+
2014 und 2013 fand die Abiturzeugnisverleihung des Welfen-Gymnasiums in Hohenpeißenberg statt.

Vorstoß aus der Marktgemeinde

Abiturfeier bald auch in Peiting?

  • schließen

Veranstaltet das Welfen-Gymnasium seine Abiturfeier bald abwechselnd in Schongau und in Peiting? Das jedenfalls würde man sich in der Marktgemeinde wünschen. In Schongau zeigt sich der Bürgermeister mit Blick auf das Mittelzentrum offen für den Vorschlag.

Peiting/Schongau – Es war kurz nach seinem Amtsantritt, als Falk Sluyterman 2014 zum ersten Mal als Schongauer Rathauschef der Abiturfeier des Welfengymnasiums beiwohnte. Dafür musste er allerdings nach Hohenpeißenberg fahren, wohin die Schule mangels passender Räume ausgewichen war. Damals versprach Sluyterman, die Abiturfeier wieder zurück nach Schongau zu holen – und er hielt Wort. Seit 2015 findet die Zeugnisverleihung in der Lechsporthalle statt.

Doch das könnte sich womöglich bald wieder ändern – zumindest teilweise. Im Peitinger Gemeinderat regte Herbert Salzmann an, der Stadt Schongau den Vorschlag zu unterbreiten, die Abifeier künftig abwechselnd in der Lechstadt und in der Marktgemeinde auszurichten. „Wir sind ein Mittelzentrum, das würde gut passen.“ Für die Stadt hätte das gleich noch einen weiteren Vorteil. Das Geld, das sie dadurch spare, könne sie ja dann für eine finanzielle Belohnung ihrer besten Schüler verwenden, fügte der SPD-Fraktionschef mit Blick auf die jüngste Diskussion über die Geldgeschenke für besonders gute Abiturienten hinzu. Wie berichtet, erhalten Absolventen aus Peiting und Rottenbuch mit einem Notendurchschnitt von 1,49 und besser 100 Euro, bis 1,99 immerhin noch 50 Euro von ihren Heimatgemeinden ausbezahlt.

„Das wäre eine schöne Geschichte“, pflichtete CSU-Fraktionschef Peter Ostenrieder seinem Ratskollegen bei. Er lege aber Wert darauf, dass Peitinger Schüler in diesem Fall weiterhin jedes Jahr die vereinbarte Summe bekommen – unabhängig davon, ob die Feier in Peiting oder Schongau stattfinde.

Für Bürgermeister Falk Sluyterman kommt der Vorstoß überraschend. Grundsätzlich begrüße er Bestrebungen, als Mittelzentrum Ammer-Lech-Land enger zusammenwachsen zu wollen. „Ich bin immer der Meinung gewesen, dass die Abiturfeier in den Ort gehört, wo auch das Gymnasium ist.“ Allerdings gebe es sicher viele Schüler aus Peiting, die das Welfen-Gymnasium besuchen. „Insofern würde ich mich da nicht querstellen.“ Jedoch sei es letztlich eine Entscheidung der Schulleitung, wo die Abiturfeier über die Bühne gehe, betont er.

Auf das Thema Geldgeschenke hätte eine solche Änderung allerdings keinen Einfluss. Zwar würde sich die Stadt tatsächlich Geld sparen, sollte die Veranstaltung in der Lechsporthalle nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Denn der Bühnenaufbau werde durch den Bauhof erledigt, was einen finanziellen Aufwand bedeute. „Aber am Geld hapert’s nicht, das ist eher eine grundsätzliche Entscheidung.“ Er werde aber darüber auch noch einmal das Gespräch mit Peitings Bürgermeister Michael Asam suchen, kündigt Sluyterman an.

Das dürfte auch nötig sein, denn der zeigte sich in der jüngsten Sitzung nicht begeistert über die Bemerkung eines Schongauer Stadtrats, wonach er mit den Geldgeschenken auf Stimmenfang gehe. „Ich gehe sicher nicht zu Abschlussveranstaltungen, um mich zu profilieren“, machte Asam klar. Den Beschluss für die finanziellen Zuwendungen habe im Übrigen nicht der Bürgermeister, sondern der Gemeinderat vor 15 Jahren auf Vorschlag von CSU-Rat Herwig Skalitza gefasst, erinnerte er. Davon abgesehen konnte sich Asam mit der Idee einer Abiturfeier in Peiting durchaus anfreunden. „Das würde in die richtige Richtung der interkommunalen Zusammenarbeit gehen.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schwerer Unfall: Vier Tote bei Frontalzusammenstoß mit LKW auf B17
Auf der B17 kam es am Mittwoch zu einem schweren Unfall. Vier Personen starben nach einem Frontalzusammenstoß nahe des bayerischen Epfach (Gemeinde Denklingen).
Schwerer Unfall: Vier Tote bei Frontalzusammenstoß mit LKW auf B17
Max Bertl führt die Verwaltungsgemeinschaft Steingaden
Die Verwaltungsgemeinschaft Steingaden hat in der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl eine neue Vorstandschaft gewählt. Auf der Tagesordnung standen zudem der Erlass …
Max Bertl führt die Verwaltungsgemeinschaft Steingaden
Rottenbuch: Der finanzielle Spielraum wird enger
Der Gemeinde Rottenbuch stehen in nächster Zeit große Brocken bevor. Das macht sich im Haushalt bemerkbar. Trotz Corona-Krise rechnet man heuer mit guten …
Rottenbuch: Der finanzielle Spielraum wird enger
Ehrenamtlicher gibt entnervt auf, jetzt übernimmt die Stadt wieder die Regie 
Wenn er offen ist, haben im Schongauer Bike-Park viele ihren Spaß. Bei der Pflege und Instandhaltung hielten sich die Freizeitsportler allerdings zuletzt fein zurück. …
Ehrenamtlicher gibt entnervt auf, jetzt übernimmt die Stadt wieder die Regie 

Kommentare