Machen sich für regionale Produkte stark: Von links Wolfgang Scholz, Kreisobmann des Bauernverbandes, Maria Lidl, stellvertretende Kreisbäuerin, Milchprinzessin Miriam Weiß und Kreisbäuerin Christine Sulzenbacher.
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Machen sich für regionale Produkte stark: Von links Wolfgang Scholz, Kreisobmann des Bauernverbandes, Maria Lidl, stellvertretende Kreisbäuerin, Milchprinzessin Miriam Weiß und Kreisbäuerin Christine Sulzenbacher.

Aktion des Bayerischen Bauernverbandes auf dem Peitinger Bauernmarkt

Mit Traktor und Milchprinzessin für den regionalen Gedanken

  • vonRafael Sala
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Der Bayerische Bauernverband im Kreisverband Weilheim-Schongau will den regionalen Einkaufsgedanken stärken und dazu ermuntern, so viel wie möglich vor Ort erzeugte Produkte einzukaufen. Im Rahmen der Traktortour unter dem Hashtag „EssenAusBayern“ machte ein eigens für diese Aktion gemieteter Schlepper auf dem Hauptplatz in Peiting Station.

  • Aktion des Bayerischen Bauernverbandes auf dem Peitinger Bauernmarkt
  • Den regionalen Gedanken beim Verbraucher bekannt machen
  • Milchprinzessin berichtet über Einsatz der Landwirte, der sich im Preis ausdrücken sollte

Peiting – Regionales Einkaufen stärkt die örtliche Verbundenheit, trägt zu gesunder Ernährung bei und ist obendrein gut fürs Klima. Für jede Mango, die nicht aus Brasilien nach Deutschland eingeflogen wird, werden Hunderte Tonnen Kohlendioxid eingespart. Der Schadstoffausstoß für den Transport der Äpfel von den heimischen Streuobstwiesen zu den Ständen fällt demgegenüber kaum ins Gewicht.

Fast jeder Verbraucher weiß das, doch die meisten kaufen trotzdem im Discounter oder in den Supermärkten ein, nur die wenigsten gehen auf die Märkte. Der Bayerische Bauernverband will auf diesen Missstand aufmerksam machen. Auf die Besucher des jüngsten Peitinger Bauernmarktes warteten daher regionale Erzeuger mit frischem Obst, Gemüse und anderen heimischen Erzeugnissen auf.

Ins Gespräch kommen und sich informieren

„Was essen wir? Woher kommen unsere Lebensmittel, und wie werden sie erzeugt? Diese Fragen beschäftigen immer mehr Menschen, seit der Corona-Krise sogar noch intensiver“, weiß Kreisbäuerin Christine Sulzenbacher. Von der Aktion erhofft sie sich eine starke Signalwirkung. Zwar seien Schlagworte wie Regionalität und Nachhaltigkeit längst im Bewusstsein der Verbraucher verankert, „doch viele handeln nicht danach. Wir müssen immer wieder für dieses Thema sensibilisieren.“

Wer wollte, konnte in Peiting mit ihr und ihrer Stellvertreterin Maria Lidl ins Gespräch kommen und sich darüber informieren, was gute Nahrungsmittel ausmacht und vor allem, wo es sie gibt: In Hofläden zum Beispiel, in Bauernläden in der Stadt, über eine Abo-Kiste oder eben auf dem Wochenmarkt.

Arbeit, Wissen und Engagement der Landwirte und Verarbeiter

Extra zur Aktion aus Betzigau im Oberallgäu angereist war die amtierende Milchprinzessin Miriam Weiß. Sie weiß um das hohe Gut Milch – und wie wichtig es ist, gerade bei diesem Produkt, das längst zu einer globalen Massenware geworden und einem harten weltweiten Preiskampf ausgeliefert ist, den regionalen Gedanken zu stärken.

„Der Verbraucher muss wissen, wie viel Arbeit, Wissen und Engagement der Landwirt und Verarbeiter in die Milch steckt. Und er muss wissen, was für ein hochwertiges und gesundes Produkt er kauft.“

Gesunde Nahrungsmittel wie örtlich erzeugte Kartoffeln, Milchprodukte, Getreide, Obst oder Fleisch kaufen – all’ das gab es auf dem Markt in Hülle und Fülle. „Regionale Produkte wachsen und gedeihen vor unserer Haustüre“, schilderte Sulzenbacher. „Man muss es nur wissen. Deswegen stehen wir hier.“

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