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Wer mümmelt denn da so süß? „Hasen-Schaufenster“ sind kleine Attraktion in Peiting

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Von: Barbara Schlotterer-Fuchs

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„Viel Spaß am Hasen-Schaufenster“ wünschen Nicole Hechenrieder und ihr Sohn Jeremias allen Besuchern, die die Zuchthasen am eigens eingerichteten Stall-Fenster an der Ammergauer Straße in Peiting bestaunen möchten.
„Viel Spaß am Hasen-Schaufenster“ wünschen Nicole Hechenrieder und ihr Sohn Jeremias allen Besuchern, die die Zuchthasen am eigens eingerichteten Stall-Fenster an der Ammergauer Straße in Peiting bestaunen möchten. © Barbara Schlotterer-Fuchs

Flauschig-putzige Mümmelmänner gibt es in Peiting zu bestaunen: Jeremias Hechenrieder und seine Mutter Nicole haben den Hasen-Stall mit Hasenfenstern ausgestattet, die sich nicht nur bei Kindern großer Beliebtheit erfreuen.

Peiting – „Schauen Sie durch! Unsere Kaninchen freuen sich über Besuch!“ steht auf einer großen Holzhinweis-Tafel geschrieben, die an der Straße auf die kleine Peitinger Tier-Attraktion hinweist. Ein Hasen-Fenster? „Die Idee hatten wir im ersten Lockdown“, erzählt Jeremias Hechenrieder, der Mitglied bei den Peitinger Kleintierzüchtern ist und seit drei Jahren Hasen züchtet. Seine Mutter, die auch im Verein ist und Hühner züchtet, unterstützt ihren Sohn wann immer sie gebraucht wird.

Und damit auch alle anderen etwas von den possierlichen Tierchen haben, wurde kurzum das erste Schau-Fensterl gestaltet. Ein großer Holzhase steht daneben, davor eine riesige Leiter, damit auch die Kleinen die auserwählten Tierchen bestaunen können, die den Platz am Fenster inne haben. Im Stall wurde eigens umgebaut, damit die Schau-Ställe am Fenster ins rechte Licht gerückt werden können. Wer das jeweils im Käfig ist, das wird auf einem kleinen Schild im Fenster erklärt. Klara und Kathinka sind rechts unten – zwei sogenannte Zwergwidder gelb. Unten links im Fenster residieren heute „Rabbit Baby Boss“ und „Bella“ – ein unverkäufliches Zuchtpaar. Die Namen suchen Jeremias und seine Mutter übrigens selbst aus.

„Wir haben eine tolle Resonanz gehabt“, freuen sich Jeremias und Nicole. Klar, lässt es das Züchterherz hochschlagen, wenn es Stammgäste gibt – Oma und Enkel beispielsweise – die regelmäßig zum Besuch am Hasenfenster eintreffen. Und weil sich so viele für die kleine Alltagsfreude bedankt haben, wurde jetzt noch ein zweites Fenster eingerichtet. Damit die Kinder auch hier einen guten Einblick haben, sollen noch Betonblöcke zum Draufklettern darunter gestellt werden.

Bei gutem Wetter geht’s in den Garten

In kleinen blitzeblanken Käfigen im Stall sitzen die Häschen oft getrennt. Züchter Hechenrieder erklärt, warum das so ist. „Nicht alle Tiere können vergesellschaftet werden.“ Freilich ist das draußen im Freien ganz anders. Denn: Bei schönem Wetter dürfen die Hasen bei Familie Hechenrieder fröhlich durch den Garten hoppeln.

Ständig werden die Tiere auf einer alten Babywaage gewogen. Die Nahrung wird dosiert, damit die kleinen Hoppler fit bleiben. Denn schließlich ist’s bei denen nicht viel anders als bei manchen Menschen: Mit dem Essen aufhören können sie aus eigenen Stücken schlecht. 23 Hasen leben hier insgesamt. Klar, dass da Jeremias viel zu tun hat, ihm gehören die Hasen schließlich. Die Kinder können so lernen, Verantwortung für Tiere zu übernehmen, findet Mama Nicole. Für Jeremias bedeutet das: „Wenn ich in der Schule bin, stehe ich früher auf, um davor noch die Hasen zu machen.“

Der Rest wird nach der Schule erledigt. „Manchmal, wenn wir am Misten sind, kommen Kinder und stellen Fragen – das ist doch toll!“ Hier gehören die Hasen so richtig zur Familie. Und: „Im Lockdown hatten wir nie das Gefühl, eingesperrt zu sein, wir hatten immer eine Beschäftigung.“ Das kommt jetzt am Hasen-Fenster allen zugute, die die kleinen Flausche-Tieren gerne besuchen.

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