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Ein defektes Kabel ist schuld am Internet- und Telefonausfall in Teilen Peitings. 

Wegen Kabelschadens

50 Peitinger Haushalte seit Dienstag ohne Telefon und Internet

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Ein Leben ohne Telefon und Internet: schwer vorstellbar. Für einige Anwohner im Bereich der Lexe in Peiting ist genau das aktuell Realität. Seit Dienstag sind dort die Leitungen tot.

Peiting – Gut, dass es Handys gibt, denn ansonsten müsste man Hubert Stöger dieser Tage schon persönlich für ein Gespräch besuchen. Seit Dienstagfrüh schweigt das Festnetztelefon in seinem Haus in der Straße Alte Hammerschmiede, kein Anschluss unter dieser Nummer. Fast noch schwerwiegender in der heutigen Zeit: Auch von der Online-Welt sind die Stögers abgeschnitten. „Nichts geht mehr“, ärgert sich der Peitinger.

Er ist nicht der einzige Telekom-Kunde, der seit Anfang des Jahres von der schnellen Datenautobahn abgeschnitten ist. Auch mehrere seiner Nachbarn seien von der Störung betroffen, berichtet Stöger. Was der Grund für den Ausfall ist, wisse keiner von ihnen. Er habe mehrmals mit der Störungshotline telefoniert, jedes Mal habe er eine andere Antwort erhalten. Mal hieß es, am Mittwoch sollte alles wieder laufen, dann wurde er auf Samstag vertröstet. „Einem anderen Nachbarn haben sie den 11. Januar genannt.“

Erst eine Nachfrage der SN bei der Pressestelle der Telekom bringt Licht ins Dunkel. Tatsächlich seien 50 Kundenanschlüsse von dem Ausfall betroffen, teilt Pressesprecherin Alexia Sailer mit. Ursache der Störung sei ein Kabel, in das Wasser eingedrungen sei. Leider sei eine Reparatur sehr aufwändig, so Sailer. Da die Kabel im Boden liegen und nicht frei zugänglich seien, müsse zunächst der Fehlerort durch Messungen lokalisiert werden. „Man kann ja nicht auf Verdacht mehrere Kilometer Straßen und Wege aufreißen.“ Das sei mittlerweile geschehen, die Tiefbauarbeiten sollen am Montag starten. Dann werde das neue Kabelstück eingebaut – laut Sailer ein komplizierter Vorgang, denn die mehreren hundert Kupferadern müssten von Hand verknüpft werden. „Das kann keine Maschine.“

Man gehe davon aus, dass die Störung am Dienstag behoben sei – sofern das regnerische Wetter Grabungen zulasse. „In Schlammgruben kann man nicht arbeiten, da wäre die Sicherheit der Monteure wegen Einsturzgefahr bedroht.“

Die Stögers und die übrigen Betroffenen müssen sich also noch eine Weile gedulden, bis sie Telefon und Internetanschluss wieder wie gewohnt nutzen können. Immerhin: Bezahlen müssen sie ihren Anschluss während der Ausfallzeit wohl nicht. Sailer: „Betroffene können sich an die Kundenhotline zwecks Gutschriften wenden.“

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