre Schau war Frieda Schmid als Goldtalerin auf erotischen Abwegen. Mit rollenden Augen und drolligen Grimassen verkörperte sie ihre Rolle überzeugend. Ebenso wie Annemarie Fürst als hinterfotzige Ungerin, die sich hinter der Maske beginnender Demenz versteckt. Hermann Brennauer gab den schnittigen Ferdi Graf von Falkenklamm in Knickerbockern und karierten Strümpfen absolut lebensecht.

Und Alexandra Stiglmeier überzeugte als weder dem Alkohol noch Männern abgeneigte Blechhoferin. Keiner Spitzbüberei abgeneigt war dagegen Herbert Zimmert als Bertl’s Spezl Nepomuk Stutz. Michaela Brey gab die Teuflisch Großmutter im Schattenspiel.

Zum Gelingen des Stücks trugen aber nicht nur die Darsteller bei, sondern auch die aufwändige Kulisse mit Spezialeffekten von Manfred Stiglmeier und Klaus Simbeck, sowie die Maske, für die Silvia Herb und Sabrina Negele verantwortlich zeichneten. Auch „Eisagerin“ Franziska Huber hatte einiges zu tun, denn bei der Premiere schlug einige Male der Textfehler-Teufel zu, was dem Spaß allerdings keinen Abbruch tat.

Weitere Spieltermine sind:

Samstag, 7. April, und Samstag, 14. April, jeweils um 20 Uhr. Sowie am Sonntag, 8. April, um 16 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Theaterbeginn. Karten für die Vorstellungen gibt es in der Tourist Information in Peiting, Hauptplatz 4, unter der Telefonnummer 08861/ 59961.

Von Ursula Fröhlich

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