Feldweg am Ortsausgang von Peiting
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Entlang des Feldwegs soll der Grünstreifen bepflanzt werden, um die Staubbelastung für die Anwohner des Wohngebiets Sandgruben zu reduzieren. Manch Anlieger nutzt den Bereich bislang als Abstellmöglichkeit.

Marktgemeinderat

Peiting: Anlieger beklagen sich über staubigen Feldweg - jetzt soll ein Grüngürtel Abhilfe schaffen

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Anlieger des Wohngebiets Sandgruben in Peiting beklagen sich über den Staub, der durch landwirtschaftliche Gefährte auf dem vorbeiführenden Feldweg aufgewirbelt wird. Ihr Wunsch: Die Gemeinde solle die Verbindung mit einem staubfreien Belag versehen. Der Antrag wurde nun im Gemeinderat abgewiesen, Abhilfe gibt es dennoch.

Peiting – Der Feldweg, um den sich der Antrag der Anlieger drehte, verläuft östlich des Wohngebiets Sandgruben direkt am Ortsausgang der Gemeinde. Auf der einen Seite erstrecken sich die Häuser, auf der anderen Seite ist freies Feld. Das Problem aus Sicht der Anlieger, die sich an die Gemeinde gewandt hatten: An Schönwettertagen werde durch die landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die den Weg benutzten, derart viel Staub aufgewirbelt, dass dies eine große Belastung darstelle. Von bis zu 30 Fahrten ist die Rede, durch die immer größeren und schnelleren Traktoren und Gespanne nehme das Problem zu. Der Staub sei nicht nur ärgerlich, sondern stelle auch eine Gesundheitsgefahr dar.

Das Problem sei durchaus nachvollziehbar, sagte Bürgermeister Peter Ostenrieder in der Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Dienstag. Allerdings: Dem Wunsch nach einer Asphaltierung des Weges könne man aus Sicht der Verwaltung nicht folgen. Zum einen stehe die Versiegelung von rund 700 Quadratmeter Wegfläche in keinem Verhältnis, zum anderen stelle sich dann die Frage, wo fange man an und wo höre man auf. Schließlich gebe es in Peiting endlose ähnlich gelagerte Fälle, wo man dann weitermachen könne.

Stattdessen schlug der Bürgermeister eine Alternative vor. Besser sei es, den vorhandenen Grünstreifen entlang der Wohngrundstücke mit Stauden zu bepflanzen und so einen dichten Grüngürtel zu schaffen, der die Staubbelastung von den Häusern weghalte.

„Das hätte auch den Vorteil, dass wir gleichzeitig unser Ortsbild begrünen. Das ist eine Win-Win-Situation“.

Im Gemeinderat fand der Kompromissvorschlag viel Anklang. Michael Deibler (CSU) sprach von einer „guten Idee“. Eine Bepflanzung sei nicht nur Sicht- sondern auch Lärmschutz.

Allerdings gab er zu bedenken, dass viele Anwohner selbst den Weg als Ein- und Ausfahrt nutzen würden. Das bestätigte auch Norbert Merk (CSU). Manch einer stelle dort auch sein Auto auf dem Grünstreifen ab, ergänzte Herbert Salzmann (SPD). Tatsächlich werde dieser „kreativ genutzt“, bestätigte der Bürgermeister.

Marion Gillinger (ÖDP) bezweifelte indes, dass wirklich so viele landwirtschaftliche Fahrzeuge am Tag den Feldweg nutzen wie die Anwohner angeführt hatten. „Das kann ich mir nicht vorstellen.“

Wie der Rest des Gremiums hielt auch Landwirt Andreas Barnsteiner (BVP) nichts davon, den Feldweg zu asphaltieren. Es sei aber zu überlegen, ob der Bauhof nicht Fräßmaterial auftragen könne, um den Weg besser zu befestigen. Dies werde man prüfen, versprach Ostenrieder.

Gegen die Bepflanzung gab es ansonsten keine Einwände. Einstimmig votierte der Gemeinderat für den Kompromissvorschlag der Verwaltung.

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