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Übergabe der brennenden Taufkerze: (v.l.) Militärpfarrer Stefan Bauhofer, Sandy und Maximilian Bartels mit Leopold sowie die Paten Anita Sass und Benjamin Wolany.

Marktgemeinde Peiting

Tauf-Premiere am Kalvarienberg

Eine Premiere hat jüngst die Gedenkkapelle am Kalvarienberg erlebt. Zum ersten Mal wurde dort eine Taufe abgehalten. Leopold Bartels empfing das Sakrament der heiligen Taufe durch Militärpfarrer Stefan Bauhofer.

Peiting – „Das ist die erste Taufe seit Bestehen der Kapelle“, erinnerten sich Karin und Gustav Stifter von der Sudetendeutschen Landsmannschaft, die es sich nicht nehmen ließen, dem feierlichen Ereignis beizuwohnen. Die Taufe soll auch in die Kirchenchronik aufgenommen werden.

Die Gedenkkapelle wurde ausschließlich durch Spenden auf Antrag der Sudetendeutschen Landsmannschaft errichtet und 1987 durch Weihbischof Defregger eingeweiht. „Zum ehrenden Gedenken an die Opfer der Vertreibung und in Würdigung der entschlossenen Mitwirkung der Neubürger an der Entwicklung der Marktgemeinde Peiting“, wie es auf der Homepage der Marktgemeinde heißt.

Die Eltern des kleinen Leopold, der am 15. Juli das Licht der Welt erblickte, gehören nicht der Sudetendeutschen Landsmannschaft an, sondern waren auf der Suche nach einer kleineren Kirche, wo im Familienkreis die Taufe gefeiert werden könnte. Auf die Kapelle waren die Peitinger Sandy und Maximilian Bartels bei einem Spaziergang gestoßen. Da die beiden Bundeswehr-Beschäftigten, die verschiedenen Konfessionen angehören, schon von Militärpfarrer Stefan Bauhofer getraut worden waren, hatte sich dieser auch die Taufe auserbeten.

Da die kleine Kapelle kein Taufbecken hat, brachte er ein „mobiles Taufbecken“ und Taufwasser in der Thermoskanne mit. Trotz der Kälte empfing er die junge Familie vor der Kirche und stellte dort die Tauffragen an die Eltern und die Paten Anita Sass und Benjamin Wolany. Danach wurde in einem stimmungsvollen Taufgottesdienst der kleine Leopold mit Wasser getauft, mit Chrisam gesalbt, mit dem weißen Gewand bekleidet sowie die brennende Kerze von der Patin übergeben.

Leopold, der mit wachen blauen Augen alles interessiert verfolgte, ließ die Prozeduren ohne einen einzigen Mucks über sich ergehen.

Ob sich die Regel „wenn das Kind schreit, kommt bald ein Kurzes hinterher“, die Stefan Bauhofer vor dem Festakt der Taufgesellschaft verkündete, bewahrheitet, wird sich erst zeigen.

Ursula Fröhlich

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