Johannes, Pius, Matthias, Katharina und Bärbel haben ihre Freude an dem „Kirchwiesen-Schneemann“ in Peiting, der jetzt zum Treffpunkt der Kinder geworden ist.
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Johannes, Pius, Matthias, Katharina und Bärbel haben ihre Freude an dem „Kirchwiesen-Schneemann“ in Peiting, der jetzt zum Treffpunkt der Kinder geworden ist.

Übergroße Exemplare in Peiting und Wildsteig-Kreuth – Dicke Muckis und eine Regentonne

Schneemann mal zwei

Na wenn das mal kein Prachtexemplar eines Schneemanns ist: Seit einigen Tagen ist die Skulptur auf den „Kirchwiesen“ in Peiting nicht zu übersehen. „Da muss einer viel Zeit und Spaß gehabt haben“, so der Gedanke eines Spaziergängers, der auch gleich zum Telefonhörer greift, um die Heimatzeitung auf den eiskalten Schönling hinzuweisen.

Peiting - Dass man da neugierig wird, ist verständlich. Also auf in die Kohlenstraße, wo auch der Schöpfer dieser Figur zuhause ist. Man braucht nicht lange herumzufragen, jedes Kind weiß dort, dass Wolfgang Ullrich diesen Hingucker geschaffen hat. Und der erklärt geduldig seinen Schaffensdrang: „In früheren Zeiten haben wir mit der Familie alle möglichen Tierskulpturen mit Schnee geformt“, erklärt Ullrich. Und jetzt hat’s den 65-jährigen ehemaligen Telekom-Ingenieur eben wieder gepackt. „Back to the roots“, könnte man sagen.

Drei Tage lang hat Ullrich je drei Stunden dafür aufgebracht, das Werk zu schaffen. „Unten hat er 2,90 Meter Durchmesser“, so sein erstes Maß, das er verrät. Mit einer „kletternden mitwachsenden Schalung“ wurde dann der Schneeberg nach oben gezogen. Auf genau 3,70 Meter Höhe.

Quasi in Feinarbeit hat Ullrich dann den Körper des Schneemanns von einer Leiter aus herausgeschnitzt. Irgendwie hat sich dann auch noch die innere pensionierte Ingenieursstimme gemeldet. Und die wollte das Gewicht dieses Monstrums wissen. Nicht pi mal Daumen, es sollte schon stimmen. So kam Ullrich zu dem Ergebnis, dass von ihm 6,7 Tonnen Schnee zusammengeschaufelt wurden.

Diesen Schneemann hat Michael Trainer (re.) mit seinen Söhnen Sebastian und Tobias in Wildsteig-Kreuth gebaut.

Ein „weißer Traum“ wäre für Wolfgang Ullrich, wenn sich andere Väter und Former entschließen könnten, weitere Skulpturen auf der Wiese zu schaffen. Platz wäre genug, und nicht nur die Kinder hätten ihre Freude daran.

Ein weiterer Schneemann-Fan ist Michael Trainer (52). Er hatte am vergangenen Wochenende einen tollen Einfall: Mit seinen Söhnen Sebastian (18) und Tobias (16) baute er einen Schneemann. Und der kann sich wirklich sehen lassen: „Mit Hut misst er stolze 3,50 Meter“, sagt Trainer. Der Hut ist wohlgemerkt eine Regentonne: „Alle anderen Eimer waren einfach zu klein, deshalb haben wir die Tonne genommen.“

Diese mussten sie neben der obersten Kugel über einen Biertisch nach oben hieven. „Wäre der Schneemann noch größer geworden, hätten wir ein Gerüst gebraucht“, sagt Trainer lachend.

Neben der beachtlichen Größe fallen die muskelbetonten Arme auf: „Da haben wir jeweils rechts und links ein Stück Holz eingesetzt, damit wir schön die Muckis drauf setzen konnten.“ Ganze drei Stunden lang standen sie in der Kälte, das Bauen habe ihm und seinen Söhnen aber großen Spaß gemacht. Dafür hat Wildsteig-Kreuth jetzt einen neuen Einwohner – zumindest bis zum nächsten Tauwetter.

Hans-Helmut Herold

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