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Vandalen zünden Entenhaus in Peiting an: Polizei findet befremdliche Szenerie vor - Täter rastet aus

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Von: Christoph Peters

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Nur noch verkohlte Reste sind übrig vom Entenhaus am Peitinger Gumpen, das vier Peitinger am Freitag angezündet hatten.
Nur noch verkohlte Reste sind übrig vom Entenhaus am Peitinger Gumpen, das vier Peitinger am Freitag angezündet hatten. © Facebook/Sandner

Wieder haben Vandalen in Peiting ihr Unwesen getrieben. In der Nacht auf Freitag ging ein Entenhaus in Flammen auf. Als die Polizei eintraf, rastete einer der vier Täter, die gemütlich am Feuer saßen, völlig aus.

Peiting - Es war gegen 23 Uhr, als bei der Schongauer Polizei Freitagnacht die Meldung einging, dass jemand am Gumpen in Peiting ein Feuer entzündet hatte. Eine Streife traf vor Ort vier Peitinger an, die das Entenhaus in Brand gesetzt hatten und nun seelenruhig um das Feuer saßen.

Unfassbare Vandale: Gruppe zündet Entenhaus in Peiting an - dann findet Polizei befremdliche Szenerie vor

Offensichtlich sahen sich die vier Männer zwischen 21 und 55 Jahren durch die eingetroffenen Beamten bei ihrem nächtlichen Treffen gestört, denn statt sich einsichtig zu zeigen, bedachten sie die Polizisten bei der Kontrolle mit diversen Beleidigungen.

Damit nicht genug: Ein 22-Jähriger stand plötzlich auf und urinierte an einen Streifenwagen. Als ihn ein Beamter zur Rede stellte, schlug der Peitinger nach dem Kopf des Polizisten.

Peiting (Bayern): Polizei leitet Strafverfahren ein

Gegen die vier Peitinger wurde ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Der 22-Jährige muss sich zudem wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie versuchter Körperverletzung verantworten.

Vor Ort war auch die Peitinger Feuerwehr, die das brennende Entenhaus schnell löschte und so eine Ausbreitung des Feuers verhindern konnte.

Vandale in Bayern: Welle der Entrüstung bei Facebook

Bei Facebook schlug der Vorfall hohe Wellen. „Da fehlen einem die Worte, wie viel Langeweile muss man haben, vor allem, wo ist bei denen das Hirn, unglaublich echt“, kommentierte eine Facebook-Nutzerin die Aktion der vier Männer. Auch CSU-Gemeinderat Michael Deibler zeigte sich entsetzt: „Unfassbar, da fehlt einem der Glaube an den Menschenverstand.“

Dem schloss sich seine Parteikollegin Stefanie Wörnzhofer an. „Auf jeden Fall! Die Kinder ham soviel Zeit, Arbeit und Freude in jedes einzelne der Entenhäuser investiert. Und dann sowas.“ Die neuen Behausungen waren erst im vergangenen Sommer im Rahmen eines Ferienprogramm-Projekts der Peitinger CSU geschaffen worden. Das nun abgebrannte Entenhaus befand sich zur Wartung am Ufer.

Erst in der jüngsten Gemeinderatssitzung war der zunehmende Vandalismus im Ort Thema gewesen, nachdem Unbekannte am neuen Kunstrasenplatz einen Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro verursacht hatten.

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