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Noch ist die Liegewiese im Peitinger Wellenfreibad leer. Mit dem geplanten Start in die Sommersaison am 8. Juni dürfte sich das aber rasch ändern.

Nach Söder-Ankündigung

Wellenfreibad-Start in den Pfingstferien rückt näher - mit Auflagen und ohne Wellen

  • Christoph Peters
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Die frohe Botschaft kommt direkt vom Ministerpräsidenten: Ab dem 8. Juni sollen in Bayern die Freibäder wieder öffnen dürfen. Unter welchen Auflagen, steht noch nicht fest. Im Peitinger Rathaus ist man aber zuversichtlich, diese für das Wellenfreibad erfüllen zu können.

Peiting – Am Freitag hatte Markus Söder den CSU-Internet-Parteitag genutzt, um zu verkünden, worauf viele sehnlichst gewartet hatten. Ab der zweiten Pfingstferienwoche sollen auch in Bayern die Freibäder öffnen dürfen, kündigte der Ministerpräsident an. Bayern folgt mit der Lockerung der Corona-Beschränkung dem Beispiel anderer Bundesländer, in denen Bade-Anlagen bereits wieder geöffnet haben.

Im Peitinger Rathaus hat man Söders Ankündigung natürlich aufmerksam verfolgt. Schließlich ist auch das gemeindeeigene Wellenfreibad von den derzeit geltenden Einschränkungen betroffen. Der eigentlich traditionell für Mitte Mai geplante Start hatte deshalb verschoben werden müssen. Die üblichen Vorbereitungen auf die Sommersaison trieb man dennoch voran, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein (wir berichteten).

Dieser scheint nun einzutreten. Noch gebe es zwar keine offizielle Mitteilung des Freistaats zum verkündeten Freibadstart am 8. Juni, sagt Bürgermeister Peter Ostenrieder. „Aber wenn der Ministerpräsident das sagt, gehen wir davon aus, dass es auch so kommen wird.“ Im Rathaus jedenfalls hatte Ostenrieder gleich am Montagvormittag eine Besprechung einberufen, in der es um die Umsetzung der zu erwartenden Auflagen ging. Denn einen Badebetrieb ohne Einschränkungen wird es in Coronazeiten nicht geben, Abstandsregeln und Hygienerichtlinien müssen auch im Freibad eingehalten werden, um eine Verbreitung des Virus zu vermeiden.

Platz für maximal 750 Besucher 

In Peiting hat man bereits Berechnungen angestellt, was das für die Zahl der Badegäste bedeutet. Maximal 750 Besucher könnten sich demnach gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. Dabei gehe man davon aus, dass sich immer rund ein Drittel der Gäste im Wasser und zwei Drittel auf der Liegewiese befinden, erklärt der Bürgermeister. Orientiert habe man sich dabei an den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Verzichten müssen die Besucher allerdings wohl auf die größte Attraktion des Bads. Abstandsregeln und wilder Wellenbetrieb lassen sich kaum vereinbaren, bedauert Ostenrieder. Aufgabe der Bademeister werde es zudem sein, sicherzustellen, dass sich nicht zu viele Badende gleichzeitig in den Becken tummeln.

Genügend Distanz muss auch auf der Liegewiese gewahrt sein. Gruppenbildungen sind bei den nach wie vor geltenden Kontaktbeschränkungen tunlichst zu vermeiden. Auf Abstandsmarkierungen auf dem grünen Rasen, wie sie bereits diskutiert werden, will der Bürgermeister aber – wenn es geht – verzichten. „Wir bauen auf die Vernunft der Leute.“ Am Eingang dagegen werden Markierungen für die Schlange stehenden Besucher angebracht. Dort soll auch per Display jederzeit die Zahl der Besucher abzulesen sein.

Strenge Auflagen dürften auch in Sachen Hygiene verhängt werden. Handdesinfektionsstationen für die Besucher seien deshalb bereits vorgesehen, sagt Ostenrieder. Gewährleistet müsste ebenfalls sein, dass Oberflächen wie Handläufe im Betrieb regelmäßig gereinigt würden. Auch dafür werde man Sorge tragen.

Gute Nachricht für Kiosk-Pächter

Mit dem Bad wird auch der Kiosk in die Saison starten. Eine gute Nachricht für Pächter Florian Keppeler. Um dem Gastronom in der schwierigen Zeit entgegenzukommen, hatte man zuletzt überlegt, den Betrieb des Kiosk bereits ab dem kommenden Wochenende unabhängig vom Bad zu ermöglichen. Die bereits mit Wasser gefüllten Becken wären dafür aus Sicherheitsgründen mit Bauzäunen abgesperrt worden. Mit der nun bevorstehenden Freibad-Öffnung habe man davon aber wieder Abstand genommen, sagt Ostenrieder. „Der Aufwand wäre für eine Woche zu groß.“

In der Marktgemeinde scheint man also gewappnet für den Start in die Badesaison. Kommt das offizielle Signal aus München, werde man am Donnerstag der ersten Pfingstferienwoche mit dem Aufheizen der Becken beginnen, kündigt der Bürgermeister an. Rechtzeitig soll auch der Vorverkauf der Jahreskarten zum vergünstigten Preis starten.

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Heftig diskutiert wurde bei der Unterschriftenübergabe des Bürgerbegehrens gegen den geplanten Neubau des Marienheims durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Bühlach. Die Initiatoren stellten nämlich auch einen Antrag für ein „Phantomgerüst“ in Originalgröße.

Der Bedarf an Kitaplätzen in Peiting ist nach wie vor groß. Das zeigen die aktuellen Anmeldezahlen. Demnach sind sowohl Kindergärten als auch die gemeindliche Krippe, die gerade erweitert wird, für das nächste Kindergartenjahr voll belegt. Nicht jeder Betreuungswunsch kann erfüllt werden.

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