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Dreimal soviel Wasser wurde heuer im Peitinger Wellenfreibad wegen eines Rohrschadens verbraucht. Trotzdem steht das Bad finanziell gut da.

Wellenfreibad Peiting zieht Bilanz

Rohrschaden: Freibad-Saison endet früher

  • Sabine Krolitzki
    vonSabine Krolitzki
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Peiting - Der Super-Sommer nimmt nochmal richtig Fahrt auf. Das Peitinger Wellenbad muss aber schon am kommenden Dienstag schließen. Grund sind dringende Reparaturarbeiten. Trotzdem kann Badreferent Alfred Jocher jetzt schon verkünden: „Es war der zweitbeste Sommer in 20 Jahren.“

Der Wetterbericht schaut gut aus, die Sommerferien dauern auch noch zwei Wochen – Zeit zum Baden gehen. Doch ab 1. September stehen Schwimmer beim Peitinger Wellenfreibad vor verschlossenen Türen. „Es müssen dringende Reparaturen gemacht werden“, so Badreferent Alfred Jocher auf Nachfrage. Doch was gibt es, um dem Badespaß schon jetzt ein jähes Ende zu bereiten? Der Hagelschaden im Dach (wir berichteten)? „Nein. Ein Wasserrohrschaden zwingt uns dazu“, so Jocher.

Bereits zu Saisonbeginn wurde festgestellt, dass das Freibad mehr Frischwasser benötigt, als je zuvor. Es handelt sich um die dreifache Menge. Im Mai und Juni hat es laut dem Badreferenten eine Kamerabefahrung im Schwimmbeckenbereich gegeben. „Es wurde aber nichts gefunden.“ Jetzt stehen noch weitere Prüfungen der Leitungen an. Die sind bereits über 40 Jahre alt und liegen zwischen vier und fünf Meter tief im Erdreich. Schnell mal nachschauen ist also nicht drin. „Wir müssen aufbaggern und alles genau untersuchen“, so Jocher. Dennoch sei er froh, dass man die Saison so gut über die Bühne gebracht habe. „Mit Gewalt wollen wir sie aber jetzt nicht ausdehnen, sondern lieber angreifen, bevor alles schlimmer wird.“

Trotz des hohen Wasserverbrauchs konnte sich das Wellenfreibad nämlich über richtig gute Zahlen freuen. Nach dem nasskalten Sommer im vergangenen Jahr können heuer rund 73 000 Euro an Einnahme verbucht werden. Nur vor rund zwölf Jahren waren die Zahlen schon mal höher, etwa 85 000 Euro Einnahmen wurden damals gezählt. Der Haushaltsansatz liegt übrigens bei 60 000 Euro. „Also konnten wir ihn um 13 000 Euro übertreffen“, freut sich Alfred Jocher.

Passend zu 40 Jahre Wellenfreibad Peiting also fast ein Rekordjahr. Dementsprechend viel war 2015 auch geboten. Nicht nur, dass wetterbedingt alle Badenächte stattfinden konnten, auch soziale Ereignisse wurden im Freibad abgehalten. So stellte sich unter anderem die Krankenhaus GmbH bei einem Gesundheitstag vor und Asylbewerber luden die Bürger zum Fest der Kulturen.

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„Aber wir hatten auch mehr Ausgaben“, so Jocher. Mal abgesehen von dem großen Wasserverbrauch mussten auch die Überstunden des Personals bezahlt werden – „weil wir abends häufiger länger auf hatten“. Alles in allem ist Badreferent Jocher trotz der verkürzten Saison guter Dinge: „Hoffentlich gelingen die Reparaturarbeiten nun möglichst reibungslos. Schließlich wollen wir unseren Gästen auch im kommenden Jahr wieder Badespaß bieten.“

Zur letzten Badenacht in dieser Saison wird am Freitag, 28. August, geladen. Geöffnet ist das Wellenfreibad bis circa 22 Uhr.

Sabine Krolitzki

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