So sieht die Planung für den Radweg zwischen dem Hauptort Birkland und dem Sägewerk aus, die voraussichtlich spätestens 2023 umgesetzt werden soll.
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So sieht die Planung für den Radweg zwischen dem Hauptort Birkland und dem Sägewerk aus, die voraussichtlich spätestens 2023 umgesetzt werden soll.

Baubeginn 2022?

Birkland: Grünes Licht für lang ersehnten Radweg - gefährliche Kurve wird entschärft

  • Christoph Peters
    VonChristoph Peters
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Gute Nachrichten für alle Birkländer: Der lang ersehnte Radweg entlang der Staatsstraße zwischen Sägewerk und dem eigentlichen Ort ist endgültig in trockenen Tüchern. Auch Autofahrer profitieren, denn mit dem Bau der neuen Verbindung wird eine Gefahrenstelle auf der Strecke entschärft.

Birkland – Einen regelerechten Marathon hat Ende vergangener Woche Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder mit Alois Stapf und Andreas Lenker vom Staatlichen Bauamt Weilheim absolviert. Von Donnerstagfrüh bis zum späten Freitagnachmittag waren die Vertreter von Gemeinde und Behörde in Birkland in gemeinsamer Mission unterwegs. Ihr Ziel: die Bauvereinbarungen mit den Grundstückseigentümern zu schließen, deren Grund für den Bau des seit vielen Jahren gewünschten Radwegs entlang der Staatsstraße benötigt wird.

Lange verhandeln mussten Ostenrieder und seine Begleiter nicht mehr. Bereits Anfang August hatte der Bürgermeister von erfolgreichen Vorgesprächen berichtet, in deren Zuge die Modalitäten bereits abgestimmt worden waren. Diese betrafen beispielsweise die Beseitigung von Sträuchern und Bäumen, Ersatzpflanzungen und die Wiederherstellung von Einfahrten nach den Bauarbeiten.

Bürgermeister spricht von „Meilenstein“

Mit den nun gesammelten Unterschriften steht einem Bau des Radwegs nichts mehr im Wege. „Das ist ein echter Meilenstein“, freut sich der Rathauschef, der nun auch die Planung im Detail vorstellen kann.

Die 1175 Meter lange Verbindung beginnt in Birkland bei der Hausnummer 13, wo bislang der Gehweg aufhörte, und endet am Forstweg Richtung Herzogsägmühle. Innerörtlich bis zum Ortsschild wird der 2,5 Meter breite Radweg direkt am Fahrbahnrand anschließen, abgetrennt mit einem zwölf Zentimeter hohen Hochbord-Randstein und einem gepflasterten Abstandsstreifen. Außerorts trennt Radweg und Straße ein ca. 1,75 Meter breiter Bankett-Streifen, der zur Entwässerung dient.

Deutlich enger zu geht es dagegen im Bereich der Anhöhe. Wegen des Stadels gegenüber des Anwesens mit der Hausnummer zwölf, der fast direkt an die Straße reicht, sei dort nur ein 1,80 bis zwei Meter breiter Radweg möglich, sagt Ostenrieder. Es sei jedoch die einzige Engstelle. Überall sonst könne man die angestrebte Breite von 2,50 Metern, bei der zwei Fahrräder mit Anhänger problemlos aneinander vorbeipassen, einhalten.

Gefährliche Kurve wird entschärft

Das gilt auch für die scharfe Kurve auf der Anhöhe, wo der Radweg mit etwas Abstand unterhalb des Straßenniveaus weitergeführt wird. Weil der unübersichtliche Straßenverlauf in dem Bereich in der Vergangenheit schon zu Unfällen und brenzligen Situationen führte, soll die Gefahrenstelle im Zuge der Bauarbeiten gleich mit entschärft werden. So wird die Kurve laut Bürgermeister um zwei Meter aufgeweitet und verbreitert, gleichzeitig erhält die Straße eine Leitplanke, um den unterhalb verlaufenden Radweg zu sichern.

Auch im Bereich des Sägewerks ändert sich der Straßenverlauf leicht. Dort rückt die Fahrbahn um 60 Zentimeter Richtung Osten, wodurch man vor dem gegenüberliegenden Wohnhaus ohne Grunderwerb auskomme, so Ostenrieder.

Bleibt noch die Frage nach dem Zeitplan. Anfang August hatte sich Ostenrieder noch zuversichtlich gezeigt, dass bereits im nächsten Jahr die Bagger rollen könnten. „Realistisch ist momentan eher 2023“, teilt er nun nach Gesprächen mit dem Staatlichen Bauamt mit, dessen Finanzmittel für 2022 wegen zahlreicher Unwetterschäden bereits verplant seien. Die Behörde stemmt bekanntlich das Projekt aus eigener Tasche, da durch die neue Verbindung laut Ostenrieder die Lücke zwischen dem Radwegenetz Richtung Wessobrunn/Apfeldorf und dem Wegenetz Richtung Schongau/Peiting geschlossen wird.

Eine kleine Hoffnung auf einen früheren Beginn bleibt aber: Sollte es ein zusätzliches Förderprogramm für Radwege geben, könnte es mit dem Start der Arbeiten doch noch kurzfristig klappen, sagt Ostenrieder. „Da heißt es jetzt Daumendrücken.“

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