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Die Auftritte der jungen Tänzerinnen nahmen das Publikum mit auf einen tänzerischen Streifzug von Kontinent zu Kontinent.

Tanzschule „Dance & more“

Auf Tanz-Weltreise im imaginären Flugzeug

Zu einer Reise „all around the world“ hatte die Tanzschule „dance & more“ aus Altenstadt ihre Gäste am Freitagabend eingeladen.  Dazu wurde das Bergwerk in Peiting zum imaginären Flugzeug, in farbenprächtigen indischen Saris geleiteten die „Flugbegleiterinnen“ die rund 60 Passagiere zu ihren Sitzplätzen.

Peiting – Diejenigen, die eine Bordmahlzeit gebucht hatten, saßen unten im Saal, die ohne ein Stockwerk höher. Mittels einer Multivisionskarte gleich der in einem Flugzeug, konnten die Gäste entspannt die Flugroute zum jeweils nächsten Ziel verfolgen.

Erster Stopp war Delhi, wo man den Gästen Tänze aus der indischen Region darbot, nach einer Choreographie von Bella Beckert. Von ihr stammte auch die Idee zur diesjährigen Veranstaltung der Tanzschule, arbeitet sie doch hauptberuflich seit 2016 bei Swiss International Airlines als Flight Attendant. Auch gründete sie 2013 die Cheerleadergruppe „Diamond Cheer Team“, das „in Bayern eine eher ungewöhnliche Disziplin ist“, so Beckert.

Während das Flugzeug abhob in Richtung St. Petersburg – wie auch vor den weiteren Zwischenstopps – wurden Speisen und Getränke serviert, zubereitet von Manfred Barnsteiner. Die kamen amüsanterweise als Gruß aus dem Cockpit, wobei das Essen nicht dem der üblichen Economy-Class entsprach, sondern jedem Passagier quasi ein Upgrade gewährte.

In Russland gelandet präsentierten vier ganz junge Tänzerinnen zu Tchaikovskys „Nussknacker“ einen Tanz zur Choreographie von Janet Sartore, die seit Mitte September bei „dance & more“ Ballett unterrichtet. Sartore begann mit sechs Jahren in ihrer Heimatstadt Calgary zu tanzen, studierte Ballett und Modern Dance in Winnipeg, tanzte in Japan, Singapur, China, Taiwan, Mexiko und Cuba – all around the world eben – und seit 2007 am Augsburger Theater.

Weiter ging es nach Nairobi, wo neun junge Tänzerinnen das Publikum in afrikanischen Kostümen erwarteten. Die Choreographie dazu entwarf Radka Jahn. Die gebürtige Tschechin lebt seit neun Jahren in Deutschland und seit Mitte 2016 unterrichtet sie bei „dance & more“ Hip-Hop.

Nach einem Zwischenstopp in Havanna ging es nach Amerika, wo die Moderatorinnen Doris Höfler und Giggi Schweizer-Dacher Sami Höfler als Sängerin ankündigten, die mehrmals an diesem Abend auftrat und wie alle Tänzerinnen großen Applaus erntete. In Los Angeles und New York zeigten die Tänzerinnen ihren Teil des „American way of life“. Gina Beckert, die ein Schuljahr in USA verbrachte und Mitglied eines High-School-Chearleading-Teams war, zeichnete hier für die Choreographie verantwortlich. Und nach einem kurzen Rückflug nach München endete die Reise um die Welt schließlich wieder in Dallas, USA.

Am Samstag rollte das „dance & more“-Flugzeug noch einmal aufs Rollfeld. „Da steckt so viel Arbeit drin, dass wir uns dieses Jahr für zwei Veranstaltungsabende entschieden haben“, so Bella Beckert. Das Konzept orientiere sich an Schubecks Theatro.

Myrjam C. Trunk

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