In Sichtweite zum bisherigen Schlittenhügel an der Alfons-Peter-Grundschule wird der neue Rodelhang auf dem Bolzplatz-Gelände aufgeschüttet.
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In Sichtweite zum bisherigen Schlittenhügel an der Alfons-Peter-Grundschule wird der neue Rodelhang auf dem Bolzplatz-Gelände aufgeschüttet.

Neuer Standort

Überraschende Planänderung: Beliebter Schlittenhügel wird verlegt - das steckt dahinter

  • Christoph Peters
    vonChristoph Peters
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Der Schlittenhügel an der Alfons-Peter-Grundschule ist im Winter ein beliebter Anlaufpunkt für Groß und Klein. Eigentlich stand deshalb fest, dass er nach der Fertigstellung der Offenen Ganztagsschule an gleicher Stelle wieder aufgeschüttet wird. Doch jetzt gibt es einen neuen Plan.

Peiting – Es war den Peitinger Gemeinderäten ein wichtiges Anliegen gewesen bei der Planung der Offenen Ganztagsschule (OGTS): Der Schlittenhügel an der Alfons-Peter-Schule müsse bei einem Neubau der OGTS unbedingt erhalten werden. Schließlich werde dieser im Winter nicht nur von den Kindern im benachbarten Wohngebiet rege genutzt. Auch für den Kindergarten und die Schule sei der Rodelhang eine Attraktion, argumentierten die Räte. Ihr Wunsch fand Gehör. Zwar rückten die Bagger an und trugen den Hügel teilweise ab, um Platz für den OGTS-Neubau zu schaffen. Nach dessen Fertigstellung, die aktuell wegen Lieferverzögerungen auf der Baustelle für August geplant ist, sollte der Schlittenhang aber neu aufgeschüttet und modelliert werden.

Sorge um Sicherheit der rodelnden Kinder

Doch jetzt gibt es überraschend einen neuen Plan, über den Bürgermeister Peter Ostenrieder am Mittwoch die Gemeinderäte informierte. Demnach soll der Schlittenhügel rund hundert Meter weiter nach Osten wandern, und zwar auf jene Fläche an der Ecke Jägerstraße/Kampfgartenweg, auf der zwischenzeitlich der Neubau des Jugendzentrums angedacht war und die derzeit als Bolzplatz genutzt wird. Die Verlegung hat aus Sicht des Bürgermeisters gleich mehrere Vorteile. Der wohl wichtigste: Die Sicherheit der rodelnden Kinder. Schon in der Vergangenheit war die Sorge laut worden, dass durch den wegen des OGTS-Neubaus nach Norden verschobenen Hangs Schlittenfahrer bei ihrer Abfahrt dem Kampfgartenweg gefährlich nahe kommen könnten. „Dieses Problem hat uns nun lange beschäftigt, mit der neuen Lösung können wir es ausschließen“, sagt Ostenrieder. Denn am neuen Standort gebe es eine großzügige Auslaufzone. Zur Ostseite verhindere zudem ein Zaun, dass Rodler auf die Jägerstraße gelangen.

Für den neuen Kindergarten an der Jägerstraße stammt haben vor Kurzem die Aushubarbeiten begonnen. Das Material wird nun auf dem Areal des künftigen Schlittenhügels gelagert.

Auch für die Grundschule bringt die Verlegung laut dem Rathauschef einen Vorteil mit sich. Dadurch, dass der große Hügel verschwinde, könne an dessen Stelle eine neue Pausenwiese entstehen, die gut überschaubar sei. Der Zugang zum Obergeschoss bleibe unabhängig davon bestehen, betont Ostenrieder. „Zu guter Letzt müssen wir die Schlittenhügeldiskussion nicht erneut beginnen, sollten wir durch gesetzliche Verpflichtungen einen weiteren Anbau des OGTS-Gebäudes benötigen.“ Dieser könne dann unproblematisch an das neue Gebäude angeschlossen werden.

TSV gibt grünes Licht für Vorhaben

Auch mit den Verantwortlichen des TSV Peiting hat der Bürgermeister bereits gesprochen und grünes Licht bekommen. Die Fußballer nutzen die Fläche bekanntlich als Aufwärmgelände. „Sie kommen aber auch mit dem halben Platz aus.“ Ostenrieder ist überzeugt, dass die neue Lösung „eine Win-Win-Situation darstellt und vor allem für die Kinder mehr Sicherheit in Verbindung mit mehr Freude am Schlittenhügel bringen sollte“.

Wo der neue Rodelhang seinen Platz finden soll, lässt sich übrigens schon jetzt gut erkennen. Denn auf dem Gelände wächst bereits ein stolzer Erdhügel in die Höhe. Das Material stammt von den Aushubarbeiten für den neuen Kindergarten, die nicht weit entfernt an der Jägerstraße begonnen haben.

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