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Ein umgefallener Baum und Abraum vom abgerutschten Weg in der Ammer.

An der Ammer

Unterspült: Beliebtem Weg droht Absturz

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Ein massiver Hangrutsch an der Ammer hat für eine Sperrung des bei Spaziergängern und Radlern beliebten Forstwegs zwischen Peißenberg und Peiting gesorgt. Das zuständige Forstamt Oberammergau warnt inständig davor, den Bereich zu betreten oder zu befahren: „Es besteht Lebensgefahr. Wir trauen uns da mit dem Auto selbst nicht mehr hin“, so Vize-Leiter Richard Baur.

Hohenpeißenberg – Ob Gassigänger, Jogger, Radfahrer oder Verliebte beim romantischen Spaziergang – auf dem beliebten Ammer-Forstweg, der vom Peißenberger Ammerstüberl nach Peiting führt, sind täglich zahlreiche Menschen unterwegs. Kein Wunder, schließlich bietet der Weg, der zwischendurch ansteigt und tolle Blicke auf die darunter führende Ammer freigibt, Naturerlebnis pur. Außerdem ist er Teil des Ammer-Amper-Radwegs von Oberammergau bis Moosburg im Landkreis Freising.

Doch damit dürfte es die nächste zeit vorbei sein – Spaziergänger und Radler müssen sich eine neue Route suchen oder vorzeitig kehrt machen. Denn rund zwei Kilometer westlich des Ammerstüberls, an der Gemarkungsgrenze zwischen Hohenpeißenberg und Peiting, hat die Ammer ganze Arbeit geleistet. „An einer vom Fluss unterspülten hohen Böschung droht der gesamte Wegekörper, in den Fluss abzurutschen“, sagt Richard Baur, Vize-Leiter des zuständigen Staatsforstbetriebs Oberammergau.

Direkt an der Ammer führte der Weg entlang. Der absturzgefährdete Bereich befindet sich an der Stelle des Warnschildes.

Das Tückische: Am Weg selbst ist bis auf ein paar Risse nichts zu sehen. Die kompletten Ausmaße sind nur vom schwer erreichbaren gegenüberliegenden Ufer zu sehen. Mitarbeiter des Forstbetriebs haben die gefährliche Situation entdeckt und sofort Alarm geschlagen. Baur bittet alle Nutzer des Wegs, ausreichend Abstand zur Gefahrenstelle zu halten. Denn dort geht es dutzende Meter in die Tiefe.

Doch wie geht es weiter? Laut Baur habe man zwei Möglichkeiten. Zum einen mit massiven Steinblöcken die Ammer an dieser Stelle stabilisieren, was ein enormer Aufwand wäre und laut Baur mindestens eine halbe Million Euro kosten würde. „Das ist nicht darstellbar. Deshalb haben wir eine andere Lösung gefunden“, so Baur. Die sieht vor, das gefährliche Stück einfach oberhalb zu umgehen – der Weg soll auf 120 Metern Länge verlegt werden. Laut Baur sollen die Reparaturarbeiten nächste Woche beginnen und mindestens drei Wochen in Anspruch nehmen. Solange ist der Weg für den Durchgangsverkehr nicht benutzbar.

Lebensgefahr besteht beim betreten des Wegs, auch wenn von oben nichts zu sehen ist.

Angesichts der Ausmaße könnte es aber durchaus länger dauern. Zumal die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt sich noch gar kein Bild vor Ort gemacht hat. „Da ist der Ortstermin erst am Montag“, so Baur, der gerne schon angefangen hätte. Doch da ist nichts zu machen – der Bereich liegt im Landschaftsschutzgebiet, und die Eingriffe für den neuen Weg sind vorher zu prüfen.

Was derzeit zur Ärger führt: Dass am Beginn des Weges in Peißenberg und Peiting nicht auf die Sperrung hingewiesen wird.

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