In Peiting hofft man weiter auf einen Impf-Drive-In
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In Peiting hofft man weiter auf einen Impf-Drive-In

Corona

Peiting hofft weiter auf Impf-Drive-In

  • Sebastian Tauchnitz
    vonSebastian Tauchnitz
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In den vergangenen Wochen sorgte die Impfkampagne im Landkreis vor allem für Hiobsbotschaften. Die Peitinger haben die Hoffnung auf ihr Drive-In-Impfzentrum dennoch nicht aufgegeben.

Peiting – Erst am Freitagmittag hat sich Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder nach eigener Aussage wieder mit den Verantwortlichen vom ECP getroffen, um über das Thema „Drive-In-Impfzentrum“ zu sprechen. Dabei versicherten sich beide Seiten, dass sie an ihrem Vorhaben festhalten, in der Eishalle des ECP eine Außenstelle des Impfzentrums Peißenberg einzurichten, in der man bei der Impfung das Auto nicht verlassen muss.

Doch wie realistisch ist das angesichts des Umstands, dass das Impfzentrum in Peißenberg in der vergangenen Woche sogar für einige Tage komplett schließen musste, weil gerade mal so genug Impfstoff geliefert wird, damit die anstehenden Zweitimpfungen erfolgen können?

Hoffen auf Impfstoff-Lieferungen

„Am Ende ist das eine Frage der Mathematik“, sagt Ostenrieder. Nach wie vor gelte das Versprechen, dass bis Ende des Sommers jeder Bürger im Landkreis ein Impfangebot erhalten haben soll. Rund 135 000 Einwohner hat der Landkreis, etwas 20 000 von ihnen sind bis jetzt vollständig geimpft. „Wenn wir das Versprechen einhalten wollen, müssen wir spätestens im Juli und August sehr schnell sehr viele Menschen gleichzeitig impfen“, so Ostenrieder. Das würden die niedergelassenen Ärzte bei allem Engagement nicht allein schaffen, „da braucht es ein voll ausgebautes Impfzentrum mit Außenstellen in Penzberg und in Peiting, um das leisten zu können“.

Dass irgendwann doch deutlich mehr Impfstoff geliefert werde, habe ihm erst vor ein paar Tagen der Grünen-Landtagsabgeordnete Andreas Krahl signalisiert, so Ostenrieder.

Corona-Impfungen in Peiting: Feilen am Drive-In-Konzept

Bis dahin bleibe Zeit, um weiter am Drive-In-Konzept in Peiting zu feilen. Sollte die Außenstelle eröffnet werden, dann müsse man sich ganz normal beim Impfzentrum in Peißenberg einen Termin holen, bei der Vereinbarung aber angeben, dass man in Peiting geimpft werden möchte, so Ostenrieder. Eine Anmeldung vor Ort sei nach den aktuellen Planungen nicht möglich. Dann komme man zum vereinbarten Termin mit dem eigenen Auto in die Eishalle gefahren, streckt den Arm aus dem Fenster, bekommt seine Spritze und wartet anschließend 15 Minuten, bis man wieder nach Hause fahren darf.

Angst, dabei an den Abgasen zu ersticken, müsse keiner haben, so Ostenrieder. „Wir lassen die Tore offen, zudem haben wir eine gute Lüftungsanlage in der Halle – da kann man auch mit einem Stinkediesel kommen.“ Auch die Eishockeyspieler hätten nichts dagegen, dass die Bürger mit ihren Autos über die heilige Spielfläche fahren: „Die Bullypunkte sind abgedeckt, der Rest der Fläche wird ohnehin frisch geweißelt, bevor das neue Eis gemacht wird“, so Ostenrieder. Bis Mitte August könnte die Halle theoretisch genutzt werden, dann rückt wieder die Eismaschine an. Dann dürfte das Impfzentrum allerdings ohnehin keiner Erstimpfungen mehr vornehmen, weil nach derzeitigem Stand der Lage der Vertrag mit dem Landkreis Ende September auslaufen würde und zwischen Erst- und Zweitimpfung sechs Wochen vergehen müssen.

Der Plan: Wo sonst die Spieler des ECP dem Puck hinterherjagen, sollen im Sommer Corona-Schutzimpfungen stattfinden. 

Und wenn es doch nicht klappt mit dem Drive-In? „Wir haben natürlich einen Plan B“, sagt Ostenrieder. Zerschlage sich das Vorhaben, werde man versuchen, gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten in Peiting eine Impfaktion auf die Beine zu stellen. Aber vorerst konzentriere man sich darauf, bereit zu sein, wenn das Impfzentrum anruft und grünes Licht für die Drive-In-Außenstelle gibt.

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