Wasserspaß im Wellenfreibad Peiting: Davon gab es heuer wegen einer Zwangs-Schließung und viel Regenwetter nicht all zu viel. Jetzt haben auch noch alle drei Bademeister das Handtuch geschmissen. Und es gibt ein Leck.
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Wasserspaß im Wellenfreibad Peiting: Davon gab es heuer wegen einer Zwangs-Schließung und viel Regenwetter nicht all zu viel. Jetzt haben auch noch alle drei Bademeister das Handtuch geschmissen. Und es gibt ein Leck.

Defizit steigt deutlich

Wellenfreibad Peiting steht ohne Bademeister da - und es gibt ein weiteres Problem

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
    VonBarbara Schlotterer-Fuchs
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Das Peitinger Wellenfreibad blickt auf keine glorreiche Saison zurück – und schon ist die nächste kleine Katastrophe am Start: Alle drei Bademeister haben das Handtuch geworfen. Oben drauf kommt ein neuer Rohrbruch.

Peiting – Die nächste Hiobsbotschaft für das Wellenfreibad Peiting: Nacheinander haben alle drei Bademeister/innen ihr Arbeitsverhältnis mit der Gemeinde Peiting aufgekündigt. Die Verwaltung muss nun schnell mal Ersatz für die Saison im kommenden Jahr aus dem Hut zaubern. Hauptamtsleiter Stefan Kort gibt sich gelassen. „Klar, ist es momentan nicht so einfach, Leute zu finden.“ Trotzdem ginge er davon aus, dass man bis zur kommenden Saison genug Badeaufsicht-Personal finden würde. „Einige Bäder haben ja geschlossen, vielleicht freut sich jemand von dort, dass er zur Gemeinde Peiting wechseln kann.“ Kort geht davon aus, dass wieder drei Bademeister benötigt werden. „In der Vergangenheit haben wir zwar mal mit zwei hantiert.“ Bei einem Krankheitsfall sei der Betrieb dann allerdings kaum zu schultern gewesen.

Suche nach neuem Personal wird nicht einfach

Ob es stimmt, dass es Zoff gegeben haben soll – unter anderem wegen der Angelegenheit mit den scharfkantigen Fliesen, die zur Schließung des Bades geführt hatte (wir berichteten): Dazu möchte sich Kort nicht äußern. Und auch Bürgermeister Peter Ostenrieder möchte dazu nichts sagen. Er räumt aber ein, dass es nicht einfach sein wird, alle drei Stellen zu besetzen. Demnächst soll die Stellenausschreibung rausgehen. „Wenn das in das Lebensmodell desjenigen passt, dann ist das ein Super-Job.“ Nächstes Jahr will man mit einem komplett neuen Team durchstarten. „Das ist jetzt ein klarer Schnitt“, sagt er zur personellen Situation.

Rohrbruch bereits gefunden

Soeben ist der Bauhof mit der Einwinterung des Wellenfreibads beschäftigt, die Heizung wird auf den neuesten Stand gebracht. Außerdem muss auch noch der Bagger anrollen: Schon wieder gibt es ein Leck. Marktbaumeister Fabian Kreitl: „Wir sind gerade am Orten.“ Das Leck ist in der Nähe des Technik-Kellers in Richtung Schwimmer-Becken. Kleiner Trost: Zumindest kann das Leck ohne Bagger mittels sogenannter „Inliner“ repariert werden. Die Kosten sind damit nicht horrend hoch. Verwunderlich sei der Schaden wenig, so Kreitl. Schließlich „sind die meisten Rohre so alt wie das Bad“.

Macht man einen Kassensturz, so sieht es in diesem Jahr nicht gerade rosig aus, in Sachen Freibad. Zwangs-Pause wegen kaputter Fliesen und mieses Wetter haben die Einnahmen aus dem Eintrittskartenverkauf um zwei Drittel schrumpfen lassen: Statt 75 000 Euro, flossen hier nur 25 000 Euro in die Kasse. Hinzu kommen die Reparaturarbeiten an den Fliesen, die kostentechnisch auf 25 000 bis 30 000 Euro geschätzt werden. Ohne die Investition in die neue Heizung zu berücksichtigen, fällt das Defizit fürs Bad damit um mindestens 50 000 Euro höher aus als in den Vorjahren – es beläuft sich damit auf zirka 250 000 Euro, die die Gemeinde im Haushalt 2021 drauflegen muss.

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