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So sehen Sieger aus: Bürgermeister Michael Asam (re.) und Organisatorin Theda Smith-Eberle (li.) ehrten die erfolgreichsten Teilnehmer der „Stadtradeln“-Premiere in Peiting.

Ehrung durch Gemeinde

Wettbewerb „Stadtradeln“: Peitinger radeln einmal um die Welt

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Zum ersten Mal hat die Gemeinde Peiting heuer an der Aktion „Stadtradeln“ teilgenommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Immerhin 303 Peitinger legten zusammen stolze 43 278 Kilometer zurück und radelten damit theoretisch mehr als einmal um die Welt. Am Montag wurden die fleißigsten Radler geehrt.

Peiting – Alle waren am Montag pünktlich versammelt zur Siegerehrung im Besprechungsraum des Marktbauamts, nur Bürgermeister Michael Asam fehlte noch. Verwaltungsmitarbeiterin Theda Smith-Eberle, die das Stadtradeln organisiert hatte, blieb deshalb nichts anderes übrig, als selbst die Begrüßung zu übernehmen. 20 Minuten später trat der Rathauschef dann doch noch durch die Tür, Stau an der Kanalbrücke und dichter Verkehr auf der Umgehung habe seine Fahrt aus Schongau verzögert, sagte er entschuldigend. „Da wäre ich wohl besser mit dem Rad gefahren.“ Eine Erkenntnis, die die perfekte Überleitung zum Anlass des Termins war. Denn schließlich gehe es bei der Aktion „Stadtradeln“ genau darum, sagte Asam, nämlich das Fahrradfahren im Alltag in den Vordergrund stellen.

Während der Rathauschef in diesem Fall nicht als Vorbild taugte – „meine wenigen Kilometer wurden gar nicht erfasst“ –, hatten sich andere den Aufruf zu Herzen genommen und gar leidenschaftlich in die Pedale getreten. Allen voran Stefanie Kalin. Die stellvertretende Leiterin des Mühlenmarkts in Herzogsägmühle legte binnen des dreiwöchigen Aktionszeitraums stolze 1542 Kilometer mit dem Rad zurück. Auch auf Platz zwei und drei landeten mit Helmut Unsinn (1326 km) und Julia Comtesse (1220 km) zwei Radler aus Herzogsägmühle. Überhaupt war das 32-köpfige Team des Diakoniedorfs fleißig unterwegs, mit 304 Kilometer im Schnitt pro Mitglied führte es die Teamwertung in dieser Kategorie an.

Mehr Kilometer insgesamt legten nur die Peitinger Mittelschüler zurück. 130 von ihnen hatten sich an der Aktion beteiligt, sagenhafte 13 623 Kilometer standen am Ende zu buche. Das Engagement freute nicht nur den Bürgermeister, sondern auch ihren Schulleiter. Ganz überraschend kam der Erfolg für Jochen Böhm allerdings nicht. Viele Schüler kämen ohnehin täglich mit dem Rad, sagte er, sogar im Winter. Doch auch weitere Wege hätten die Jugendlichen während der Aktion mit dem Rad zurückgelegt. Etwa zum McDonald’s nach Schongau, wie er augenzwinkernd verriet. Im nächsten Jahr wolle man noch mehr angreifen. „Die Schüler hat das Wettkampffieber gepackt.“

50 Viertklässler waren mit dabei

Neben der Mittelschule traten auch 50 Viertklässler der Alfons-Peter-Grundschule in die Pedale, sie legten im Schnitt immerhin 72 Kilometer zurück. „Für das Alter eine tolle Leistung“, lobte Smith-Eberle. Das größte und auch erfolgreichste Firmen-Team stellte ept. Die 25 Mitarbeiter radelten 6348 Kilometer, was ihnen mit einem Schnitt von 254 Kilometer Rang zwei einbrachte. Dafür sei man natürlich mehr geradelt als nur in die Arbeit, verriet Wolfgang Waldner, der sich schon mal für den Weg nach Füssen in den Sattel schwang statt das Auto zu benutzen.

Dass das Rad im Ort oft eine gute Alternative zum Auto ist, diese Erkenntnis von Christian Lory konnten die Teilnehmer durch die Bank bestätigen. Der Gemeinderat und Kaminkehrermeister hatte in den drei Wochen so weit es ging sein Auto gegen den Drahtesel eingetauscht.

Urkunde und kleines Präsent

Insgesamt legten die 303 registrierten Teilnehmer 43 278 Kilometer mit dem Rad zurück und sparten so rund sechs Tonnen CO2 ein. Die fleißigsten Teilnehmer durften sich am Ende über eine Urkunde und ein Präsent aus Händen des Bürgermeisters freuen, als „kleine Aufmerksamkeit“.

Im nächsten Jahr hofft die Gemeinde Peiting auf noch mehr Teilnehmer beim Stadtradeln. Ob Michael Asam dann engagierter für Peiting in die Pedale tritt? Zeit hätte der scheidende Bürgermeister dann wohl allemal.

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