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Bühnenreife Siegerpose: Die Band „The Compromise Show“ aus Iffeldorf und Penzberg, die jüngsten Musiker im Teilnehmerfeld, hat den ersten Vorentscheid zum „hAMMERsound-Festival“ des Landkreises in Peißenberg gewonnen.

Vorentscheid zum „hAMMERsound-Festival“ des Landkreises

„The Compromise Show“ gewinnt im Peitinger Juze

Es war ein knappes Rennen, aber zum Schluss hat sich auch gute Werbung ausgezahlt: Die Band „The Compromise Show“ aus Iffeldorf und Penzberg hat die meisten Fans mobilisieren können und im Jugendzentrum in Peiting die erste Vorausscheidungen zum „hAMMERsound-Festival“ gewonnen.

Peiting – „Bei einer landkreisweiten Jugendbefragung im Jahr 2015 haben sich viele Jugendliche eine Plattform für regionale Bands und jugendspezifische Musikevents gewünscht“, sagt die kommunale Jugendpflegerin Christina Daisenberger. 

Heraus kam das „hAMMERsound-Festival“, organisiert vom Landratsamt Weilheim-Schongau in Kooperation mit den Jugendzentren und dem Kreisjugendring, das am 27. Juli auf dem Festplatz in Peißenberg zum ersten Mal über die Bühne gehen soll.

Die Lokalmatadore: Die Band „DiePlomaten“ aus Schongau legte einen launigen Auftritt hin.

Im Vorfeld findet dazu ein Bandcontest für Nachwuchsmusiker aus der Region statt. Jeweils die Sieger der Wettbewerbe in Peiting, Penzberg und Peißenberg dürfen mit Bands wie „Jamaram“, „The Prosecution“, „Roger Rekless“ und „Checkstes 5“ auf der Bühne stehen. 

Beim ersten Vorentscheid im Jugendzentrum Juze Peiting haben sich jetzt die „DiePlomaten“ aus Schongau, „Fyling Penguin“ aus Tutzing und Haag sowie „The Compromise Show“ aus Iffeldorf und Penzberg einer Jury und dem Publikum gestellt.

Neben den Juroren Alex Zila (Jugendreferent Peiting), Matthias Fischer (Popularmusikbeauftragter Bezirk Oberbayern), Bruce (Konzertkreis Nonnenwaldrock), Wolfgang Stabbauer (Juze Peißenberg), Andreas Wilhelm (Kreisjugendring), Christina Daisenberger (Kommunale Jugendarbeit) und Ursula Fröhlich (Schongauer Nachrichten) hatte nämlich auch jeder Besucher eine Erst- und Zweitstimme, die er an seine Favoriten vergeben konnte. Als Preis winkten neben dem großen Auftritt beim „hAMMERsound- Festival“ ein Workshop im Pobb-Labor und ein Gutschein für die Vermarktungsplattform „Artistfy“.

Die Reihenfolge der Auftritte war rasch ausgelost. Den undankbaren ersten Auftritt bestritten „Flying Penguin“, gefolgt von „The Compromise Show“ und „DiePlomaten“. 

Für erschwerte Bedingungen sorgte die dicke Luft im völlig überfüllten Raum, in dem der Schweiß förmlich von der Decke zu tropfen schien und die Jugendreferent Alex Zila über eine Klimaanlage für einen Juze-Neubau nachdenken ließ.

Trotzdem zeigten sich alle drei Bands sehr engagiert und gaben ihr Bestes, um möglichst viele Stimmen zu gewinnen. Schon „Flying Penguin“ sorgte mit frischen Punkrock-Klängen für ausgelassene Stimmung. Und natürlich durfte auch die Headbanger-Fraktion vor der Bühne nicht fehlen.

Sänger Felix Schneider schaffte es in kürzester Zeit, das Publikum zum Mitmachen zu animieren und fiel auch nach dem Auftritt durch fairen und freundschaftlichen Umgang mit den Konkurrenten auf.

Sichtlich Spaß hatte auch „The Compromise Show“ auf der Bühne, die jüngste der teilnehmenden Bands. Vom handgemaltem Textplakat zum Mitsingen bis zum waghalsigen Sprung in die pogende Menge zogen sie alle Register und begeisterte mit Alternative-Indie-Postgrunge die wogende Menge.

Fertigmachen zum Pogen: Das Publikum im überfüllten Peitinger Jugendzentrum ging richtig mit.

Ebenfalls einen launigen, die Tanzlust steigernden Auftritt legten „DiePlomaten“ mit ihrer Ohrwurm-tauglichen Mischung aus Rap und alternative Rock hin. Leider verschenkten die Lokalmatadore wertvolle Publikumspunkte, da sie ihre Fans anscheinend nicht ausreichend zum Voten motivieren konnten. Diesen Trumpf spielten „The Compromise Show“ aus, die laut Moderatorin Annika Seifert im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel gerührt hatten.

Für die Jury gestaltete sich die abschließende Bewertung der Bands äußerst schwierig, da jede Gruppe aus den sehr unterschiedlichen Genres ihre Art der Musik sehr gut machte und präsentierte. Es blieb der Eindruck: Es gibt sie, die frischen und spannenden Songs und talentierten Musiker aus der Region. Und sie wären es wert, ihnen solche Plattformen öfter zu bieten.

Am Ende entschieden die jüngsten im Feld, „The Compromise Show“, diesen Vorentscheid für sich und präsentierten sich in bühnenreifer Pose dem Publikum.

Ursula Fröhlich

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