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Der Chef und die Kuh: Die CSU-Kandidaten Harald Schwab (l.), Andreas Lechermann (r.) und Dr. Ute Eiling-Hütig schenkten Ministerpräsident Markus Söder die Patenschaft für Kuh Sofia aus dem Stall von Georg Kirchbichler (3.v.r.) aus Peiting. 

Sofia vom Kirchbichlerhof

Peitinger Paten-Kuh für Ministerpräsident Markus Söder

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Sofia heißt eine ganz besondere Kuh, die im Stall des Peitinger Landwirts Georg Kirchbichler (30) steht. Denn ihr Pate ist seit kurzem niemand geringerer als Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Im Gespräch mit der Heimatzeitung verrät der Biolandwirt, wie es zu der ungewöhnlichen Liaison kam.

Herr Kirchbichler, Kuh und Patenschaft, das müssen Sie erklären.

Georg Kirchbichler: Das ist eigentlich ganz einfach. Die Idee stammt von der Andechser Molkerei Scheitz, die wir beliefern. Dort kann man sich gegen einen gewissen finanziellen Betrag eine Kuh aussuchen, für die man die Patenschaft übernimmt. Dafür bekommt man zweimal im Jahr ein Genusspaket der Molkerei und kann auch den Hof besuchen, auf dem die Kuh steht.

In Söders Fall ist es Ihre Sofia. Aber selbst ausgesucht hat sie sich der Ministerpräsident nicht.

Kirchbichler: Nein, in dem Fall war die Patenschaft ein Geschenk der CSU in Starnberg. Das machen übrigens viele, eine Kuhpatenschaft verschenken. Oft sind es Omas, die ihren Enkeln damit eine Freude machen. Der Hofbesuch wird dann zum großen Familienausflug.

Wie haben Sie erfahren, dass Ihre Kuh mit dem Ministerpräsidenten einen derart prominenten Paten bekommt?

Kirchbichler: Die Molkerei hat mich angerufen und gefragt, ob ich sie nicht vorbeibringen kann. Die Sofia ist für so einen Termin sehr geeignet, die ist da sehr relaxed und lässt sich gut halten.

Für den Ministerpräsidenten war das Geschenk eine Überraschung anlässlich eines Wahlkampfauftritts im Klostergasthof in Andechs. Wie hat er darauf reagiert?

Kirchbichler: Naja, eher verhalten. Es war ihm wohl nicht ganz klar, wie das gemeint war (lacht). Es gab nur kurz ein Foto mit allen Beteiligten, dann stand ich wieder allein da. Da hat sich der Helmut Brunner im vergangenen Jahr mehr gefreut.

Der frühere Landwirtschaftsminister ist ebenfalls einer Ihrer Kuhpaten?

Kirchbichler: Ja, und er war wirklich hin und weg, als er damit bei seinem Besuch der Molkerei überrascht wurde. Bei uns auf dem Hof haben 15 unserer insgesamt 61 Kühe mittlerweile einen Paten.

Aber auf dem Hof bei Ihnen in Peiting vorbeigeschaut hat Brunner noch nicht, oder?

Kirchbichler: Nein, der genießt wohl seinen Minister-Ruhestand.

Glauben Sie, dass Markus Söder demnächst nach seiner Sofia sehen wird?

Kirchbichler: Eher nicht, der hat im Moment, glaub ich, ganz andere Sorgen. Aber freuen würde es mich natürlich.

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