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Hinein ins Vergnügen: Der Rekordsommer lässt wie schon im vergangenen Jahr die Einnahmen im Wellenfreibad in Pe iting sprudeln. Der Zuschuss, den die Gemeinde bezahlen muss, dürfte dadurch sinken.

Besucheransturm in Peiting

Wellenfreibad jagt den Sommerrekord

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Alle Welt stöhnt ob der Dauerhitze – im Peitinger Rathaus freut man sich. Denn heuer ist das Wellenfreibad auf Rekordkurs und die zahllosen Besucher verringern das Defizit, das die Gemeinde zahlen muss.

Peiting – Eigentlich dachte man, der Rekord von 48 Sommertagen aus dem vergangenen Jahr würde auf Jahre nicht geknackt werden. Und nun hat Manfred Turner, der als Sachbearbeiter der Kämmerei auch die Abrechnung des Wellenfreibades übernimmt, heuer bereits 42 Sommertage gezählt. „Und der Sommer ist noch lang, in den kommenden Tagen versprechen die Wetterfrösche zahlreiche weitere heiße Tage“, gibt er sich im Gespräch mit den Schongauer Nachrichten hoffnungsvoll.

Nur zum Vergleich: „In den vergangenen zehn Jahren kamen wir im Durchschnitt gerade mal auf 29 Sommertage pro Jahr“, so Turner weiter.

Im Wellenfreibad klingelt also die Kasse. Die für die gesamte Saison prognostizierten Einnahmen von rund 65 000 Euro hat man mittlerweile so gut wie erreicht, läuft der Sommer weiterhin so gut, könnte das am Ende Mehreinnahmen von rund 10 000 Euro bedeuten, rechnet der Finanzexperte vor. Zwar steigen mit mehr Besuchern prinzipiell auch die Kosten – etwa für die Reinigung –, am Ende bleibt aber natürlich dennoch einiges an Geld übrig. Dadurch würde der Zuschussbedarf für die Gemeinde sinken, so Turner weiter. Pro Jahr zahlt die Gemeinde rund 200 000 Euro für das Wellenfreibad drauf.

Aufgrund des tollen Badewetters und des großen Aufkommens an Badegästen verlängert die Gemeinde Peiting auch die Öffnungszeiten im Wellenfreibad. Statt wie normalerweise bis 18 Uhr, kann nun bis 20 Uhr gebadet werden – wenn das die Bademeister so entscheiden, heißt es weiter aus dem Rathaus. „Die machen das mit Blick auf das Wetter und die Zahl der Badenden“, berichtet Manfred Turner.

Am besten einfach kurz im Bad anrufen

Wer wissen will, ob es sich auch um 17.30 Uhr noch lohnt, sich mit dem Handtuch in Richtung Bad aufzumachen, der sollte am besten vorher kurz unter Telefon 08861/258 784 anrufen, rät er. „Denn wir schaffen es nicht, das wirklich immer tagaktuell auf der Internetseite zu vermelden“, führt Turner weiter aus.

Ansonsten brauche man sich aber keine Sorgen zu machen, dass es im Freibad zu eng werden könnte, wenn sich bis zu 2000 Badelustige gleichzeitig auf der Anlage und im Wasser tummeln. „Unser Badgelände ist sehr weitläufig, da findet sich immer noch ein Plätzchen“, ist sich der Rathaus-Mitarbeiter sicher. Einzig die Parkplatzkapazitäten seien irgendwann erschöpft. Im Wasser gehe es angesichts eines 860 Quadratmeter großen Wellenbeckens – dazu kommt noch einmal ein 481 Quadratmeter umfassendes Nichtschwimmer- und das 56 Quadratmeter große Kinderbecken auf dem Gelände – auch durchaus nicht allzu eng zu.

Familienfreundliche Preise locken viele Besucher an

Doch warum ist – mal ganz abgesehen vom tollen Wetter – das Wellenfreibad Peiting so beliebt bei den Badegästen? „Das liegt an unserer großen Zahl von Stammgästen, die eine Saisonkarte haben, und den familienfreundlichen Preisen“, ist sich Turner sicher. Die 8,50 Euro für die Familientageskarte seien verglichen mit anderen Freibädern günstig.

Einzig der Chef des Peitinger Bauhofs wird den momentanen Rekordsommer im Wellenfreibad mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten. Denn die beiden Bademeister, die bei der Gemeinde beschäftigt sind, arbeiten im Herbst und Winter im Bauhof mit. Angesichts der zahlreichen Überstunden, die die Lebensretter derzeit ansammeln, werden sie aber in der kalten Jahreszeit kaum im Bauhof mit anpacken können, weil sie dann erst einmal durchschnaufen und abbummeln müssen.

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