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Vier verletzte Menschen hat ein Brand in einem Pflegeheim bei Peiting gefordert.

118 Menschen evakuiert

Vier Verletzte bei Brand in Peitinger Pflegeheim

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Herzogsägmühle - Große Aufregung am frühen Sonntagmorgen: Im dritten Stock im Schöneggerhaus brannte es auf einem Zimmer der Pflegeeinrichtung. 118 Menschen wurden vorsorglich evakuiert, ein 74-jährige Bewohner und drei Mitarbeiter mussten im Krankenhaus behandelt werden. 

Um 4.20 Uhr war der Alarm ausgelöst worden. Im Zimmer eines 74-jährigen Bewohners des Schöneggerhauses in Herzogsägmühle war ein Feuer ausgebrochen. Wie die Polizei berichtet, entwickelte sich starker Rauch. Was ein größeres Unglück verhinderte: Feuermelder im Zimmer und Rauchmeldeanlage hatten angeschlagen. „Das Pflegepersonal reagierte geistesgegenwärtig und begann sofort mit der Räumung des betroffenen Gebäudekomplexes bis zum Eintreffen der Feuerwehren“, so Fabian Bernhardt, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. 

Nicht nur der 74-Jährige selbst, sondern die Bewohner in den umliegenden Räumen des dritten Obergeschosses sowie des vierten Stocks wurden in Sicherheit gebracht, berichtet auch Daniel Comtesse, Kommandant der Feuerwehr Herzogsägmühle. Insgesamt waren 118 Bewohner ins Freie evakuiert worden, die aber schon bald wieder ins Gebäude zurückkehren konnten. Weil die Mitarbeiter so rasch und umsichtig reagierten, ist auch kaum etwas passiert. 

Brandursache: Fahrlässigkeit oder technischer Defekt?

Allerdings wurden vier Personen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht, denn sowohl der Senior, in dessen Zimmer es brannte, als auch drei Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung wurden durch die entstandenen Rauchgase leicht verletzt. Neben Herzogsägmühle waren noch die Feuerwehren Peiting und Schongau mit ihren Drehleitern und Atemschutztrupps – mit Pressluftatmern – alarmiert worden, rund 70 Feuerwehrleute waren vor Ort im Einsatz. 

Bilder: Vier Verletzte bei Brand in Pflegeheim

Außerdem waren vier Rettungswagen und zwei Notarztwagen vorsorglich angerückt sowie der Einsatzleiterrettungsdienst. Der Einsatz dauerte insgesamt zwei Stunden plus Aufräumarbeiten. Laut Polizeibericht entstanden durch das Feuer größere Verrußungen in dem Brandzimmer selbst aber auch im Gang des dritten Stocks und an der Außenfassade. Der Schaden wird derzeit auf etwa 30 000 Euro geschätzt. Der Kriminaldauerdienst der Kripo Weilheim hat die Ermittlungen vor Ort übernommen. 

Die Brandursache ist aber bisher noch unklar. Ausgeschlossen hat die Polizei bereits ein vorsätzliches Handeln. Geklärt wird nun, ob das Feuer in dem Zimmer wegen Fahrlässigkeit ausbrach oder ob es sich um einen technischen Defekt handelt.

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