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Ausstellungsleiter Franz Bleichner macht es richtig Spaß, den Buben Oliver Paduch (links) und Thomas Wörnzhofer die Pfaffenwinkler Klosterkerze zu erklären. Im Hintergrund die Krippe von Franz Stefani und ein Musterkoffer mit ausgewählten Kostbarkeiten. 

Sonderschau im Museum im Klösterle in Peiting

Kerze zeigt seelsorgerische Dichte der Region

Peiting - Eine vielbeachtete Rarität der Ausstellung über die Schongauer Wachswarenfabrik ist die einst als Besonderheit des Pfaffenwinkels angefertigte Klosterkerze aus den 70er/80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Sie zeigt die wichtigsten Wappen dieser Gegend aus alter Zeit.

Verwirklicht werden konnte die Idee der Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Siemens AG München, der Schongauer Wachswarenfabrik und dem Fremdenverkehrsverband Pfaffenwinkel. Die Klosterkerze spiegelt die einmalige Dichte der ehemaligen Klöster wider, die seelsorglich und kulturell fast Unmessbares geleistet und weit in den europäischen Raum hineingewirkt haben: Benediktiner in Wessobrunn, Andechs, Ettal und Benediktbeuren; Augustiner Chorherren in Bernried, Diessen, Polling, Rottenbuch und Schlehdorf sowie nicht zuletzt Prämonstratenser in Steingaden.

Mit abgebildet ist ebenso das Weilheimer Stadtwappen, die Wappen des Deutschen Kaisers, von Bayern und Österreich sowie drei Familienwappen aus dem Pfaffenwinkel. Sehenswert auch die Krippe aus den 1960er Jahren, entworfen von dem Künstler Franz Stefani für die Schongauer Wachswarenfabrik. Stefani hat übrigens als Journalist und Redakteur des Bayerischen Rundfunks 1971 auch die Bürgersendung „Jetzt red i“ im Fernsehen konzipiert und realisiert.

Die Ausstellung im Museum Klösterle ist nicht nur ein Publikumsmagnet in der Adventszeit. So bringen Besucher immer wieder künstlerische Schmankerl wie filigrane Wachsstöckerl vorbei, so dass die Sammlung von Woche zu Woche wächst. Besonders beliebt ist die jeweils am Mittwoch von 14 bis 17 Uhr geöffnete Ausstellung im Museum im Klösterle bei den Kindern. Können sie doch den Gang zur Bücherei mit einem Besuch im Museum verbinden.

Gerhard HUeiß

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