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Die Dreifachhalle in Peiting bleibt geschlossen

Hallenturnier des TSV Peiting

„Die Mädels waren am Boden zerstört“

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Die Dreifachhalle in Peiting bleibt am Wochenende geschlossen. Schuld ist der schwere Schnee auf dem Dach. Nun mussten die Fußballfrauen des TSV Peiting ihr Turnier absagen.

Es sollte der Höhepunkt zum Jahresbeginn werden: Seit Monaten haben die Fußballfrauen des TSV Peiting auf die 38. Auflage ihres Internationalen Hallenturniers hingearbeitet. Doch am Donnerstag die bittere Nachricht: Die Peitinger Dreifachhalle muss wegen der Schneelast gesperrt werden. Wir sprachen mit Teamsprecherin Theda Smith-Eberle (55).

Frau Smith-Eberle, wie hat Ihre Mannschaft auf die Nachricht, dass die Halle gesperrt werden muss, reagiert?

Die Mädels waren alle am Boden zerstört. Kein Wunder, schließlich haben sie seit Monaten auf das Turnier hingefiebert und alles organisiert, damit es reibungslos über die Bühne gehen kann. Die Preise sind eingekauft, Sponsoren aquiriert, und mit einem Schlag ist alles umsonst.

Am Donnerstagabend hatten Sie noch eine Krisensitzung. Was wurde da besprochen?

Bürgermeister Michael Asam hatte uns zwar geraten, die Nacht noch abzuwarten, ehe wir das Turnier absagen. Möglicherweise verbessere sich die Situation noch einmal. Aber wir wussten, dass die Chancen dafür äußerst gering waren. Deshalb haben wir am Abend einen Plan gefasst, wer sich am Freitag im Fall der Fälle um welche Dinge kümmert. Da hängt schließlich immens viel dran.

Theda Smith-Eberle, Teamsprecherin TSV Peiting

Viele Teams hatten ihre Übernachtungen in den Peitinger Hotels gebucht.

Ja, die müssen jetzt alle stornieren. Wobei wegen des Wetters eh fraglich gewesen wäre, ob alle hätten anreisen können. Die Mannschaften aus Innsbruck hatten schon überlegt, ob sie Schneeketten brauchen. Die vier Teams aus Hessen waren angesichts der Zustände auf den Autobahnen ebenfalls nicht sicher, ob sie sich auf den Weg machen sollten. Wir hoffen jetzt, dass mit den Stornierungen alles klappt.

Mit dem Turnier in eine andere Halle auszuweichen war nicht möglich?

Das haben wir natürlich als erstes probiert. Aber weder die Lechsporthalle in Schongau noch die Bundeswehrhalle in Altenstadt standen zur Verfügung. Und weiter weg zu gehen, macht keinen Sinn. Da wäre der logistische Aufwand viel zu groß.

Wie haben die anderen Teams auf die Absage reagiert?

Die haben alle Verständnis gezeigt. Die Sicherheit geht einfach vor. Und wir können ja nichts für die Situation.

Sie waren schon beim ersten Turnier als Spielerin dabei. Können Sie sich an ein ähnliches Vorkommnis erinnern?

Wir haben in den 80er Jahren das Turnier mal um einen Tag verschoben wegen der Wetterverhältnisse. Es gab auch Veranstaltungen, zu denen Teams nicht angereist sind wegen der Witterung. Aber die jetzige Absage ist für uns eine traurige Premiere.

Wird es im kommenden Jahr einen neuen Versuch geben?

Auch wenn die Enttäuschung natürlich riesengroß ist: Die Mädels haben sofort gesagt, dass es 2020 wieder ein Turnier geben soll. Da muss es einfach klappen. Die ersten Zusagen von den Teams, die heuer dabei gewesen wären, haben wir schon.

Interview: Christoph Peters

Alle Entwicklungen zum Schneechaos im Landkreis Weilheim-Schongau lesen Sie in unserem Ticker

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