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In und an der Peitinger Schloßberghalle: Zeitreise mit Petticoats und Pin-up-Girls

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Chromblitzende Oldtimer waren ein Blickfang für die Festival-Besucher.
Chromblitzende Oldtimer waren ein Blickfang für die Festival-Besucher.  © Stöbich

Mit der Premiere des mehrtägigen Rockabilly-Festivals, das am Wochenende in Peiting stattfand, zeigten sich Besucher und Veranstalter sehr zufrieden. In der Schloßberghalle konnten Musikfans ein halbes Dutzend Bands hören und ein umfangreiches Rahmenprogramm genießen.

Peiting – Organisator Jürgen Schallhammer hat sich mit diesem Treffen einen lang gehegten Wunschtraum erfüllt. „Seit eineinhalb Jahrzehnten bin ich in der Szene unterwegs und wollte schon im Herbst 2020 etwas auf die Bühne stellen“, erzählt er, doch die Corona-Pandemie machte auch ihm einen Strich durch die Rechnung. Umso mehr freuten er und seine Helfer sich, dass ihre Arbeit jetzt mit optimalen Wetterbedingungen belohnt wurde.

In der Sommersonne glänzten auf dem Parkplatz vor der Schloßberghalle schicke Oldtimer, und auf dem Freigelände machten es sich zahlreiche Besucher mit Cocktails und Hot Dogs gemütlich. An mehreren Tagen war in Peiting ein attraktives Rahmenprogramm geboten mit Flohmarkt, verschiedenen Workshops und Händlerständen, an denen es unter anderem Hawaii-Hemden, Schmuck und sonstige Accessoires gab, die für echte Fans unverzichtbar sind.

Nicht nur Musik-, sondern Lebensstil

Zu diesen gehören Markus und seine Partnerin Vegas aus Dachau, für die Rockabilly nicht nur ein Musik-, sondern zugleich ein Lebensstil ist: „Wir sind weltweit unterwegs, um für die sozialen Medien über Festivals zu berichten“, erzählt das Paar. „Dass es so etwas jetzt endlich auch in Oberbayern gibt, ist super!“

Ein halbes Dutzend Bands sorgten in der Peitinger Schloßberghalle für Stimmung.
Ein halbes Dutzend Bands sorgten in der Peitinger Schloßberghalle für Stimmung. © Stöbich

Mit blondierten Haaren und künstlichen Wimpern, Piercings und Tattoos, sieht Vegas aus wie der lebendig gewordene Männertraum aus einem alten Playboy-Magazin, doch auch viele andere Tänzerinnen hatten sich für Peiting besonders schick gemacht. Zu diesem Augenschmaus kam an zwei Abenden ein lautstarker Ohrenschmaus: Ein halbes Dutzend Bands heizte den Paaren kräftig ein, von den „Boogie-Banausen“ bis zu den „Ukelites“ mit ihrem Hawaii-Swing.

Ein Höhepunkt war die energiegeladene Show der sechsköpfigen Gruppe „Gone Hepsville“ aus Tschechien: Die mit zwei Saxophonen besetzte Band spielte aus ihren beiden CDs eine Auswahl eigener Stücke – ein schweißtreibendes Vergnügen für die begeisterten Zuhörer.

Rock‘n‘Roll-Revival?

Authentisches Fifties-Feeling vermittelten auch „Chris Aron and the Croakers“ bei ihrem Auftritt: Der Bandleader hat sich den zweiten Vornamen von Elvis Presley zu eigen gemacht und bringt damit seine musikalische Vorliebe zum Ausdruck.

Der neue Elvis-Film, der kommenden Donnerstag in die Kinos kommt, und das große Interesse am Peitinger Festival, könnten ein Indiz dafür sein, so Jürgen Schallhammer, dass es ein neues Rock‘n‘Roll-Revival gibt. „Eine Zeitreise in die Ära der Petticoats und Pin Up-Girls ist ja auch eine willkommene Ablenkung von all’ den Problemen und Krisen unserer Tage.“ Und so dürfen alle Fifties-Fans auf eine Wiederholung der höchst gelungenen Peitinger Premiere hoffen.

Peter Stöbich

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