Ortsmitte Peiting

Wo Autos für Ärger sorgen - Verkehrszählung gibt Anliegern Recht

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Eigentlich sollte noch vor der Sommerpause eine Entscheidung fallen, wie es mit der geänderten Verkehrsführung in der Peitinger Ortsmitte weitergeht. Doch die wurde jetzt verschoben.

Peiting – Es sollte ein zwölf Monate langer Feldversuch werden, als der Peitinger Gemeinderat 2017 beschloss, die unfallträchtige Verkehrsführung in der Ortsmitte zu ändern. Mittlerweile sind mehr als zwei Jahre vergangen seit die abknickenden Vorfahrten am Hirschvogeleck und an der Oberen Straße abgeschafft wurden.Die Gemeinde hatte die Testphase verlängern müssen, weil andauernde Bauarbeiten wie an der Schongauer Mühlkanalbrücke und damit verbundene Umleitungen aussagekräftige Verkehrszählungen im vergangenen Jahr unmöglich machten.

Im April hat das beauftragte Büro Ingevost die fehlende Messung mittlerweile nachgeholt. Damals kündigte Kämmerer Christian Hollrieder an, dass der Gemeinderat noch vor der Sommerpause eine endgültige Entscheidung treffen werde, wie es mit der Verkehrsführung im Ortszentrum weitergehe.

Wenn am kommenden Dienstag das Gremium zu seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien zusammenkommt, fehlt das Thema allerdings auf der öffentlichen Tagesordnung. Dass die Entscheidung erneut vertagt wurde, liegt an dem Resultat der Messung, das das Büro Ingevost in der vergangenen Woche der Gemeinde vorlegte. Denn das Ergebnis bestätigt nun auch objektiv, was Anlieger der Meierstraße und der Füssener Straße bereits im August 2017 in einem Schreiben an die Gemeinde beklagten. Seit die Vorfahrtsregelungen geändert wurden, meiden viele Autofahrer die Fahrt über den Hauptplatz. „Wir haben 60 Prozent mehr Verkehr in der Meierstraße als vorher“, sagt Hollrieder. Klar sei: „Das wollen wir nicht, da müssen wir gegensteuern“, betont der Kämmerer.

Doch wie? Weil diese Frage nicht leicht zu beantworten ist, ist man bei der Gemeinde nun auf der Suche nach einer Lösung, die sowohl die Anlieger zufriedenstellt, aber gleichzeitig die von vielen als gelungen empfundene neue Verkehrsführung nicht gleich komplett zur Disposition stellt. Keine leichte Aufgabe, weiß auch Hollrieder. „Irgendwo muss der Verkehr ja hin.“ Bei der Erarbeitung eines Plans B sollen auch die Anlieger ein gewichtiges Wort mitreden. Man wolle alle Betroffenen persönlich ins Boot holen, kündigt der Kämmerer an. Dazu sei demnächst eine eigene Versammlung mit den Anliegern geplant. Erst wenn ein für alle Seiten gangbarer Weg gefunden ist, soll das Thema innerörtliche Verkehrsführung zur endgültigen Entscheidung im Gemeinderat landen.

Zumindest was die von den Anliegern ebenfalls schon vor zwei Jahren in ihrem Schreiben an die Verwaltung kritisierten Geschwindigkeitsübertretungen in der Meierstraße angeht, hat der Markt zwischenzeitlich reagiert. Weil Messungen bestätigten, dass viele Autofahrer sich nicht ans Tempolimit von 30 km/h halten und die Meierstraße mit einer Rennstrecke verwechseln, soll jetzt geblitzt werden (wir berichteten).

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