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Bei ihrem letzten Auftritt gab die Gruppe in-Voice in der Peitinger Schloßberghalle nochmal alles und wurde mit stehenden Ovationen gefeiert.

A Capella-Formation

Tosender Applaus zum in-Voice-Abschied

Wehmut schwang mit: Ihren letzten Auftritt feierte die A Capella-Formation in-Voice um den Schongauer Georg Ruhland mit einem umjubelten Konzert zugunsten der Peitinger Bürgerstiftung in der ausverkauften Schloßberghalle.

Peiting – Im Publikum saßen zum größten Teil langjährige Fans, und die waren, ähnlich wie die Musiker, wild entschlossen, den letzten Auftritt nach 19 Jahren in-Voice noch einmal richtig zu feiern. Bereits nach dem ersten Song „Hey Brother“ (Avicii) tobte der Saal. Donnernder Applaus, Begeisterungsrufe, Pfiffe tönten in Richtung Bühne und steigerten sich im Laufe des Abends bis hin zu stehenden Ovationen am Schluss.

So recht wollte niemand glauben, dass es wirklich zu Ende sein sollte. Obwohl die CDs im Dreierpack zum Sonderpreis von 10 Euro angeboten wurden und als Grund für die Auflösung Tenor Wolfgang Mühlbauer präsentiert wurde, dem nach langen Jahren die Anfahrt von „hinter Regensburg“ zu den Proben in München zu viel wurde.

Ruhland erinnerte an den ersten Auftritt der Gruppe im Rahmen von Kultur pur oder den „rattenscharfen“ Müll-Gig auf dem Gelände der EVA – nur zwei von den 18 Konzerten im Raum Schongau, die die treuesten Fans alle miterlebt hatten.

Zum Abschluss-Konzert präsentierte sich die in Würden ergraute „Boy-Group“ noch einmal von ihrer besten Seite. Ruhland begrüßte die „lieben Freunde der alpenländischen Volksmusik“ verschmitzt zu „Jodlern und Landlern aus den letzten fünf Jahrhunderten“ und kündigte einen Song der „Geschwister Corrs“ an, dessen Text er mit „Was soi i doa, dass du mi o’schaust, was soi i doa, dass du mi mogst, was soi i doa, dass du mi o’glangst“ übersetzte. Natürlich wurde der Song im englischen Original „What can I do to make you love me“ präsentiert.

Gejodelt wurde aber doch noch. Und zwar bei einer der herausragendsten Nummern des Abends „Nauf auf den Gipfel“, bei der Bass Christian Wolf den Gesangspart übernahm. Natürlich durfte auch einer der Höhepunkte eines jeden in-Voice-Konzerts, die launige Interpretation des Falko-Hits „Amadeus“, nicht fehlen, bei dem für zweiten Tenor Konrad Lautner die große Stunde schlug. Das „komplexe Verhältnis zwischen Mann und Frau“ beschwor Bariton Harald Gabl mit dem Lukas Graham-Song „Drunk in the Morning“. Wehmütig wurde es mit dem Richard Marx-Hit „Here without you Baby“, gleichermaßen einem Abgesang auf den scheidenden Wolfgang Mühlbauer und die Auflösung der Gruppe.

„Morgen ist in-Voice getrennt – schade, liebe Leute“, kommentierte Ruhland, der der Gruppe die Arrangements immer auf den Leib geschneidert hatte und für zahlreiche Eigenkompositionen verantwortlich zeichnete. Bis zum bitteren Ende mit „Perchè di Notte“ (Neri per Caso) nach diversen letzten und allerletzten Songs präsentierte sich in-Voice wie gewohnt gut bei Stimme, mit übermütigem Charme, ausgeklügelten Choreographien und einem Schuss Selbstironie.

Zu erwähnen bleiben dann noch die wirklich wunderbare Beleuchtung, die Dank des außerordentlichen Einsatzes von Lichttechniker Udo Schille nach einem Systemabsturz für den letzten Abend noch einmal komplett neu programmiert werden konnte. Und die Abschiedsworte von Ruhland: „Es hat uns Spaß gemacht, euch eine Freude zu bereiten!“ 

URSULA FRÖHLICH

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