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Prozentual die meisten Raser erwischten die Kontrolleure im vergangenen Jahr in Kurzenried sowie der Angermoosstraße und der Kapellenstraße in Peiting. 

Jahresstatistik

Raserquote in Peiting sinkt erneut

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Regelmäßig lässt die Marktgemeinde Peiting durch den Zweckverband Kommunale Dienstleistungen Oberland (KDO) Geschwindigkeitskontrollen im Ort durchführen. Wo Autofahrer 2018 besonders oft zu schnell gefahren sind, zeigt der Blick auf die Jahresstatistik.

Peiting– 29 Mal bauten die Mitarbeiter des KDO im vergangenen Jahr ihre Messgeräte an ausgewählten Standorten im Peitinger Gemeindegebiet auf – drei Mal weniger als noch 2017. Dennoch stieg die Zahl der kontrollierten Fahrzeuge deutlich von 14388 auf 16066. Bei den Kontrollstellen gab es dagegen keine Veränderungen. Alle sieben Straßen, an denen geblitzt wurde, waren schon im Vorjahr auf der Liste gestanden, die die Gemeinde jedes Jahr in Abstimmung mit Zweckverband und Polizei festlegt.

Die gute Nachricht vorweg: Trotz deutlich mehr überprüfter Autos als im Vorjahr stieg die Zahl der geschwindigkeitsverstöße nur leicht von 741 auf 771. Die Beanstandungsquote sank von 7,9 auf 6,9 Prozent. Damit setzte sich der positive Trend fort. Zum Vergleich: 2016 war noch mehr als jedes zehnte kontrollierte Auto zu schnell gefahren.

Die Situation in der Kapellenstraße hat sich verbessert

Verbessert hat sich 2018 auch die Situation in der Kapellenstraße. Bei sechs Kontrollen wurden 582 Fahrzeuge überprüft, 74 Verkehrsteilnehmer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Die Quote sank von 15,1 auf 13,8 Prozent. Allerdings verteidigte die Kapellenstraße trotz des Rückgangs ihren unrühmlichen Spitzenplatz der vergangenen Jahre. „Leider wird dort nach wie vor zu schnell gefahren“, sagt Julian Weninger, der sich bei der Gemeinde um die Verkehrsüberwachung kümmert.

Wie die Kapellenstraße dürfte auch der Ortsteil Kurzenried heuer wieder unter besonderer Beobachtung stehen. Obwohl bei sechs Messungen mit 2969 deutlich weniger Fahrzeuge als im Vorjahr (4140) kontrolliert wurden, stieg die Zahl der Verstöße deutlich an. So fuhren 256 Fahrer schneller als die erlaubten 50 km/h, was nahezu einer Verdopplung der Quote auf neun Prozent entspricht. Mehr Temposünder registrierte man an keiner anderen Messstelle.

Auf Platz zwei folgt in dieser Statistik die Münchener Straße, wo 2018 an vier Kontrollterminen 202 Raser erwischt wurden. Weil allerdings mit 4192 die zweitmeisten Fahrzeuge überprüft wurden, sank die Quote von 6,9 auf 4,9 Prozent.

Bergwerkstraße als zweites Sorgenkind der Gemeinde

Deutlich verbessert hat sich auch die Situation in der Bergwerkstraße, dem zweiten Sorgenkind der Gemeinde. Dort hatte sich 2017 noch jeder zehnte kontrollierte Autofahrer nicht an das Tempolimit von 30 km/h gehalten, weshalb im vergangenen Jahr drei statt zwei Messungen durchgeführt wurden. Nur 27 von 602 überprüften Fahrzeuge fuhren zu schnell, was einem Rückgang um sechs auf 4,6 Prozent entspricht.

Noch darunter lagen im vergangenen Jahr mit 3,2 beziehungsweise 2,1 Prozent die Beanstandungsquoten für die Füssener und die Ammergauer Straße. Bei ersterer hatte der Zweckverband dabei fast drei mal mehr Fahrzeuge kontrolliert als noch im Jahr zuvor.

Temporekord in Kurzenried

Ein Autofahrer hatte es im vergangenen Jahr in Kurzenried besonders eilig. Er war zwischen 41 und 50 km/h schneller als erlaubt unterwegs – unrühmlicher Bestwert. Auch in der Münchener und Füssener Straße erwischten die Kontrolleure zwei besonders rasante Autofahrer, deren Tacho zwischen 31 und 40 km/h mehr als erlaubt anzeigte. Allerdings: Über 70 Prozent der Geschwindigkeitsverstöße bewegten sich zwischen sechs und zehn Stundenkilometern.

Zusätzlich zum fließenden Verkehr ließ die Gemeinde 2018 auch Strafzettel an Falschparker verteilen. 192 Stunden waren die Kontrolleure dafür im Ort unterwegs. Finanziell war die Überwachung laut Weninger allerdings im vergangenen Jahr ein Zuschussgeschäft für den Markt. Die Kosten überstiegen die Einnahmen aus den Bußgeldern um rund 2500 Euro.

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