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Im Garten des Grünen Salons in Peiting fand die erste Jazz-Jam-Session nach der Corona-Pause statt. Im Bild rechts die Sängerin Aurora aus Mexiko. 

Zum ersten Mal nach der Corona-Pause

Peitinger Jazz-Jam-Session: Spontan und abwechslungsreich

Irgendwie war diesmal alles ein wenig anders bei der Jazz-Jam-Session im Grünen Salon in Peiting: die Örtlichkeit, die Zeit, der Wochentag.

Peiting – Und man tauchte zu Beginn nicht in die faszinierende Welt des Jazz ein, sondern durfte die überaus begeisternde Stimme einer mexikanischen Gitarristin hören, die folkloristische Klänge präsentierte.

Seit September vergangenen Jahres organisiert Thomas Elste diese Jazz-Jam-Session Veranstaltung. Im Zegala (Zentrum für ganzheitliche Lebensart) beziehungsweise dem Grünen Salon in Peiting. Bei Naren Illmann und Marlis Bader hat Elste die entsprechenden Räumlichkeiten gefunden. Rund 15 Jazzer – teils ausgebildete Musiker, teils Laien aus dem näheren und weiteren Umkreis von Weilheim-Schongau –, werden von ihm regelmäßig zu dieser Session eingeladen.

Man trifft sich also, spontan findet dann eine Gruppierung zusammen und man legt los. Nach drei Stücken wird gewechselt, und eine andere Zusammenstellung von Musikern ist möglich. Eine spontane und durchaus abwechslungsreiche Sache also, nicht nur für die Musiker, sondern auch für das Publikum.

„Es kommen fast immer so um die 30 Jazzfans“, sagt Elste, der mit seiner Frau zusammen selber gerne Jazz spielt, sich aber noch nicht für so weit hält, dass er bei der Session auch einmal auftreten möchte. „Das Niveau ist erstaunlich hoch“, erklärt er.

Sogar Jazz-Saxophonist Johannes Enders aus Weilheim hat schon einmal vorbeigeschaut und mitgemacht. „Aber hier soll auch unbekannten Künstlern eine Plattform gegeben werden, sich einmal vor Publikum zu präsentieren“, sagt Elste.

Die jüngste Session nach der Corona-Pause fand im Garten des Grünen Salons statt, ein wunderschöner lauschig-verwunschener Ort. Auch begann man eine Stunde früher als üblich, da man zwecks Lärmbelästigung auch zeitig wieder aufhören musste. Sängerin Aurora aus Mexiko setzte sich mit einer Gitarre bewaffnet vor zwei Mikrofone, verkündete, dass das ihre Premiere wäre und legte los. Wie gebannt lauschten die rund 40 Besucher ihrer Stimme und ihren charmanten Erklärungen zu jedem Lied.

„Sie haben eine wunderbare Stimme“, rief spontan ein Zuhörer, und man applaudierte. Dann kam plötzlich Schlagzeuger Leo vorbei, ein gebürtiger Chilene, Klaus aus Oberammergau packte seine Cajon und anderes Schlagwerk aus, und Naren holte seine E-Gitarre herbei. Man wechselte übergangslos vom mexikanischen Folk in den Jazz, und es war einfach nur schön.

Der Charme dieser Jazz-Jam-Session besteht eben aus einer großen Portion Spontaneität, Abwechslungsreichtum und einer Menge Improvisation, was an diesem Abend unter Beweis gestellt wurde und das Publikum wie immer begeisterte. Jetzt ist Sommerpause bis September. Dann geht es aber jeden dritten Mittwoch im Monat wieder weiter, drinnen im Zegala und wie gewohnt um 20 Uhr. 

Regina Wahl-Geiger

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