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Sympathisch und talentiert: Die Mitglieder von „Rigoros“ (v.l.) Leo Brennauer, Michael Wühr (Gast-Musiker), Theresa Schauer, Matthias Waldner und Valentin Kirchbichler haben Rhythmus im Blut.

Aktuelles Interview mit "Rigoros“

"Unser Motto ist: Koan Stress!"

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Peiting - Sie sind die dicksten Freunde und haben eine gemeinsame Leidenschaft: Die Musik. Genauer gesagt haben die vier Peitinger sich dem Heimatsound verschrieben. Ihr Bandname ist einer Bierlaune entsprungen.  "Rigoros" bringen nun ihre erste CD  "A Liter Ration" heraus. Wir haben mit den Gruppen-Mitgliedern Leo Brennauer und Matthias Waldner gesprochen: 

"Rigoros“ – das sind Leo Brennauer (21, Klavier), Valentin Kirchbichler (18, Bass und Gesang), Matthias Waldner (20, Schlagzeug) und Theresa Schauer (19, Gitarre und Gesang). Am Freitag, 27. Mai, bringt die junge Gruppe ihr erstes Album mit dem Titel „A Liter Ration“ heraus. Gefeiert wird das mit einer großen Party in der Peitinger Zechenschenke um 20 Uhr.

Vor einem Jahr habt Ihr Euch selbst als „frisch geschlüpfte“ Band bezeichnet. Fühlt Ihr Euch mittlerweile schon erwachsener?

Leo: Nein, wir machen immer noch ganz lokale Musik. Also ich fühle mich noch nicht so, als ob wir bekannt wären. Aber es ist schon krass, dass wir jetzt unsere erste CD herausbringen. So kommt man aus dem lokalen Ding raus. Zum Beispiel will die Band „LaBrassBanda“ ein Demo von uns haben.

Matthias: Wir sind schon sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr, aber wir wollen noch mehr. (lacht)

Was hab Ihr denn für Ziele?

Leo: Wir haben tausende Euro und Stunden in "Rigoros" investiert und wollen auf jeden Fall irgendwann mal unser Geld mit der Musik verdienen. Das heißt auf größeren Festivals spielen, eine eigene Tour starten. Momentan sind wir gespannt, ob unsere Bewerbung für das Heimatsound-Festival in Oberammergau Ende Juli durchgeht.

Stichwort Heimatsound: Was ist das für Euch?

Leo: Es gibt so viele Bands, die Lieder covern. Das wollten wir nicht, sondern lieber unser eigenes Ding machen. Das heißt Musikrichtungen aus verschiedenen Kulturen nehmen und unsere Instrumente und Texte drauflegen.

Matthias: Außerdem wäre es gestellt, in einer anderen Sprache zu singen.

Wer ist denn fürs Songwriting zuständig?

Matthias: Meistens Leo, aber auch Theresa hat schon drei Stücke geschrieben. In der Bandprobe entwickeln wir die Lieder dann gemeinsam.

Wie lang dauert das denn?

Leo: Unterschiedlich. Ich hab’ oft das Gefühl, dass es davon abhängt, wie die Leute an dem Tag so drauf sind. Die CD aufgenommen haben wir übrigens bei Sebastian Keller, Tontechniker und sozusagen der Papa der Band. Er hat sein Studio in Altenstadt und uns sehr geholfen, unsere Richtung zu finden.

Euer Motto ist „Koan Stress“. So heißt auch eines der Lieder....

Matthias (grinst): ... ja genau. Dafür haben wir gerade auch unser zweites Video aufgenommen. Es spielt am Doldensee, an dem wir in den Pausen immer gebadet haben, während die CD aufgenommen wurde. Es sind auch 2000 Koan-Stress-Sticker mit dem Spruch im Umlauf, die überall kleben, in Schulen, auf Handys. Da regen sich einige Leute drüber auf. Tja Leute, es werden gerade weitere 5000 Stück gedruckt... (beide grinsen spitzbübisch)

Ihr behandelt ja auch triviale Themen... So auch im Lied „Wollsockn“. Warum sind die so wichtig?

Leo: Ich bin so dagehockt, hab’ an einem Lied gebastelt. Und ich hab’ einfach immer kalte Füße. Da dachte ich mir: Scheiße, jetzt bräucht’ ich Wollsocken. So kam das.

Das heißt Eure Texte speisen sich aus dem Alltag?

Leo: So ist es. Die Songs entstehen auch oft durch Aussagen. Der Matthias hat einmal nach einem langen Abend im alten M32 geschrieen: „Mir is des so wurscht wie glei nomal was!“, weil es geregnet hat. Und daraus wurde dann der Song „Wurscht“.

In „Wod Sepp“ prangert Ihr an, man immer am Handy hängt. Auf Facebook habt Ihr aber selbst rund 660 Fans. So ganz ohne soziale Netzwerke geht’s auch nicht, oder?

Matthias (lacht): Nein! Wir sind keine großen Gesellschaftskritiker! Wenn wir sowas schreiben, dann wollen wir, dass die Leute einfach mal darüber nachdenken.

Leo: Es gibt ja auch immer einen Unterschied zwischen Totale und reduzieren...

Und auf was dürfen sich die Fans bei der Release-Party freuen?

Leo: Wir spielen natürlich. Aber vor allem wollen wir mit den Fans feiern. Gemeinsam mit der „BressBäänd“. Wir hoffen, dass viele Leute kommen. Auf jeden Fall werden 14 syrische Aslybewerber da sein, die haben wir schon persönlich eingeladen.

Also verbindet Heimatsound Kulturen?

Leo und Matthias lachen: Auf jeden Fall. Die Party wird auf jeden Fall eine Gaudi.

Legt Ihr Euch nach der CD erstmal auf die faule Haut?

Leo: Nein, gar nicht! Es gibt schon acht neue Songs, die zweite Scheibe ist also in den Startlöchern. Aber jetzt sind wir erstmal aufgeregt, wie die Party am Freitag läuft!

Die CD "A Liter Ration“

kostet 14,99 Euro und ist ab Freitag bei Blumen Leinauer, Bäckerei Sesar und der Buchhandlung am Bach in Peiting zu haben. Auch bei itunes und Amazon wird sie zu kaufen sein. Weitere Infos unter www.rigoros-musik.de.

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