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Nahmen die Auszeichnung von Umweltministerin Ulrike Scharf (li.) entgegen: Die Peitinger Mittelschülerinnen Alena Tagscherer und Rita Wolf mit Lehrer Matthias Pechtl.

„Umweltschule in Europa“

Ausgezeichneter Einsatz für die Natur

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„Umweltschule in Europa“: Mit diesem Titel dürfen sich heuer gleich drei Schulen aus dem Schongauer Land schmücken. Neben der Peitinger Mittelschule und der Peitinger Joseph-Friedrich-Lentner-Grundschule bekam in diesem Jahr erstmals auch die Hohenfurcher Grundschule die begehrte Auszeichnung verliehen.

Peiting/Hohenfurch – Wenn es um die Auszeichnung als „Umweltschule in Europa“ geht, dann führt an der Mittelschule Peiting kein Weg vorbei. Zum zwölften Mal hintereinander hat die Bildungseinrichtung nun schon erfolgreich an dem Wettbewerb des bayerischen Umweltministeriums teilgenommen – rekordverdächtig. Die Preisverleihung durch Umweltministerin Ulrike Scharf am Freitag im Erdinger Korbinian-Aigner-Gymnasium geriet da fast schon zur Routine. „Wir haben schon einige Minister kommen und gehen gesehen“, sagt der zuständige Lehrer Wolfgang Wimmer schmunzelnd.

Um den Titel „Umweltschule in Europa“ für ein Jahr tragen zu dürfen, mussten die Schulen im abgelaufenen Schuljahr zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten und dokumentieren. Diesmal hatten sich die Peitinger Mittelschüler neben der seit Jahren bestehenden Patenschaft zur Renaturierung des Schwarzlaichmoors dem verwaisten Schulgarten gewidmet. Mit Begeisterung griffen die Schüler die Idee von Wimmer auf, diesem als Kräutergarten neues Leben einzuhauchen. Jede der sechs beteiligten Klassen griff ein eigenes Thema auf. Die einen setzten sich einen bienenfreundlichen Kräutergarten zum Ziel, andere pflanzten normale Küchenkräuter. Jede Schülergruppe sei für die Auswahl der Pflanzen, den Pflanzplan und die Pflege selbst verantwortlich gewesen, so Wimmer. „Den Kindern hat das sehr viel Spaß gemacht.“ Keine Frage also, dass die Mittelschule auch beim nächsten Mal vertreten sein wird. „Es ist für uns eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass wir in Sachen Umweltbildung aktiv sind.“

Zum sechsten Mal bekam Rektor Peter Schmid für seine Lentner-Grundschule die Urkunde überreicht.

Gleiches kann auch der Rektor der Lentner-Grundschule, Peter Schmid, bestätigen, dessen Schule mit sechs Teilnahmen ebenfalls zu den regelmäßigen Teilnehmern des Wettbewerbs zählt. In der AG Umwelt widmeten sich die Grundschüler im vergangenen Schuljahr intensiv den Themen Müll, heimatliche Pflanzen und saubere Energiegewinnung. „Die Kinder waren mit großer Begeisterung dabei“, berichtet Schmid. Das galt auch für das zweite Projekt „Lebensraum Wasser“. In einer Themenwoche nahmen die Schüler die nahe Ammer unter die Lupe, erforschten in einer Exkursion praxisnah die dort lebenden Tiere und Pflanzen. „Das war ein echtes Highlight“, freut sich der Rektor, der seine Schule bereits für den nächsten Wettbewerb angemeldet hat. Diesmal wolle man den Schwerpunkt auf den Vogelschutz legen.

Ganz frisch dabei im Kreis der Umweltschulen ist die Grundschule Hohenfurch. „Das macht mich natürlich stolz“, sagt deren Leiterin Uta Adelt. Sie wolle sich aber nicht mit fremden Federn schmücken. „Das hat alles noch meine Vorgängerin Brunhilde Kolb angestoßen“, betont Adelt, die erst seit diesem Schuljahr Rektorin in Hohenfurch ist. Angetreten war die Bildungseinrichtung mit zwei Projekten, die schon unter Kolbs Vorgänger Magnus Magg entstanden waren – der Schulgarten und die Magerwiesen-Patenschaft zur Sicherung der Artenvielfalt am Effner-Hang. Um ersteren drehte sich im vergangenen Jahr eine Projektwoche, an deren Ende die Schüler im Rahmen des Schulfestes ihre Arbeitsergebnisse präsentierten. So hatte die erste Klasse Ringelblumen eingesetzt, die zweite Kräuter ausgesät und ein Kräuterbuch mit Rezepten verfasst. Die dritte Klasse säte Schmetterlingspflanzen, während die vierte Jahrgangsstufe ein Steinhaufen-Biotop gestaltete und pflegte.

Geht es nach Uta Adelt, dann soll der Titel „Umweltschule in Europa“ für ihre Grundschule keine „Eintagsfliege“ bleiben. Wie das gelingt, hat die Peitinger Mittelschule bereits eindrucksvoll vorgemacht.

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