Der Hausname „Christelewagner“ in Peiting leitet sich ab vom Vornamen und Beruf des Besitzers Christoph Rohrmoser im Jahr 1660.
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Der Hausname „Christelewagner“ in Peiting leitet sich ab vom Vornamen und Beruf des Besitzers Christoph Rohrmoser im Jahr 1660.

Alte Hausnamen in Peiting: Diesmal geht’s in die Obere Straße

Wo einst der Wagner lebte

Mit zu den ältesten nachgewiesenen Peitinger Hausnamen gehört der „Christelewagner“ in der ehemaligen Königstraße 118, heute Obere Straße 6. Der Name leitet sich ab vom Vornamen und Beruf des Besitzers Christoph Rohrmoser im Jahre 1660. Interessant ist, dass sich durch all die Jahrhunderte der Familienname nicht geändert hat. Auch wurde das Wagnerhandwerk bis Ende der 1970er Jahre ausgeführt.

Peiting - Einen Wagen oder einen Schlitten anzufertigen, erforderte hohes Können und jahrelang gelagertes gut getrocknetes Holz. „Früher musste alles mit der Hand, dem Wagnerbeil, Hobel und Bohrer bearbeitet werden,“ schrieb Karl Fliegauf im „Peitinger Heimatfreund“ im Dezember 1972. Auch die Drehbank ging mit Handbetrieb, ehe Bandsäge und elektrisch getriebene Drehbank ihren Einzug hielt.

Hergestellt wurden Leiterwagen, Mist-, Odel- und Gäuwagen, Schub- und Torfkarren, Pflüge und Eggen. Für den Winter mussten Fuhrschlitten gefertigt werden. Außerdem gab es „Wasserschlitten“ zum Holen des Käswassers und die kleinen „Bodenkreiser“, mit denen man die Milch in die Molkereien fuhr. Sie dienten der Dorfjugend auch zum Schlittenfahren. Mit Beginn des Skisports wurden hier schon die ersten Holzski angefertigt. Sie sind heute im Museum im Klösterle zu bewundern.

Aufgrund der starken Nachfrage können sich Interessenten für ein Hausnamenschild mit Andreas Barnsteiner unter Tel. 08861/ 67034 zur Sammelbestellung in Verbindung setzen.

GERHARD HEISS

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