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In Peiting soll ein neuer V-Baumarkt entstehen.

Treffen in der Zechenschenke

V-Baumarkt-Bürgerbegehren in Peiting: Gegner machen ernst mit zweitem Anlauf

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    vonBarbara Schlotterer-Fuchs
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Jetzt ist es amtlich: Die offizielle Einladung zum Treffen „Zweites Bürgerbegehren V-Baumarkt“ ist raus. Für alle Bürger. Auf grünem Papier. Für manche trotzdem: Signalfarbe Rot. Termin: Donnerstag, 9. Juli, 19 Uhr in der Zechenschenke.

Peiting– Tatsächlich spaltet das Thema den Ort. Neuer Mega-Baumarkt in Peitings Süden: Ja, oder Nein? Das erste Bürgerbegehren ist wegen formaler Fehler durchgefallen. Inzwischen hat sich um Initiatorin Anna-Maria Fedisch jedoch eine Gruppe Gewerbetreibender aus Peiting in Formation gebracht. Und die haben jetzt mit dieser Einladung auch einen Namen: Max und Hermann Schweizer (Holzland Schweizer), Thomas Leinauer (Gärtnerei Leinauer), Peter Geiß (Tannen Geiß), Manuel Rößle (Brauerei Sparifankal) und Judith Hieber mit Marina Gabel (Pflegeteam Gabel).

Das Schreiben kann aufgrund organisatorischer Umstände nicht an jeden Haushalt ausgegeben werden. Es liegt unserer Redaktion vor und hängt an allen öffentlichen Aushangstafeln in Peiting aus.

Weiteres Vorgehen soll besprochen werden

Ziel des Treffens: Gemeinsam will man das weitere Vorgehen besprechen, mit dem die Initiatoren des Bürgerbegehrens Runde zwei einläuten möchten. Das erste Bürgerbegehren war vom Gemeinderat abgelehnt worden. Formale Fehler. Betont wird deshalb bereits im Vorspann der ausführlichen Einladung in Sachen Bürgerbegehren Nummer zwei: „Die Fragestellung und alle sonstigen formalen Voraussetzungen werden mit anwaltlicher Hilfe geprüft.“

Und so wirbt die Gruppe um ihr Vorhaben: Aus dem Internet und aus den „im Internet und den veröffentlichten Projektunterlagen geht klar hervor, welche enormen Dimensionen das Bauvorhaben in Peiting haben soll, und wie umfangreich das Sortiment nach den Vorstellungen der V-Markt-Gruppe sein wird!“ Es gäbe bessere Verwendungen für das Grundstück am Zeißlerweg.

Unter anderem führen die V-Baumarkt-Gegner in der Einladung ins Feld, „dass die Kaufkraftbindung in Peiting bei über 50 Prozent liegen soll, diese Kaufkraft fehlt dann bei den ortsansässigen Gewerbetreibenden“.

Des Weiteren rückt die neue Formation aus Bürgerbegehren und Gewerbetreibenden das Einzugsgebiet in den Vordergrund. Mehr als 100 000 Bürger leben dort. „Zirka 1000 Kunden werden täglich auf 240 Parkplätzen im neuen V-Baumarkt erwartet, dazu kommen die Zuliefer-Lkw und Kunden für die Gastronomie und Waschanlage“.

Auch Leerstand im Ort und die Infrastruktur sind Thema des Treffens

Gastronomie und Waschanlage? Tatsächlich ist die Waschanlage fix. Was die Gastronomie anbelangt, ist angeblich noch lange nichts in trockenen Tüchern, so Bürgermeister Peter Ostenrieder. Er betont: Es sei in dieser Angelegenheit nichts offiziell besprochen.

Die Gegner stellen in ihrem Einladungsschreiben unter anderem fest: „Wie in anderen V-Baumärkten soll es auch im Peitinger Baumarkt eine Bäckerei mit Café geben, vermutlich auch einen Imbiss oder einen Schlüsseldienst, einen Friseur oder noch andere weitere ,zusätzliche Partner’ wie es auf der Internetseite der V-Markt-Gruppe heißt.“ Überraschungskiste also sozusagen.

Weitere Punkte auf der Einladung: Der Leerstand im Ortskern. Die Infrastruktur. Die Generationenverpflichtung. Und: „Keine Notwendigkeit für einen weiteren Baumarkt“.

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Info

Wer Fragen zur Veranstaltung am 9. Juli hat, kann sich per Mail an die Initiatoren wenden: buergerbegehren.baumarkt@gmail.com.

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