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Bald kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte: das sogenannte Schaumeier-Areal. Rechts der Gasthof Dragoner mit Parkplatz. Links daneben soll das zweigeschossige Garagennebengebäude entstehen, dahinter das langgezogene Haupthaus. Links vorne das Gebäude bleibt stehen, dahinter wird quer das Nebengebäude gebaut.

Mehrere Generationen unter einem Dach in Peiting

Wohnprojekt passt ins Ortsbild

  • Sabine Krolitzki
    vonSabine Krolitzki
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Peiting - Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt soll „das i-Tüpfelchen im Peitinger Ortskern“ werden. Und obwohl die barrierefreien Häuser ganz schön viel Raum einnehmen, ist man froh um die Idee.

Einigkeit herrscht, wenn es um das barrierefreie Mehrgenerationen-Wohnbauprojekt geht, das auf dem Schaumeier-Areal neben dem Gasthof Dragoner in Peiting errichtet werden soll. Ende April präsentierten die beiden Architekten Petra Asanger-Strobl und Manfred Brems gemeinsam mit Gemeinderäten, Bürgermeister Michael Asam und Maro-Vorsitzendem Martin Okrslar das Vorhaben (wir berichteten). Jetzt hatten die Mitglieder des Bauausschusses die Bebauung erneut auf der Tagesordnung.

Das Mehrgenerationen- Wohnen ist ein Angebot für Alleinstehende, Paare, aber auch Familien mit Kindern, die vor allem miteinander wohnen möchten. So erklärt es Martin Okrslar. Er ist Vorsitzender der Maro-Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen mit Sitz in Ohlstadt.

Geplant sind 14 Wohnungen. Aus drei Komplexen inklusive einem Garagenebengebäude setzt sich das Wohnbauprojekt zusammen. Zwischen den drei Gebäuden befindet sich ein zentraler Gemeinschaftsplatz mit Möglichkeiten zum Sitzen, Spielen, Grillen und Feiern.

„Der Bebauungsplan ist in den letzten Zügen“, so Marktbaumeister Jochen Rohrmoser. Bislang existierte im Innenbereich nämlich noch keiner. „Viele Gebäude stehen hier an der Baugrenze“, so Rohrmoser. Und eigentlich könnte auf diesem Platz so gut wie alles errichtet werden. „Indem wir einen Bebauungs-Plan mit Veränderungssperre aufstellen, verschaffen wir uns ein Mitsprachrecht.“ Schließlich wolle die Gemeinde vermeiden, dass die Optik vor allem im Ortskern aus dem Ruder läuft. Einheitlich soll es sein, schön anzusehen eben. Nun hat es die Gemeinde Schwarz auf Weiß, denn „jetzt liegt uns auch der Bauantrag vor“. Aus Sicht der Verwaltung sei dieser auch genehmigungsfähig. „Deshalb leiten wir den Antrag ans Landratsamt Weilheim-Schongau weiter.“ Dem stimmten die anwesenden Bauausschussmitglieder zu. Hermann Mödl (BVP) wollte dann noch wissen: „Können wir Einfluss auf die Begrünung am Parkgebäude an der Straße nehmen?“ Rohrmosers Antwort kam prompt: „Bei der Fassadengestaltung können wir mitreden.“ Zumal sich das Park-Haus Richtung Bach sowieso direkt an der Gemeinde-Grenze befindet.

Somit geht das Mehrgenerationen-Wohnen in Peiting in die nächste Runde. Läuft alles nach Plan, könnte der Baubeginn im kommenden Jahr sein, der Einzug der Bewohner ist im Herbst 2017 geplant.

Sabine Krolitzki

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