Nichts wird es auch heuer mit dem Peitinger Weihnachtsmarkt. Er ist wie sein Herzogsägmühler Pendant erneut wegen Corona abgesagt.
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Nichts wird es auch heuer mit dem Peitinger Weihnachtsmarkt. Er ist wie sein Herzogsägmühler Pendant erneut wegen Corona abgesagt.

Wie schon im Vorjahr

Wegen Corona: Weihnachtsmärkte in Peiting und Herzogsägmühle erneut abgesagt

  • Christoph Peters
    VonChristoph Peters
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Die Vorfreude war groß, dass es heuer nach einem Jahr coronabedingter Pause endlich wieder Weihnachtsmärkte in Peiting und Herzogsägmühle geben würde. Doch daraus wird nichts. Erneut macht die Pandemie den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung.

Peiting – Vor drei Wochen hatte sich Wilfried Knorr noch zuversichtlich gezeigt, dass es heuer wieder klappen würde mit dem Herzogsägmühler Weihnachtsmarkt. Das bayerische Kabinett hatte da gerade zahlreiche Erleichterungen für die vorweihnachtlichen Veranstaltungen im Freistaat beschlossen. Keine 3G-Regel und keine Maskenpflicht im Freien sollte auf den Weihnachtsmärkten gelten, auch Alkohol sollte ausgeschenkt werden dürfen. Doch wenn man eines in den vergangenen gut eineinhalb Jahren Corona-Pandemie lernen musste, dann dass sich die Situation ganz schnell ändern kann.

Entscheidung fiel am heutigen Montag

Zwar hat die Staatsregierung am Rahmenkonzept bislang nichts geändert, doch das dürfte angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen nur noch eine Frage der Zeit sein. Darauf wollte man in Herzogsägmühle und Peiting aber nicht mehr warten. Am Montag habe man in Abstimmung mit dem Diakonieunternehmen entschieden, beide Weihnachtsmärkte abzusagen, teilte Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder auf Nachfrage der Heimatzeitung mit. „Es ist momentan einfach nicht darstellbar“, bedauerte der Rathauschef.

Während in anderen Gemeinden und Städten noch überlegt wird, die Veranstaltungen mit strengeren Regeln wie Maskenpflicht und 2G durchzuführen, stand dies weder in Peiting noch in Herzogsägmühle zur Debatte. Sowohl Knorr als auch Ostenrieder verwiesen auf den hohen Aufwand, der durch entsprechende Kontrollen entstehen würde. „Wir müssten dazu ja das ganze Gelände absperren, das wäre gar nicht möglich“, sagte Knorr. Schließlich erstreckt sich der Weihnachtsmarkt in Herzogsägmühle, der normalerweise am ersten Adventswochenende mehrere Tausend Besucher anlockt, praktisch über das ganze Dorf.

Angst vor Folgen eines Corona-Ausbruchs

Dazu kommt: Die sich immer weiter verschlimmernde Lage an der Corona-Front lässt sich nur schwer mit Bildern von geselligen Runden vor Glühweinständen vereinbaren. Die Lust der Mitarbeiter auf die Veranstaltungen habe angesichts der jüngsten Entwicklungen stark nachgelassen, hat Knorr festgestellt. Dazu kam die Angst, dass es im Fall eines Corona-Ausbruchs nicht mehr gelingen könnte, die Schichten in den Einrichtungen des Diakoniedorfs zu besetzen.

Während die Absage in Peiting die Vereine trifft, die den Weihnachtsmarkt bestreiten, bedeutet das Aus für Herzogsägmühle den Verlust eines wichtigen Absatzmarkts für die Erzeugnisse der eigenen Werkstätten. Man plane deshalb Sonderverkaufsaktionen in der Adventszeit, kündigte Knorr an. Auch im MühlenMarkt in Herzogsägmühle, im Schongauer MühlenMarkt und im Herzogsägmühler Laden in Weilheim warten die handgefertigten Produkte aus der Töpferei, der Buchbinderei, der Weberei und vielen anderen Werkstätten auf Käufer.

Ostermarkt statt Weihnachtsmarkt?

In Peiting und Herzogsägmühle hofft man nun also wieder mal auf das nächste Jahr, dass endlich die Normalität zurückkehrt. Nur: Sicher weiß das niemand, weshalb man im Diakoniedorf schon mal über Alternativen nachdenkt. Knorr: „Vielleicht machen wir mal einen Ostermarkt statt eines Weihnachtsmarktes.“

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