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Warum quiekt das Kinderl so komisch? Von links Markus Brennauer als Hansi, Iris Rohrmoser als Zwetschgerl, Susi Bock als Lilo und Alexandra Stiglmeier als Wirtin Theres. 

Schauspieler des Trachtenvereins Alpenrose in Aktion

Urkomische Szenen und tolles Bühnenbild bei den Peitinger Theaterern

Mit der mörderischen Schmugglergeschichte „Kaffee, Mord & Böfflamott“ haben die Theaterspieler des Peitinger Trachtenvereins Alpenrose unter der Regie von Gabi Schäller in der Schloßberghalle ein verjüngtes Ensemble präsentiert. Das Premieren-Publikum im ausverkauften Haus hat sich dabei königlich amüsiert.

Peiting – Der Bene wohnt noch bei seiner Mama, ist Chef einer Schmugglerbande und hat ein G’spusi, das ihm bezüglich Gewitztheit noch etwas vormachen kann. Die mörderische Komödie „Kaffee, Mord und Böfflamott“ hat alle Zutaten, um den Abend zu einem vergnüglichen Erlebnis zu machen: Drei etwas unbeholfene Schmuggler (Wolfgang Schäller, Markus Brennauer und Thomas Schilcher) eine g’schlamperte Wirtin (Alexandra Stiglmeier), resolute Weiber, die die Waffen der Frauen perfekt beherrschen (Iris Rohrmoser und Susi Bock), einen fiesen Gauner (Thomas Miller), eine schusselige Näherin (Romana Schilcher) und einen Dorfpolizisten (Gerhard Schäller) der so zungenbrecherisch stottert, dass selbst die Darsteller sich das Lachen manchmal nicht verkneifen konnten.

Gleich zu Beginn wurde es hochdramatisch: Ein Mord im Schattenspiel sorgte dafür, dass mancher im Zuschauerraum die Luft anhielt. Danach konnte sich die Spannung allerdings in Lachsalven entladen. Etwa, wenn der Schmuggler Hansi seinem Hang zur Wildwest-Romantik freien Lauf ließ und von „Satteltaschen voller Dollars und Weibern, die auf dem Table dancen“ träumte. Klar, dass er sein Lasso immer dabeihatte.

Alexandra Stiglmeier, eins der wenigen altbekannten Gesichter bei den Mitwirkenden, hatte eine Paraderolle als Wirtin Theres, die es mit der Hygiene nicht so genau nahm und ihr berühmtes Böfflamott schon mal mit Hund oder Eichkatzel würzt. Egal, der Dorfpolizist Simmerl kam trotzdem gerne zu einem „Sonderkommando“ vorbei, um seiner Frau und deren Cousinen zu entfliehen.

Die Schmugglerbande hatte derweil ganz andere Sorgen: Ihr Geschäftspartner, der die Schmuggelware auf dem Schwarzmarkt in München vertrieb, ist verschwunden. Da kommt der neue Gast August Stolze aus Aachen wie gerufen. Und was hat es mit der temperamentvollen Lilo aus München auf sich, die plötzlich anreist? Sie sucht nach einem mysteriösen blauen Bücherl.

Fragen über Fragen, die den Bene vom Poussieren mit seinem G’spusi Zwetschgerl abhielten, aber sich im Laufe des Stückes in Wohlgefallen auflösten – und für manche urkomische Szenen sorgten. Mit viel Engagement und unbändiger Spielfreude brachten die Trachtler-Theaterer, von denen gleich mehrere ihr Bühnendebüt feierten, das Stück auf die Bühne.

Eine Glanzleistung hatte auch Klaus Simbeck vollbracht, der für Bühne und Technik verantwortlich zeichnete und sich mit dem aufwändigen Bühnenbild selbst übertroffen hat. Für vortreffliche Unterhaltungsmusik in den Pausen sorgte eine Formation der Knappschafts- und Trachtenkapelle Peiting unter der bewährten Leitung von Martin Wiblishauser.

Weitere Aufführungen des Stücks sind am Samstag, 27. April, um 19.30 Uhr, am Sonntag, 28. April, um 16 Uhr und am Dienstag, 30. April, um 19.30 Uhr. Restkarten sind in der Touristinformation (08861/59961) erhältlich.

Ursula Fröhlich

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