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Die Knappschafts- und Trachtenkapelle unter der Leitung von Martin Wiblishauser in der Schloßberghalle.

Weihnachtskonzert der Knappschafts- und Trachtenkapelle

Viel Applaus für musikalische Begegnungen

Einen locker beschwingten, musikalischen Jahresausklang bereitete die Knappschafts- und Trachtenkapelle ihren Besuchern beim Weihnachtskonzert in der Schloßberghalle und erntete Beifallsstürme.

Peiting – Gleich der Beginn des weitgehend Marsch-freien Konzerts war ein Fest für die Perkussionisten. George Gershwins bekannte Melodie „I got Rhytm“ aus dem Musical „Girl Crazy“ bot Gelegenheit, allerhand Kleingerät, wie Rhythmus-Ei oder Klingel auszupacken. Ein bestens aufgelegter Martin Wiblishauser tänzelte am Dirigentenpult und spielte die Big Band-Qualitäten seiner Kapelle voll aus. „Begegnungen“ war das Motto des Konzerts. So standen nur Dirigenten im Programmheft, die sich tatsächlich begegnet sind, oder sich hätten begegnen können. Begegnen konnten aber auch die Besucher einer Formation von Musikern, die mit Begeisterung und immenser Spielfreude gute Laune transportierten.

Genauso lebhaft wie zu Beginn ging es weiter. Aus Leonard Bernsteins Musical „On the Town“ stammte „Three Dance Episodes“, das die drei Stücke „Der große Liebhaber zeigt sich“, die „Einsame Stadt“ und „Time Square Finale“ zusammenfasste. Der britsche Komponist Edward Elgar soll sogar während der Sonntagspredigten in der Kirche komponiert haben, wie die beiden Moderatorinnen Manuela Pusch und Lena Wolf verrieten. Sein „Chanson du Matin“ ist vielleicht während eines Frühstücks entstanden. Ausgeschlafen präsentierten sich in jedem Fall die Musiker, die bei dieser Komposition durch Mitglieder der Jugendkapelle unterstützt wurden. Verspielt und romantisch wie ein Frühlingshauch kam das Stück daher.

Etwas stärkerer Tobak war die „Berliner Luft“, ein Schlager des deutschen Komponisten Paul Lincke, bei dem ebenfalls die Jugendkapelle mitwirkte. Schwungvoll und spannend dann „Curtain up!“ von Alfred Reed, der sich besonders durch seine Werke für Blasorchester einen Namen gemacht hat. Völlig neue Töne für die Knappschafts- und Trachtenkapelle, nämlich Alphornklänge, waren beim Stück „Begegnung“ von Kurt Gäble zu hören. Hier begeisterten Markus und Josef Jocher sowie Albert Neuner an den traditionsreichen Instrumenten.

Als Kontrastprogramm gab es dann einen Ausflug ins Pariser Künstlerviertel Montmartre mit „Paris Montmartre“, arrangiert von Toshio Mashima. Philipp Remmele lieferte mit Akkordeon-Klängen das passende Flair. Der letzte Platz im Programmheft war „Glenn Miller in Concert“, arrangiert von Paul Murtha, vorbehalten. In diesem dem Vater des Swing gewidmeten Medley waren einige bekannte Melodien Glenn Millers wie „In the Mood“, „Pennsylvania 6-5000“ oder „Tuxedo Junction“ enthalten.

Das Publikum ließ sich von den mitreißenden Swing-Klängen anstecken und forderte lautstark Zugaben. Die gab es dann auch mit dem „Weibermarsch“ aus der Operette „Die Lustige Witwe“, dem Bing Crosby-Song „White Christmas“ und dem traditionellen „Steiger-Lied“. Nicht bevor Dirigent Martin Wiblishauser seinen Musikern und Vorständen für die herausragende Mitarbeit in den letzten drei Monaten gedankt hatte. „Ihr habt wahnsinnig Schweres geleistet“, so Wiblishauser, der bei der Programmauswahl Mut und ein glückliches Händchen bewiesen hatte. Eine Schwerstarbeit, die sich ausgezahlt hat, wenn man dem begeisterten Publikum Glauben schenken darf. 

  Ursula Fröhlich

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